Tough Mudder Berlin-Brandenburg 2017 – TV-Sternstunde & Camping-Trauma

Tough Mudder Berlin-Brandenburg 2017

Der Tough Mudder Berlin-Brandenburg 2017 ist Geschichte und wir sind immer noch geflasht.

Frei nach Sido haben wir diese vielen tausend Bilder im Kopf, aber leider fehlt unser dazugehöriges schwarzes Album mit dem silbernen Knopf.

Irgendein Vollidiot hat nämlich unsere Olympus Tough TG-5* eingesackt, nachdem wir diese am Sonntag bei der Mud Mile verlegt hatten…

Kamera geklaut

Update: Die Kamera ist einige Tage nach dem Blogbeitrag wieder aufgetaucht. Sie wurde am Olympus-Stand vertauscht!

Als Schreiberling stecke ich (Michael) deshalb in einem doppelten Dilemma:

  1. Bloggen ohne Bilder ist wie Tough Mudder ohne Hindernisse – laaaame.
  2. Würde ich im Detail schreiben, was beim Camping vor sich ging, so würde mir das a) keiner glauben und b) müssten wir unsere Seite mit einem Jugendschutz versehen – wir sind immer noch traumatisiert…

Belassen wir es also heute am besten bei ein paar wenigen Highlights und hüllen um den Rest den Mantel des Schweigens.

Diverse Personen werden es mir danken 😉

Mudder Guide bei Spiegel.TV

Wir bezeichnen uns ja gerne mal als Medienhuren, aber als wenige Tage vorm Tough Mudder Spiegel.TV bei mir anrief, da war das schon so etwas wie die spontane Berufung in die Champions League.

Das Redaktionsteam wollte uns nämlich am Samstag auf der Strecke begleiten und das haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen.

Die Reportage ist richtig cool geworden und gleichzeitig retten die Jungs einigermaßen meinen Blogbeitrag – das Video sagt nämlich mehr als tausend Worte:

Fun Fact: Seba aka Pikachu hat nicht nur die Herzen der Zuschauerinnen im Sturm erobert, sondern am Sonntag auch tatsächlich das erste Mal den Funky Monkey und den Kong geschafft.

Da wir aber keinerlei Beweismaterial haben, könnte es sich hierbei auch um #Fakenews handeln…

Ich denke auf dem Video ist das ganz gut rüber gekommen, aber ich bin jedes Mal aufs Neue begeistert, wie viele coole, lustige und gleichsam liebenswerte Leute sich aus allen Himmelsrichtungen vereinen, um mit uns gemeinsam zu laufen und ein geniales Wochenende zu verbringen.

An dieser Stelle vielen Dank an all die Verrückten, danke an das tolle Team!

Camping-Eskapaden

Mudder Guide Beer Pong FahneFreitags geht es auf dem Campingplatz ziemlich ruhig zu und alle gehen früh schlafen, da am nächsten Tag schließlich ein anstrengender Lauf ansteht.

Soweit zumindest die Theorie…

Ich war im Rahmen meiner bislang 52 Tough Mudder schon ziemlich oft campen, aber das was in Berlin-Brandenburg abging, das schlug alles bisher Dagewesene um Längen 😀

Die Sagen sprechen von einer spärlich bekleideten Königin, treu ergebenen Untertanen und einem magischen Kelch.

Bilder, die man nur schwerlich wieder aus dem Kopf bekommt…

Bis 5 Uhr morgens wurde wild gefeiert, ehe die Melodie des Sandmanns lautstark über dem Campingplatz ertönte.

Warum sich all das unweit von unserer Fahne abgespielt hat, wird wohl immer ein Rätsel bleiben…

Burpee-Challange – wenigstens eine Stunde lang ging es seriös zu

Burpee Challenge

Nach sechs Stunden Anfahrt, Party bis 5:00 Uhr morgens, 1,5 Stunden Schlaf und einem Tough Mudder samt Kameradreh kam die Burpee-Challenge von Merrell und uns quasi wie gelegen 😀

Für unsere Teilnehmer ging es um coole Preise (Tickets, Schuhe von Merrell* und unsere eBooks), für mich vor allem um die Ehre.

Ich startete außer Konkurrenz, wollte es aber insbesondere den Jungspunden Max und Sören zeigen, dass es die alten Herren noch drauf haben.

Die Challenge bestand darin, innerhalb von zwei Minuten so viele Burpees wie möglich zu machen – eine Mörderdistanz.

Vor allem die Mädels, genauer gesagt Claudia (35), Rica (34) und Jorina (nicht viel weniger) wussten dabei zu überzeugen und stellten dabei einen Großteil der Männer in den Schatten.

Max, der laut seiner Frau Rica seit einer Woche von nichts anderem als Burpees sprach, ging kurz vor Schluss zusammen mit Sören ins Rennen.

Beide hatte ich zuvor schon als meine Hauptkonkurrenten ausgemacht und ich sollte Recht behalten.

Sowohl die 44 Wiederholungen von Max als auch die 47 Burpees von Sören waren eine echte Hausnummer – insbesondere nach den 18km „Warm-up“.

