Tough Mudder Irland 2017 – wenn er groß ist, wird er mal ein richtiger Tough Mudder

Tough Mudder Irland 2017

Schon gespannt auf den Tough Mudder Norddeutschland 2017?

Wir auf alle Fälle, doch nach Schottland stand zunächst einmal noch der Tough Mudder in Irland auf dem Programm, ehe es ab nach Hermannsburg geht – der Eventkalender hat es dieses Jahr in sich!

Klammert man meinen USA-Trip mal aus, dann war es dieses Wochenende das erste Mal in diesem Jahr, dass ich (Michael) ohne ein weiteres Mitglied der originären Mudder-Guide-Crew unterwegs war.

Eigentlich wollte Sven noch mit, aber der überlegte es sich spontan doch noch anders und ließ es sich mit Frauchen in Griechenland gut gehen.

Sven & Christin in Griechenland

Alex hingegen wollte auch dieses Jahr wieder am Start sein, hatte alles gebucht, war startklar und dann passierte es SCHON WIEDER..

Pechvogel AlexDer Pechvogel hat regelmäßig mit Flugverspätungen und ähnlichem zu kämpfen, aber nach Norddeutschland 2016 kam es nun schon zum zweiten Mal knüppeldick für ihn.

Der Flieger in Hamburg flog mit erheblicher Verspätung los und zu dem Zeitpunkt war bereits klar, dass er den Anschlussflug in Manchester auf keinen Fall erreichen würde.

Das war es dann mit dem Tough Mudder Irland für ihn!

Aus! Vorbei!

Nun bin ich Running Gags gegenüber grundsätzlich nicht abgeneigt, aber der wird langsam aber sicher unlustig.

Hoffen wir mal, dass unser Fluglotse (auf die Ironie muss ich dann doch noch mal hinweisen) in der Zukunft etwas mehr Glück hat und dass sein Pech nun endlich aufgebraucht ist!

Umso glücklicher bin ich jedoch, dass ich dank Nadine und Tobi dennoch in guter Gesellschaft war.

TM Irland 2017 Gruppenbild vorm Start

Was kann der Tough Mudder Irland?

Ich muss dazu sagen, dass ich nach meinen Erfahrungen 2016 kein allzu großer Fan des Tough Mudders in Irland bin.

Warum?

Hier steht zwar Tough Mudder drauf, aber es stecken nur gut 70% Tough Mudder drin.

Hintergrund ist, dass Tough Mudder in manchen Ländern Lizenzen verkauft – Irland ist eines davon.

Die Ausrichter dürfen dank so einer Lizenz den Namen tragen und bekommen jede Menge Unterstützung von Tough Mudder, aber letztendlich steckt halt trotzdem nicht die professionelle Crew dahinter, die das ganze Jahr nichts anderes macht.

Das merkt man natürlich an der einen oder anderen Stelle.

Auch die offizielle Streckenkarte – im Stile einer Paint-Zeichnung – gab wenig Anlass zur Hoffnung, dass sich das Ganze seit letztem Jahr dramatisch verbessert haben würde.

TM Irland 2017 Streckenplan

Nun, was soll ich sagen?

Auch wenn Irland nach wie vor das schlechteste Event in Europa ist, so war es doch deutlich besser als erwartet!

Das ist vielleicht nicht unbedingt das, was man nach dem Sex hören möchte, aber das ist tatsächlich als Lob gemeint 😉

Wer zum Beispiel etwas für Nostalgie übrig hat, der freut sich über fast schon vergessene Hindernisse wie den Dead Ringer oder den Liberator.

Michael am Dead Ringer

TM Irland 2017 The Liberator

Und wer ein wenig Sinn für Humor hat, der funktioniert halt mal den Cage Crawl spontan zum „Cage Walk“ um 🙂

Cage Walk

Keine Frage, wenn man möchte, findet man genügend Dinge, worüber man sich beschweren könnte.

Zum Beispiel, dass es keinen Funky Monkey oder Augustus Gloop gab oder dass die Strecke entgegen der leicht geschönten Angaben in Wirklichkeit gerade mal 14,5 Kilometer hatte.

Man könnte auch enttäuscht darüber sein, dass es fast keine Fotografen auf der Strecke gab.

Dank einer relativ niedrigen Erwartungshaltung hat uns das aber alles nicht gejuckt und so konnten wir die durchaus schöne Strecke genießen.

TM Irland 2017 Gruppenbild

Vermutlich hat es auch nur mich halb in den Wahnsinn getrieben, dass die Lady mit dem Mikrofon im Zielbereich den Kong durch die Bank weg als „King Kong“ bezeichnet hat.

Da muss man eindeutig etwas mehr Ruhe entwickeln…

…so wie die Zuschauer!

Esel

Kommen wir aber noch mal kurz auf das Thema Humor zu sprechen.

In Deutschland macht man sich ja offensichtlich einen Spaß daraus, wenigstens einen Sponsor pro Jahr zu finden, der so gar nicht zum Event passt, so wie Crunchips letztes Jahr oder Pick-up dieses Jahr.

Das nachzumachen, wäre den Iren jedoch zu billig gewesen…

Anstatt den eigentlichen Event aufs Korn zu nehmen, haben sich die Iren dafür entschieden, mit den allgemeinen Erwartungen ans Land zu spielen.

