Tough Mudder London West II 2018 – ein Vorgeschmack auf die neue Tough Mudder Saison

Tough Mudder London West 2018

Nach vielen Monaten ohne Schlamm haben die Entzugserscheinungen nun endlich ein Ende – beim Tough Mudder London West II 2018 haben wir von Mudder Guide die neue Saison eingeläutet.

Wir verraten dir heute deshalb alles, was du kurz vor dem Auftakt in Deutschland wissen musst!

Übersicht

1. Zahlreiche Veränderungen im Vergleich zur Vorsaison – ein allgemeiner Überblick

London West 2018 Start

Im Vergleich zur Saison 2017 hat Tough Mudder zahlreiche Veränderungen vorgenommen.

Aus unserer Sicht sind einige Dinge besser geworden, andere leider schlechter und wiederum andere einfach anders.

Es liegt in der Natur der Sache, dass eine Bewertung hier nur höchst subjektiv erfolgen kann – beurteile insofern einfach selbst, was du von den jeweiligen Veränderungen hältst!

Loops – neues Rundensystem

Tough Mudder Loops

Als Tough Mudder das neue Rundensystem präsentiert hat, wurde es von den Legionären zunächst einmal reflexartig zerrissen.

Viele haben dabei wohl an so manchen anderen Hindernislauf gedacht, wo mit langen Distanzen und zahlreichen Hindernissen geworben wird und man am Ende den gleichen Quatsch einfach zwei Mal hintereinander macht.

So wurde das aber zum Glück nicht umgesetzt!

Was hat es also mit dem neuen Rundensystem auf sich?

Die Strecke ist nun unterteilt in eine blaue und eine orangene Runde (Englisch „Loop“).

Die blaue Runde entspricht dabei dem Tough Mudder Half und wird zunächst einmal von allen absolviert.

Wer den Tough Mudder Full läuft, macht danach einfach mit der orangenen Runde weiter.

Man muss dazu sagen, dass die Runden nicht völlig autark voneinander sind, sondern dass es phasenweise zu Überschneidungen kommt.

Drei Hindernisse (Kiss of Mud, Devil's Beard, Mud Mile) und so manchen Anstieg haben wir deshalb doppelt absolviert.

Kiss of Mud London Werst 2018

Die Überschneidungen fielen jedoch entgegen unserer Erwartungen gar nicht negativ ins Gewicht – mitunter wurde das Ganze durch die zusätzlichen Höhenmeter sogar aufgewertet.

Wer nicht völlig naiv ist, dem ist natürlich bewusst, dass Tough Mudder diese Änderung primär vorgenommen hat, um die Kosten zu senken.

Am Ende zählt aber das Ergebnis, richtig?

Hier bleiben für uns folgende drei Erkenntnisse hängen:

  1. Das neue Rundensystem ist perfekt für „gemischte“ Teams. Wir alle haben Leute im Bekanntenkreis, die man zunächst einmal höchstens zum Tough Mudder Half überreden kann. Dank der Loops hat man nun die Möglichkeit, zusammen an den Start zu gehen.
  2. Das Rundensystem ist auch für die Zuschauer attraktiver, da die Strecke nun kompakter ist und man in Folge dessen auch mehr Hindernisse sehen kann.
  3. Es kam zu keinem Zeitpunkt irgendwo zu Staus.

Unterm Strich hatten wir hier Schlimmstes befürchtet, wurden aber am Ende positiv überrascht.

Da dies jedoch durchaus auch von der Location abhängig sein mag, werden wir wohl erst gegen Mitte der Saison ein endgültiges Fazit ziehen können.

Leider hat Tough Mudder das Loop-System bisher noch nicht offensiv kommuniziert, weshalb auch noch nicht klar ist, ob dieses zum Standard erhoben wird.

Jene Info wäre für gemischte Teams allerdings sehr wichtig, sodass wir hier auf eine baldige Positionierung hoffen.

Repeat Offender – Belohnung für Wiederholungstäter

Tough Mudder Repeat Offender

Wir Mudder sind dem Grunde nach ziemlich primitiv und berechenbar.

