Europe’s Toughest Mudder Berlin 2018 – 8 Stunden an die Grenzen und darüber hinaus

Europe's Toughest Mudder Berlin 2018

Am Wochenende fand nicht nur der Tough Mudder Berlin-Brandenburg 2018 statt, sondern nachts an gleicher Ort und Stelle auch der Europe's Toughest Mudder.

Sieh‘ es mir (Michael) bitte nach, wenn ich heute den Schwerpunkt auf letzteren lege, denn was die Athletinnen und Athleten die ganze Nacht über geleistet haben, war einfach unmenschlich.

Ehre, wem Ehre gebührt!

Übersicht

Kurzzusammenfassung des normalen Tough Mudders

Tough Mudder Berlin Brandenburg 2018 Gruppenbild

Wie bereits angekündigt, belassen wir es heute bei ein paar wenigen Anekdoten.

Neues Hindernis – der nächste Alpha Test

Tough Mudder testet aktuell immer mal wieder neue Hindernisse, was sehr zu begrüßen ist.

So gab es bereits beim Tough Mudder South West ein Hindernis mit dem Namen „Alpha Test 1“, das wie folgt aussah (Bilder sagen oftmals mehr als tausend Worte):

South West Alpha Test 1

Am Lausitzring gab es nun erneut einen Alpha Test, der zugegebenermaßen etwas weniger spaßig war.

Wie du unschwer erkennen kannst, war die Idee, dass die Teilnehmer sich auf dem Rücken liegend das Cargonetz entlang hochziehen.

Deutlich effizienter war es allerdings, vorwärts auf den Armen zu robben, was dann auch einige taten.

Warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

Fazit – kann man mal machen, muss man aber auch nicht immer haben 😉

Neue Stirnbänder – warum schon wieder?

Neue Stirnbänder Berlin

Völlig unerwartet (und vor allem ohne Not), gab es im Ziel neue 10er- und 50er-Headbands.

Das schwarze 10er-Headband hat quasi die Farben getauscht und ist jetzt nur noch am Rand schwarz. Optisch vertretbar, aber dennoch unglücklich, das Design während der Saison zu wechseln.

Es ist schon ärgerlich genug, dass es in Deutschland und England unterschiedliche Versionen des 25-Stirnbands gibt.

Der absolute Abschuss sind aber die neuen 50er-Headbands, die nicht mehr gold (das ist dem 100er vorbehalten), sondern bronze sind.

Faktisch sind die Dinger aber einfach nur hässlich und sehen aus wie ein verwaschenes 10er-Headband!

Zwei Hände reichen nicht aus, um zu zählen, wie viele Leute mich nach dem Lauf mit einem schelmischen Grinsen gefragt haben, ob ich wieder von vorne anfange…

Zum Glück bekomme ich in Süddeutschland mein 75er, denn mit den Dingern kann man sich echt nicht blicken lassen 😀

Totgesagte leben länger – freudige Comebacks

Michael, Max und Basti Berlin 2018

Wenn du uns schon länger verfolgst, dann hast du dich vielleicht gefragt, wo eigentlich der Basti verschollen ist.

Und in der Tat, er war an diesem Wochenende das erste Mal in der Saison mit uns zusammen am Start!

Grund für die lange Abstinenz war der kleine Anton Michael, der Anfang des Jahres zur Welt kam und doch noch recht viel Aufmerksamkeit erfordert.

Ehrlich gesagt kann ich es immer noch nicht so recht fassen, dass Basti tatsächlich seinen Wetteinsatz eingelöst und den Kleinen mit Zweitnamen nach mir benannt hat, aber es hätte ihn wahrlich schlimmer treffen können 😀

Basti war beim Camping natürlich direkt wieder der Dreh- und Angelpunkt und hat auch auf der Strecke mit seiner Musikbox für beste Laune gesorgt.

Basti & Jorina Berlin

Der „Spaßminister“ hat jedenfalls nichts verlernt und war sofort wieder in seinem Element.

Schön, dass du wieder da bist!

Ach ja, dann gab es noch ein zweites Comeback…

Weißt du noch wie der zweite Mann auf dem Mond hieß?