Es war also klar, dass ich alles geben musst, aber Basti wusste zum Glück, wie er mir die letzten paar Prozent entlocken konnte – er spielte zu meiner großen Freude das Eingangslied von meinem ehemaligen Lieblingswrestler Shawn Michaels ab 😀

Das gab mir einen ordentlichen Push. Hier siehst du mich zwei Minuten in Aktion:

52 Burpees bedeuteten am Ende den Sieg und eine eigentlich nicht notwendige Streicheleinheit für mein Ego 😉

Respekt an alle Teilnehmer, denn zwei Minuten sind richtig hart!

Glückwunsch vor allem an Claudia und Sören, die die Tickets gewonnen haben und an Jorina und Seba, die per Los an neue Schuhe* ran gekommen sind.

Danke auch an Uwe, der Losfee gespielt hat, denn wenn wir diese Namen gezogen hätten, dann hätte das sehr stark nach Fake ausgesehen ^^

Beer-Pong-Turnier

Beer Pong Turnier

Während man die Camper teilweise ein wenig motivieren musste, Burpees zu machen, so sah das beim Beer-Pong schon anders aus.

Das Teilnehmerfeld war mit 32 Teams tatsächlich komplett besetzt!

Auch wenn das eine oder andere Gesicht eher zum Ausdruck brachte „Ey, ich will doch nur trinken“, verkündete Basti zunächst einmal in aller Seelenruhe das gefühlt 87-seitige Regelwerk.

Basti Regelwerk

Basti und sein Bruder Manu – der extra fürs Beer-Pong angereist ist – zählten ganz klar zu den Favoriten, denn die „Schoder Brothers“ verfügen über jahrelange Erfahrung.

Das hielt mich jedoch nicht davon ab, vorm Wochenende schon den Doppelsieg (Burpees + Beer-Pong) als großes Ziel auszurufen.

Leicht vermessen, wenn man bedenkt, dass ich keinen Alkohol trinke 😀

Ich suchte mir deshalb mit Seba einen starken Partner, der nicht nur gut treffen, sondern auch für mich mittrinken musste.

Mit diesem Video ließ er bereits im Vorfeld aufhorchen:

Das dritte Mudder-Guide-Team bestand aus Sven und Max, ebenfalls nicht gerade unbedarft.

Aber was soll ich sagen?

Es war wie verhext…

All unsere Teams schieden in der ersten Runde sang- und klanglos aus!

Man spricht immer noch von der „Schmach von Berlin-Brandenburg“.

Naja, Basti konnte sich dann wenigstens auf die Turnierleitung konzentrieren und ich mich todmüde in mein Zelt verabschieden.

Auf den weiteren Turnierverlauf gehe ich vorsorglich nicht ein, aber gerüchteweise heißt es, dass manche Finalisten alle Register gezogen haben, um zu gewinnen.

Der Kleidungsstil war jedenfalls höchst interessant und so mancher solidarisierte sich spontan.

Ich hoffe immer noch, dass das alles ein Traum war und nie passiert ist 😀

Beer Pong Center Courts

Es versteht sich natürlich von selbst, dass wir den Platz fein säuberlich verlassen haben, Mudder-Ehrensache.

Ob das jetzt alles Werbung fürs Camping war, das liegt wohl mehr denn je im Auge des Betrachters.

Wir werden das alles jedoch so schnell nicht vergessen und haben richtig coole neue Leute kennengelernt!

Danke, dass ihr die Grenzen des Vorstellbaren verschoben habt 😀

Ausblick – unsere größte Schlacht steht kurz bevor

Mudder Guide Berlin 2017

Kommende Woche geht es ab nach Wassertrüdingen zum Tough Mudder Süddeutschland 2017 und wir haben uns zum Saisonabschluss etwas ganz Besonderes einfallen lassen.

Wir werden nämlich samstags als erstes an den Start gehen und mit den Letzten ins Ziel kommen!

Uns steht eine ca. zehnstündige Schlacht bevor!

Konkret bedeutet das, dass wir an den großen Teamhindernissen Berlin Walls, Pyramid Scheme, Block Ness Monster und Everest 2.0 jeweils 1-1,5 Stunden helfen und in der Zeit so viele Mudder wie möglich drüber bringen werden.

Das wird ein Fest!

Auch wenn ich mich wie immer auf jedes einzelne Teammitglied außer Seba freue, so freue ich mich auf ein Teammitglied ganz besonders.

Unser Ninja-Oli, Last Man Standing aus dem Vorjahr, ist wieder mit uns am Start!

Oliver Edelmann Last Man Standing

Er weiß noch nichts von seinem Glück, aber ich habe mir eine besondere Challenge für den Funky Monkey für ihn ausgedacht und werde ihn zum Duell „Last Man Standing auf dem Block Ness“ herausfordern 😀

Außerdem habe ich schon eine ziemlich gewagte Idee für den Kong, aber das wird sich zeigen, ob das nach zehn Stunden noch eine ernsthafte Option ist.

Wenn du uns auf der Strecke siehst, dann mache auf jeden Fall so richtig Randale, denn an diesem Tag werden wir jeden noch so kleinen Push gebrauchen können.

Wir sehen uns in Wassertrüdingen!

Hoorah!

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