Wenn es ein Headband dafür gäbe, einmal um das Mudder Village mit dem Sack zu hüpfen, dann würden es nicht wenige von uns machen.

Tough Mudder hat sich deshalb wohl gedacht, dass das was bei anderen Veranstaltern funktioniert, sicherlich auch bei der eigenen Kundschaft gut ankommt.

Deshalb wurde kurzerhand das Repeat Offender Program (Wiederholungstäter-Programm) ins Leben gerufen.

Um was geht es?

Ähnlich wie bei der Wettkampfserie, bei der es als Belohnung den „Holy Grail“ zu gewinnen gibt, gibt es nun auch einen Anreiz, mehrere Formate aus der Nicht-Wettkampfserie innerhalb eines Jahres zu absolvieren.

Es geht hier also um den Tough Mudder Full, Tough Mudder Half und den Tough Mudder 5k.

Absolvierst du zwei dieser Formate innerhalb eines Jahres, so giltst du als „2x Repeat Offender“ und wenn du sogar alle drei Formate gelaufen bist, dann entsprechend als „3x Repeat Offender“.

In beiden Fällen gibt es ein buntes Stirnband mit entsprechender Zahl und als „3x Repeat Offender“ obendrein noch eine hübsche Kettlebell für die Vitrine.

Was soll man davon halten?

Als Jäger und Sammler freut man sich sicherlich über neue Stirnbänder und wer kein Bock darauf hat, der soll es halt einfach lassen.

So einfach ist das 😉

Neue Headbands, Finisher-Shirts & Bibs

Tough Mudder Finisher Shirts 2018

Wer den „normalen“ Tough Mudder absolviert, der bekommt am Ende bekanntlich ein orangenes Stirnband.

Seit diesem Jahr enthält dieses den Zusatz „Full“, aber leider keine Jahreszahl mehr.

Das ist irgendwie schade und aus unserer Sicht eine Sparmaßnahme, die man sich vielleicht besser hätte verkneifen sollen.

Es ist nämlich dem Grunde nach ganz schön, wenn man direkt sieht, in welchem Jahr man sich welches Headband erworben hat.

Andererseits spricht hier natürlich auch wieder die Macht der Gewohnheit, denn auf den Stirnbändern für Legionäre standen auch noch nie Jahreszahlen darauf und das hat keinen gejuckt.

Apropos Headbands für Legionäre, da gab es einige Änderungen:

Vor geraumer Zeit wurde ja bereits angekündigt, dass es in der neuen Saison 75er- und 100er -Stirnbänder geben wird.

Dass Tough Mudder diese Stirnbänder jemals benötigen würde, hätten sie wohl selbst nicht geglaubt, aber der Bedarf ist tatsächlich vorhanden.

Letztes Jahr knackte Jim Campbell aus den USA als erster Mudder überhaupt die 100er-Marke und jetzt am Sonntag erhielt Chris James als erster Europäer das 75er-Headband.

Chris James 75x Tough Mudder

Wie wurde das farblich nun gelöst?

Während die 25er- und 50er Headbands jeweils schwarz waren und einen silbernen bzw. goldenen Rand hatten, sollten die 75er- und 100er-Headbands stattdessen silber bzw. golden sein und einen schwarzen Rand haben.

Gut improvisiert, könnte man sagen!

Sehr erstaunt waren wir jedoch darüber, dass das 25er-Headband nun nicht mehr silber, sondern türkis ist!

Neues 25er Headband

Das Stirnband sieht definitiv ganz cool aus, stellt jedoch eingefleischte Mudder vor „existenzielle“ Probleme:

  • Wer schon ein goldenes Stirnband hat, wird nie mehr eines in Türkis bekommen.
  • Wer sich schon die ganze Zeit auf Silber gefreut hat, muss jetzt mit Türkis Vorlieb nehmen.
  • Wer über 25 Events, aber noch keine 50 hat, ärgert sich über den „Mischmasch“ in seiner Sammlung.