Genau… ich auch nicht!

Ähnlich tragisch ergeht es dem guten Max T., das ist dieser junge Mann vorne:

Max T. Berlin 2019

Max war nämlich 2014 bei unserem allerersten Tough in NRW mit Basti und mir am Start, ehe Basti und ich wenige Monate später unseren geliebten Mudder Guide ins Leben riefen.

Tough Mudder NRW 2014

Ein Jahr später war er erneut beim Tough Mudder NRW 2015 dabei, da sahen wir immer noch aus wie kleine Lumpensammler 😀

TM NRW 2015 vorm Start

Max war zu dem Zeitpunkt noch Raucher und hat an diesem Tage mehr gejammert als bis heute jeder unserer Mitläufer (und das waren einige!!!) nach ihm.

Die Häme in meinem Blogbeitrag war ihm nach dieser Performance natürlich sicher 😀

Der Stachel saß denkbar tief, denn der Blogbeitrag kam bei jedem unserer Treffen in den letzten drei Jahren zur Sprache.

An diesem Wochenende hat sich Max jedoch vollständig rehabilitiert. An den Hindernissen war er schon immer stark, aber auch das Laufen macht ihm nun da er rauchfrei ist keine Probleme mehr.

Herzlichen Glückwunsch lieber Max, du darfst jetzt auch ganz offiziell wieder ohne Rock laufen 😉

Schön, dass du dabei warst, gerne wieder!

Impressionen von der Strecke

Crazy Rabatte!

Tough Mudder haut kurz vor Ende der Saison wieder extreme Rabatte raus!

Für die restlichen Events 2018 bekommt ihr Half Tickets ab 39€ und Full Tickets ab 49€. Das sind jeweils die Sonntagspreise. Für Samstag müsst ihr noch 10€ drauflegen.

Wenn ihr noch kein Ticket habt, schlagt zu. Billiger wird's nicht!

Hier noch ein paar Impressionen von der Strecke, ehe wir endlich auf die Helden des Wochenendes zu sprechen kommen.

Berlin 2018 Start

Julia & Nadine Berlin 2018

Patrick Senior Berlin 2018

Berlin 2018 Gruppenbild Strecke

Christoph Berlin Block Ness

Berlin 2018 Arctic Enema

Christian & Robbin Berlin 2018

Mudder Guide Lausitzring

Berlin 2018 Finish

Toughest Mudder – alles zur großen Schlacht

Toughest 2018 Patrick Senior

Zum ersten Mal überhaupt fand an diesem Wochenende ein Toughest Mudder in Deutschland statt.

Weil das für viele sicherlich noch Neuland ist, zunächst ein paar Worte zum Modus.

Zum Modus und zum Ablauf

Päddy Toughest 2018

Beim Toughest Mudder startest du um Mitternacht und drehst bis 8 Uhr morgens so viele 5-Meilen-Runden (= 8km) wie möglich.

Selbstverständlich gilt es dabei noch jede Menge Hindernisse zu überwinden, also beispielsweise auch Arctic Enema ohne den geringsten Sonnenstrahl.

Klingt verrückt?!

Ist es auch!

Da final 400 Läuferinnen und Läufer am Start waren und für alle zeitgleich der Start erfolgt, öffnen die Hindernisse erst nach und nach, um Stau so gut wie möglich zu vermeiden.

Was also mit einer „gemütlichen“ Sprintlap beginnt, endete final in einem Höllenritt mit 18 Hindernissen auf rund 8km verteilt.

Hier kannst du dir einen Überblick über die Strecke verschaffen.

Toughest Mudder 2018 Streckenkarte

(zum Vergrößern anklicken)

Wer Hindernisse auslässt, wird disqualifiziert und aus dem Rennen genommen. Lediglich bei Hindernissen wie dem Funky Monkey, Kong Infinity, usw. kannst du dir Fehlversuche erlauben, was jedoch mit Strafrunden bedacht wird.

Mit der Zeit hagelt es natürlich immer mehr Strafrunden, weil den Leuten irgendwann die Kraft ausgeht und die Hindernisse mit der Zeit aalglatt werden.