Wer 1.200 Kilometer nach Irland reist, der macht sich zumindest insgeheim ein klein wenig Hoffnung, im Ziel ein schönes Guiness in Empfang nehmen zu dürfen, oder?

Ich traue mich kaum es zu schreiben, deshalb sieh am besten selbst, was uns im Ziel erwartet hat 😀

Erdinger Bierstand

Sehr geile Nummer, wir haben selten so gelacht 😀

Kleine und große Helden…

Aber lasst uns an dieser Stelle mal wieder ein wenig ernst werden, bevor der Bericht einen falschen Zungenschlag bekommt.

In Irland gab es so einiges zu feiern!

Black Headband, Baby!

Tobi hat mich am Dead Ringer und am Kong (da machen wir in Norddeutschland mal ein Video) schwer beeindruckt und so hat er sich mit einer richtig starken Leistung das schwarze Stirnband (10+ Tough Mudder) geschnappt.

Herzlichen Glückwunsch!

Tobi Black Headband

Ich muss sagen, dass ich extrem dankbar bin, dass ich bereits mindestens neun Leute (wenn ich gerade keinen vergessen habe) auf dem Weg zu diesem tollen Meilenstein begleiten durfte.

Für mich persönlich immer wieder ein Highlight!

Weil man sich das 10er-Headband aber natürlich nicht mit 14,5 Kilometern erschleichen darf, hat Tobi danach zusammen mit Nadine noch eine Ehrenrunde (die zählt natürlich nicht in die Wertung) gedreht.

Nadine & Tobi Ehrenrunde

Ich habe derweil das gemacht, was ich am besten kann – immerhin war das den Fotografen eines der wenigen Eventfotos wert 😉

Michael schläft

Eine Extraportion Motivation für uns alle

Wer mich kennt, der weiß, wie sehr ich Ausreden hasse.

Umso mehr feiere ich Leute wie den Kollegen links.

Irland Hero

Leider habe ich seinen Namen nicht mehr parat, aber der Kerl trägt auf der einen Seite eine Beinprothese und ist dennoch samstags und sonntags am Start gewesen!

Sonntags habe ich mit ihm zusammen den Pledge halten dürfen und es freut mich riesig, dass er nach Norddeutschland reisen wird, um dort sein schwarzes Stirnband zu holen.

Genau wegen so Leuten liebe ich Tough Mudder, geiler Typ!

Ach ja, was war noch gleich deine Ausrede oder die deiner Kumpels?

Es lohnt sich, da mal darüber nachzudenken…

Sonya – Queen of Mud

Chris James war letztes Jahr der erste Europäer, der sich das goldene Stirnband (50+ Tough Mudder) überstreifen durfte.

Das verschafft ihm bis heute – völlig mit Recht – einen kleinen Legendenstatus.

Chris James

Seit Samstag gibt es aber nun endlich ein weibliches Pendant und zwar die Engländerin Sonya Goodwin, sozusagen die neue Queen of Mud!

Mit ihr zusammen haben Alex und ich letztes Jahr Dubai unsicher gemacht – klasse Frau.

TM Dubai 2016 Finisher Bild

Während Nadine und Tobi gerade ihre zweite Runde gedreht haben, hatte ich das große Glück, Sonyas Zieleinlauf live miterleben und zusammen mit einigen anderen Volunteers und Legionären Spalier stehen zu dürfen.

Das Ganze war ein sehr emotionaler Moment, was in diesem Video glaube ich ganz gut rüber kommt.

Ein grandioser Moment, den sie so schnell sicherlich nicht vergessen wird!

Simon – ein absolutes Original!

Ich bin gerade dabei in meiner neuen Wohnung eine richtig geile Tough-Mudder-Wand zu gestalten und muss sagen, das wird schon leicht pornös.

Das ist aber alles nichts gegen Simon!

Simon ist ebenfalls einer von den Verrückten Engländern und durfte sich am Sonntag immerhin als sechster Europäer das goldene Stirnband schnappen.

Dafür hat er sich extra fein rausgeputzt, wie man sieht 😉

Simon 50. Lauf

Das Ganze wäre schon erwähnenswert genug, aber jetzt kommt die eigentlich krasse Nummer…

Auf dem Bild kann man es leider nicht erkennen, aber Simon hat jedes Tough-Mudder-Event an dem er teilgenommen hat mit Datum und Startnummer auf seinem Arm tätowiert, plus für jedes bereiste Land die jeweilige Flagge!

Zudem zieren das Tough-Mudder-Logo sowie der Pledge seine Waden…

Klingt verrückt?

Ist es auch!

Der Typ ist einfach der Knaller, herzlichen Glückwunsch! 😀

Fazit

TM Irland 2017 Fazit

Der Tough Mudder Irland hat es mal wieder gezeigt – nicht der DJ bestimmt wie gut die Party ist, sondern die Gäste!

Es gibt definitiv bessere Tough Mudder, aber wir hatten dennoch eine Menge Spaß und viele schöne Momente.

Jetzt können wir es aber kaum erwarten bis es in Hermannsburg endlich los geht.

Wir werden am Samstag wieder so gegen 8:30 Uhr am Merrell-Stand anzutreffen sein – schau auf alle Fälle mal vorbei!

HOORAH!

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