Never change a running system!

Was die Shirts anbelangt, so fällt unser Fazit überwiegend positiv aus.

Die Machart ist im Prinzip identisch wie letztes Jahr und somit von der Qualität her wieder überragend.

Die Shirts sind dieses Jahr allerdings nicht grau, sondern blau.

Farben sind bekanntlich immer Geschmackssache, aber im Großen und Ganzen kam das gut an.

Nur bei den Shirts für den Tougher Mudder wirkt das etwas unglücklich, denn Blau und Gelb beißen sich einfach.

Da Merrell nicht mehr Titelsponsor, sondern nur noch „normaler“ Sponsor ist, fiel das „presented by Merrell“ weg.

Stattdessen hat es nun das „Full“ auch auf die Shirts geschafft (beim Half stand auch letztes Jahr schon „Half“ drauf).

Hiervon mag man wieder halten was man möchte, aber zumindest optisch sieht es nicht schlecht aus.

Im Krageninneren befindet sich lustigerweise der Hinweis, dass man das Shirt doch bitte mit Schlamm waschen möge.

Finisher Shirt 2018 Innenbeschriftung

Apropos Kragen, das ist das einzige fette Minus:

Die Shirts fallen identisch wie letztes Jahr aus, aber der Kragen ist plötzlich übertrieben eng.

So kann es sein, dass das Shirt in S wie angegossen sitzt, man aber kaum mit dem Kopf durchkommt.

Das heißt also entweder eine Nummer größer nehmen oder die Gefahr eingehen, dass irgendwann die Naht reißt.

Ach ja, erwähnenswert ist noch, dass die Starter beim Tougher Mudder nun – wie man es schon vom Toughest und WTM kennt – eine Bib bekommen.

Tougher Mudder Bibs

Die sehen cool aus, erleichtern es einem das Wettkampfgeschehen im Blick zu behalten und zudem haben die Mudder wieder etwas, was sie sammeln können 😉

Startnummern & Fotos

Tough Mudder Startnummern QR

Hier werden sich jetzt wieder die Geister scheiden, denn diese Änderung bringt je nach Betrachtungswinkel Vor- und Nachteile mit sich.

Anstelle der Startnummer erhält jeder Teilnehmer einen Aufkleber mit einem QR-Code.

Für einige Teilnehmer gleicht das fast einem Weltuntergang, denn nicht wenige sammeln ihre Startnummern (warum auch immer).

Wenn man jedoch nicht zu dieser Gattung gehört, dann bringt das neue System einige Vorteile mit sich:

  • Dank des QR-Codes können die Fotos den Teilnehmern viel besser zugeordnet werden (sofern wir das nicht falsch verstanden haben).
  • Man muss nicht immer Löcher in die Shirts machen und rammt sich auch keine Sicherheitsnadeln in den Bauch.
  • Es ist deutlich einfacher den Aufkleber mit ins Ziel zu retten als die Startnummer.
  • Man spart vorm Start Zeit.

Ob das mit der Fotozuordnung nun wirklich besser klappt, wird sich zeigen, aber wir sind recht zuversichtlich.

Wie wir aus sicherer Quelle wissen, experimentiert Tough Mudder auch gerade mit Gesichtserkennung.

Dann ließen sich auch solche Bilder problemlos einer Person zuordnen:

Tough Mudder Gesichtserkennung

Wir dürfen also gespannt sein!

Active – das neue Ticketsystem

Active Logo

Tough Mudder hat sein Ticketsystem von Eventbrite auf Active umgestellt und wie so oft bei einem technischen Wechsel, verlief das nicht ganz reibungslos.

Da wir alle Besitzer von Jahreskarten sind, können wir aktuell viele Spezialfragen noch nicht beantworten und müssen deshalb relativ häufig an den offiziellen Support von Tough Mudder verweisen (die werden im Gegensatz zu uns ja auch dafür bezahlt).

Super an dem neuen System ist, dass die Verzichtserklärungen in Papierform nun endlich der Vergangenheit angehören.