Und als wäre dies alles nicht genug, werden einige Hindernisse auch noch (mit der Zeit) verschärft!

So bekamen beispielsweise die Berlin Walls einen fiesen Vorbau und beim Cage Crawl mussten die Teilnehmer ab einem bestimmten Zeitpunkt unter drei Bojen durchtauchen!

Du siehst – die Teilnehmer werden hier sowohl körperlich als auch mental auf eine harte Probe gestellt.

Die schnellsten Männer und Frauen erhalten deshalb auch völlig verdient Preisgelder und zwar jeweils in folgender Höhe:

  • 1. Platz 4.000 EUR
  • 2. Platz 1.500 EUR
  • 3. Platz 800 EUR
  • 4. Platz 400 EUR
  • 5. Platz 200 EUR

Mudder Guide – mit dem größten Team und der größten Pitcrew am Start

Toughest Mudder Gruppenbild 2018

Was war ich als Teamchef stolz auf meine Schäfchen!

Während ich es selbst vorzog, Handlangerarbeiten in der Pit (und damit im einigermaßen warmen Zelt) zu erledigen und unsere Schützlinge mental aufzubauen („Olaf, nur noch 7 Stunden!“), gingen wir mit einer riesigen Truppe an den Start.

Bis auf Max, Nadine, Fabi, Dominik sowie unserem Vater-und-Sohn-Gespann war ein Rennen dieser Art für den Rest absolutes Neuland.

Vielleicht hat auch deshalb der eine oder andere die Strapazen unterschätzt, denn viele waren tatsächlich noch am Samstagmorgen mit uns auf der Strecke, um den normalen Tough Mudder zu absolvieren.

Den meisten war die Nervosität, aber auch die Vorfreude deutlich anzusehen. Die Motivation stimmte jedenfalls.

Flo for the Queen

Während die meisten Teilnehmer alleine im Einsatz waren, hatten wir ein ganzes Helferteam.

In der Pit konnten wir das Rennen und die Zwischenstände mehr oder weniger über GPS verfolgen und uns ähnlich wie in der Formel 1 auf die einzelnen „Boxenstops“ vorbereiten.

Sven konnte leider nicht mitwirken, ließ es sich aber nicht nehmen, uns aus dem Urlaub Grüße und mentale Unterstützung zukommen zu lassen.

Sven Urlaubsgrüße

Michelle hat außerdem eine Tafel gebastelt, um uns selbst allen einen besseren Überblick zu ermöglichen.

Tafel Michelle

Ziel war es, dass jeder Handgriff sitzt und unsere Leute in Sekundenschnelle mit der gewünschten Verpflegung ausgestattet werden.

Hin und wieder wurden auch mal die Klamotten gewechselt oder Krämpfe wegmassiert.

Natürlich feuerten wir auch an, was unsere Lungen hergaben.

Wir gaben unser Bestes!

Zudem hatten wir eine Art „2. Pitcrew“ entlang des Campingplatzes im Einsatz.

Diese war jedoch nicht exklusiv für unsere Leute, sondern für das gesamte Teilnehmerfeld im Einsatz.

Über etliche Stunden wurde alle vorbeilaufenden Teilnehmer frenetisch gefeiert und Christian hat sogar so dolle unsere Fahne geschwenkt, dass irgendwann die Fahnenstange ihren Geist aufgab 😀

Im Nachgang haben uns viele Teilnehmer angesprochen, dass das mega motivierend und der absolute Hammer war.

Hier ein kleines Video, wobei das noch nach dem was man gehört einigermaßen verhalten gewesen sein muss:

Wie gesagt, ich bin mega stolz auf jeden einzelnen Läufer und auf jedes einzelne Pitcrewmitglied – das war eine überragende Teamleistung!

Der Start – als die Welt noch in Ordnung war

Toughest Mudder 2018 Start

400 Leute mit Stirnlampen gaben natürlich ein überragendes Bild ab.

Das war nicht nur herrlich anzuschauen, sondern entfachte regelrechte Euphorie.

Schade nur, dass die letzten Minuten vor dem Start relativ chaotisch verliefen und wir es in Deutschland offensichtlich nicht hinbekommen, mit der gebotenen Offenheit die Mudder aus den zahlreichen anderen Ländern zu empfangen.