Wir mussten unseren Haftungsverzicht lediglich noch mal am Tablet vor Ort bestätigen (obwohl man das schon bei der Bestellung macht), was deutlich bequemer ist.

Einige Dinge müssen jedoch noch nachgebessert werden.

So konnten Sven und Max zwar mit ihrem Season Pass jeweils für Samstag und Sonntag den Full buchen, nicht jedoch zusätzlich einen Half am Samstag.

Das System ist also noch nicht zu 100% auf Freaks angepasst.

Wir sind zuversichtlich, dass die Kinderkrankheiten in den nächsten Monaten beseitigt werden.

Kostenlose Starts für Volunteers

Schichtablauf für Tough Mudder Helfer

Ganz ehrlich, hier kann es keine zwei Meinungen geben!

Die Volunteers leisten einen überragenden Job und jetzt werden sie für ihre Mühen auch endlich adäquat belohnt.

Wer ganztägig hilft, darf an einem anderen Tag kostenlos starten und wer halbtags aushilft, bekommt immerhin 80% Ermäßigung.

Diese Lösung ist uns deutlich sympathischer als die alte.

Gut gemacht, Tough Mudder!

Die neuen Schuhe von Merrell – Merrell All out Crush Tough Mudder 2.0

Merrell All out Crush Tough Mudder 2

Uns haben schon einige Fragen erreicht, wie die neuen Schuhe von Merrell* sind.

Natürlich können wir noch keine Langzeitaussagen treffen, aber unser erster Eindruck war unisono überragend!

Wir hatten wie du weißt bislang schon so manche Modelle im Einsatz, aber so leicht und bequem war bislang noch kein anderer Schuh.

Was das neue Mesh-Material anbelangt, so waren wir zunächst extrem skeptisch, da wir befürchtet haben, dass durch die vielen Löcher zwar das Wasser gut abläuft, sich dafür aber auch jede Menge Schlamm und Geröll im Schuh sammelt.

Unterm Strich schnitten die Schuhe diesbezüglich aber nicht schlechter ab als die 1.0er-Variante oder die Reeboks oder Salomons – da unsere Mitläufer sehr gemischt ausgestattet sind, konnten wir das gut vergleichen.

Alles im grünen Bereich und auch ansonsten sind bislang keinerlei Schwachstellen zu erkennen.

Wir werden zeitnah unsere Schuhseite anpassen, aber der Merrell All out Crush Tough Mudder 2.0 wird auf alle Fälle unser neuer Favorit!

Hier kannst du ihn jetzt schon bestellen, um ihn noch rechtzeitig für den Tough Mudder in NRW einlaufen zu können.

Camping in England

Tough Mudder Camping

Das Tough Mudder Camping hat in England große Tradition.

Umso erstaunter waren wir als wir hörten, dass es in London West und Midlands dieses Jahr kein offizielles Camping gibt.

Bei anderen Events wird hingegen nach wie vor Camping angeboten.

Wir kennen nicht die Hintergründe, hoffen aber, dass das nicht als Trend zu verstehen ist.

Das ist schade für die Stimmung und geht natürlich auch zusätzlich auf den Geldbeutel, wenn man sich ein Hotel suchen muss.

Zum diesjährigen Camping in Deutschland sagen wir weiter unten noch etwas, aber falls du es gar nicht erwarten kannst, kannst du auch gerne hier schon mal schauen.

2. Tough Mudder Hindernisse 2018 – eine erste Tendenz

Dennis Berlin Walls sexy

Auf diesen Teil bist du sicherlich am meisten gespannt.

Wir können nach einem Event noch keine absoluten Aussagen für die gesamte Saison treffen, aber ein erster Fingerzeig ist das allemal.

Sei gespannt!

Nanu, was ist denn mit dem Funky Monkey und dem Everest los?

Als wir den Funky Monkey gesehen haben, konnten wir zunächst unseren Augen nicht trauen.

Funky Monkey London West 2018

Wo zum Henker ist denn das Wasser?