Es waren etliche Läufer aus dem Ausland am Start und obendrein schimpft sich das Ding „Europe's Toughest Mudder“.

Umso beschämender, dass ein Großteil des „Vorprogramms“ inklusive Pledge und Countdown auf Deutsch abgespult wurde.

Das war nix und erinnerte schon fast an die Franzosen, die sich oftmals krampfhaft weigern Englisch zu sprechen.

Trotz dieses kleinen Ärgernisses lag etwas Magisches in der Luft, schau selbst:

Toughest Mudder Berlin 2018

Eine Hiobsbotschaft jagt die nächste…

Patrick Junior Toughest Mudder 2018

Die Nacht war äußerst hart, denn wir wurden mit etlichen Rückschlägen und schlechten Nachrichten konfrontiert.

Die erste Hiobsbotschaft ereilte zwar nicht unser Team, machte aber einige von uns nicht minder betroffen.

Etwa Mitte der zweiten Runden hat es die Favoritin bei den Frauen und die bis dahin souverän führende Dänin Ulrikke Evensen erwischt – eine alte Verletzung kam zum Vorschein und machte schon das normale Auftreten nahezu unmöglich.

Sie hielt noch eine Weile durch, musste aber wenig später dann doch aufgeben.

Ulrikke ist mega sympathisch und kann jedem der Sport etwas abgewinnen kann als Vorbild dienen.

Sie ist eine absolute Bereicherung für unsere Community und wenn du auf der Suche nach ein wenig Inspiration sein solltest, dann solltest du ihr unbedingt hier auf Facebook folgen.

Wenn man bedenkt, dass das nicht nur sportlich, sondern auch wirtschaftlich (man denke auch an die folgenden Rennen) ein richtiger Genickschlag war, dann ist es umso beeindruckender, dass sie selbst unter Schmerzen ihr Lächeln beibehalten hat.

Auch jetzt, wo feststeht, dass sie sechs Wochen pausieren muss, hat sich das nicht geändert.

Ulrikke verletzt

Wir hoffen, dass sie schnell wieder fit wird und drücken alle zur Verfügung stehenden Daumen!

Davon abgesehen war die Stimmung bei uns noch bestens, denn Max schickte sich nicht nur an sein Ziel von 40 Meilen zu erreichen, sondern war auch ganz souverän auf Top 10-Kurs!!!

Max Strong Toughest 2018

Er spulte die ersten Runden ab wie ein Uhrwerk und war auf den Punkt topfit und dann passierte das, was du als Sportler niemals vorhersehen kannst und wovor es dir graut:

Es fuhr ihm mit einem Schlag gewaltig in die Oberschenkelrückseite und von einer Sekunde auf die nächste war klar, dass er so unmöglich bis zum Schluss durchhalten könnte.

Ging es also in Runde 4 noch darum, um Platz 7 oder 8 zu kämpfen, galt es nun vielmehr, nicht in Tränen auszubrechen.

Mir persönlich ist dies offen gesagt nur teilweise gelungen, denn es fühlte sich einfach nur ungemein traurig und ungerecht an.

Als ich Max vor etwas mehr als einem Jahr kennenlernte und er sich unserem Team anschloss, da hatte er noch dicke Pauschbacken und war ein äußerst introvertierter junger Mann.

Max Black Headband

Zu diesem Zeitpunkt hätte wohl noch nicht mal er selbst daran geglaubt, dass aus ihm mal die Kampfmaschine und coole Socke „Max Strong“ werden würde.

Max Funky Monkey Posing

Sportlich hat er uns in der Zwischenzeit nahezu alle überholt (nur Alex und Sven können ihm noch Konkurrenz machen), aber dennoch ist er noch genauso bodenständig wie damals.

Keine großen Sprüche, kein Allüren!

Umso bedauerlicher, dass er sein selbst gestecktes Ziel nicht erreichen konnte und aufgeben musste.

Wer jedoch die Szene kennt und die Laufleistungen der anderen Teilnehmer einzuschätzen weiß, der weiß auch, dass Max in der Nacht die 40 Meilen (= 64km) definitiv erreicht hätte.

Von unserem Team muss er jedenfalls keinem etwas beweisen, denn wir wissen, was er zu leisten imstande ist!

Kopf hoch, Max!

Wir und speziell ich sind mega stolz auf dich!

Danke, dass du unserem Team immer noch die Treue hältst und uns nach wie vor bei unseren zahlreichen Schlachten zur Seite stehst.

Der WTM nächstes Jahr kann sich warm anziehen und ich gelobe feierlich, dass ich dich auch dabei nach Kräften unterstützen werde!

Aber Max hin, Max her, das Rennen musste natürlich irgendwie weiter gehen.

Und es wurde nicht wirklich besser…

Unsere Jungs und Mädels haben durch die Bank weg starke Leistungen geboten.

Ab einem gewissen Punkt starben sie aber irgendwann im Halbstundentakt weg wie die Fliegen.

Die Kälte bzw. die Nässe muss so brutal gewesen sein, dass wir gleich mehrfach hörten, dass sich einige Teilnehmer selbst an den Berlin Walls kaum noch abstoßen konnten.

Unsere Hobbyläufer landeten alle bei 15-25 Meilen und von da an waren dann nur noch Nadine (auf die ich gleich noch zu sprechen komme) und Dominik im Rennen.

Dominik hatte schon 6 Runden in den Knochen und draußen sah es ungelogen so aus:

Ich musste tierisch aufs Klo, hatte aber keinen Bock bei dem Regen das Zelt zu verlassen.

Und was macht der Kerl? Geht in seine 7. Runde!!!

Mega Respekt vor dieser Willensleitung!

Wäre er so eine Pussy wie ich, dann wäre ihm wohl einiges erspart geblieben, denn die Nacht nahm ihren traurigen Höhepunkt!

Irgendwann kam nämlich nicht Dominik, sondern eine von den Sanitäterinnen ins Zelt, um uns die traurige Botschaft zu überbringen, dass es Dominik bei Block Ness zerlegt hatte.

Dennis, der seinem Ruf als „Mutter Balu“ mal wieder alle Ehre machte, folgte ihm ins Krankenhaus (danke dafür!) und stattete Bericht ab.

Unser Patient konnte zu diesem Zeitpunkt schon wieder lächeln.

Dominik Krankenhaus

Dominik kann man zwar den Arm brechen und anschließend mit 13 Schrauben flicken, aber den Optimismus kann man ihm nicht nehmen.

Gute Besserung lieber Dominik, wir drücken dir die Daumen, dass du so schnell wie möglich wieder wirst!

Unmenschliche Leistungen und kleine Lichtblicke

Toughest Mudder 2018 Everest

Trotz all der zahlreichen Hiobsbotschaften und schlechten Nachrichten gab es zumindest kleine Lichtblicke.

Nadine hat es nämlich tatsächlich geschafft, mit 30 Meilen auf Platz 5 bei den Frauen zu laufen und somit 200 EUR an Preisgeld einzukassieren!

Eigentlich hatte sie sich 35 Meilen vorgenommen, aber da die Zeit für eine letzte Runde wohl nicht mehr gereicht hätte und die Sechstplatzierte weit genug weg war, konnten wir sie erfolgreich dazu überreden, auf eine 7. Runde zu verzichten.

Klar profitierte Nadine vom Nichterscheinen einiger Topguns und final auch von der Verletzung von Ulrikke, aber sie hat ihren Matchplan von Anfang bis Ende durchgezogen und ist zäher als der Großteil unserer Kerle (mich eingeschlossen) zusammen.

Nadine Toughest Mudder 2018

Auch wenn das also an dem Tag fast schon ein wenig untergegangen ist – herzlichen Glückwunsch zu deiner Leistung!

Ebenfalls happy konnten wir mit der Leistung von Will sein.

Will kennen wir von den englischen Events und es war uns eine Ehre, ihn ebenfalls als Pitcrew zu unterstützen.

Der Typ ist ähnlich wie Max eine Maschine und hat es am Ende tatsächlich geschafft, 40 Meilen und Platz 11 bei den Männern zu erreichen.

Will Toughest 2018

Awesome! Well done, my friend!

Wenn du dich jetzt fragst, wie man binnen von 8 Stunden 64km plus die ganzen Hindernisse absolvieren kann und am Ende trotzdem „nur“ 11. wird, dann liegt das unter anderem an verrückten Vögeln wie dem Engländer Tristan.

Der hat am Morgen vorher einfach mal eben noch schnell den Tougher gewonnen und 500 EUR Preisgeld abgestaubt und abends dann satte 50 Meilen abgespult und erneut allen das Fürchten gelehrt.

Der ist nicht durch die Box gelaufen, der ist förmlich durchgeflogen und sah selbst am Ende noch völlig entspannt aus.

Nicht von dieser Welt, sage ich dir 😀

Tristan Toughest 2018

Die meisten von uns müssten wohl sehr lange trainieren, um auch nur eine Meile sein Tempo gehen zu können.

Krasser Typ!

Ach ja, apropos krasse Typen, da hat sich der Uwe definitiv noch eine Erwähnung verdient.

Der Uwe ist kein Profisportler, sondern ein Normalo wie du und ich – nur halt mit langen Haaren 😉

Uwe Toughest Mudder 2018

Der Kerl ist ernsthaft am Samstagmorgen den Tougher Mudder und anschließend den Tough Mudder Half gelaufen, nachts dann mit stolzen 25 Meilen den Toughest Mudder und am Sonntagmorgen auch noch relativ entspannt den Tough Mudder Full.

Kann man mal machen 😀

Respekt alter Mann, das muss man erst mal nachmachen!

Fazit

Toughest Mudder 2018 Fazit

Der Europe's Toughest Mudder war ein absolut krasses Erlebnis, das bei ALLEN verdammt viel Energie gekostet hat, wie du dem Foto unschwer entnehmen kannst.

Meinem Team habe ich bereits gesagt, dass ich aufgrund all der schlimmen Ereignisse den Lauf eigentlich am liebsten vergessen machen würde.

Final gesehen sind bei mir jedoch doch die positiven Dinge hängen geblieben und selbst unsere Verletzten stimmten mir dabei zu.

In dieser Nacht sind nicht nur einige an ihre Grenzen und darüber hinaus gegangen, sondern wir sind auch als Team noch stärker zusammen gewachsen.

Jeder ist bedingungslos für den anderen da und stellt sich in den Dienst des Teams.

Ich denke du gestehst es uns zu, dass wir darauf echt stolz sind.

Wir haben damit nicht nur die Werte von Tough Mudder verinnerlicht, sondern dabei wohl so etwas wie den 7. Dan erreicht.

Tolle Menschen, tolles Team!

Ankündigung zum Camping in Süd & Eifel

Camping mit Mudder Guide

Crazy Rabatte!

Tough Mudder haut kurz vor Ende der Saison wieder extreme Rabatte raus!

Für die restlichen Events 2018 bekommt ihr Half Tickets ab 39€ und Full Tickets ab 49€. Das sind jeweils die Sonntagspreise. Für Samstag müsst ihr noch 10€ drauflegen.

Wenn ihr noch kein Ticket habt, schlagt zu. Billiger wird's nicht!

Zum Schluss noch eine kurze Ankündigung:

Beim Tough Mudder Süddeutschland werden wir wie gewohnt wieder bei den Knausenbergers aufschlagen und zelten und wenn du nicht brutal etwas verpassen möchtest, dann solltest du das auch!

Infos zur Anmeldung findest du auf unserer Campingseite.

Was den Tough Mudder in der Eifel anbelangt, so müssen wir dich leider erstmalig enttäuschen. Wir haben nichts gefunden, was uns einigermaßen zufrieden gestellt hätte.

Wir hoffen, dass da Tough Mudder künftig wieder etwas mehr Engagement zeigt und sich selbst um solche Dinge kümmert.

Wie auch immer, wir sehen uns in Süddeutschland, wenn ich mein 75er-Headband hole und zusammen mit den Mudder Guide and friends eine richtig coole Aktion raushaue.

Hoorah!!!

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