Da stand ernsthaft der Funky Monkey und darunter lagen ein paar Matten.

Auch hier liegt der Verdacht des Spardiktats nahe, aber es könnte natürlich genauso gut sein, dass es baulich irgendwelche Probleme gab und man deshalb improvisieren musste.

Wir wollen deshalb zunächst einmal den Tough Mudder in Midlands abwarten.

Beim Funky Monkey liegt der Reiz ja eigentlich gerade darin, nicht nass zu werden und bis zur letzten Sekunde zu kämpfen.

Ohne Wasser geht dieser Reiz natürlich nahezu gänzlich verloren!

Dass das Hindernis trotzdem viel Spaß gemacht hat, ist der Tatsache geschuldet, dass der Aufbau diesmal umgekehrt war, d.h. man begann mit den Rädern und endete mit den Sprossen.

Da konnte man einfach mal ein wenig freestylen und neue Sachen ausprobieren.

Michael Funky Monkey London West 2018

Die Monkey Bars waren aber leider gerade und verliefen nicht schräg nach oben, sodass der Schwierigkeitsgrad doch deutlich nach unten ging.

Wie gesagt, mal ganz nett für zwischendurch, aber wenn es so bleibt, dann definitiv ein Downgrade!

Apropos Downgrade…

Der Everest hat sich letztes Jahr ein wenig zum Politikum entwickelt.

Hintergrund ist, dass einige versucht haben hoch zu springen (was man ja nicht machen soll), dabei keine Hand zum Fassen bekommen und sich dann ganz elegant mit dem Gesicht abgebremst haben…

Irgendeine *setze hier ein Schimpfwort deiner Wahl ein* hatte dann wohl gemeint, mit ihrem Unvermögen jede Menge Kohle ziehen zu können, indem sie eine Schmutzkampagne initiierte.

Mit ihrer entstellten Fratze wurde dabei auf die Gefahren des Everests hingewiesen, was die Rechtsabteilung von Tough Mudder viele Wochen lang intensiv beschäftigt haben dürfte.

Seither wurde insbesondere in UK immer mal wieder an der Höhe geschraubt, teilweise kamen Seile zum Einsatz, usw.

Auch wenn Tough Mudder das sicherlich nicht aus freien Stücken gemacht hat, so ist das was wir in London West vorgefunden haben ein Witz.

Der Everest befand sich am Ende der Half-Loop, also für den Rest in der Mitte. Da haben die Leute noch jede Menge Power.

Dank neuer Platten war der Grip deutlich besser und zu allem Überfluss der Everest als solcher spürbar niedriger (auf der linken Seite sogar noch niedriger).

Everest London West 2018

Konnte man sich also vor einigen Monaten noch etwas darauf einbilden, den Everest alleine zu schaffen, so ist das mittlerweile für einen nicht unwesentlichen Teil der Teilnehmer der reinste Kindergeburtstag!

Sehr, sehr schade!

Kong & Kong Infinity

Kong Infinity London West 2018

Kong Infinity war bei näherer Betrachtung das einzige große neue Highlight in dieser Saison.

Das Hindernis ist technisch sehr anspruchsvoll, phasenweise kraftintensiv und je nach äußeren Bedingungen auch kein Selbstläufer.

Sehr empfehlenswert, hat richtig Spaß gemacht!

Wir werden in Midlands auf alle Fälle ein paar Videos davon machen – du sollst ja schließlich auch einen Grund haben, unsere nächsten Blogbeiträge zu lesen 😉

Direkt neben Kong Infinity stand noch eine Variante des alten Kongs mit den Ringen, die bei näherer Betrachtung dem früheren Hangin‘ Tough entspricht, nur ohne Wasser.

Konkret heißt das, dass man knapp über Bodenhöhe von einer Plattform zur nächsten schwingen musste.

Da das nur das Alternativhindernis gedacht war und nicht wie letztes Jahr als Legionärshindernis, ging das in Ordnung.

So kam es immerhin zu keinen größeren Staus und der eine oder andere konnte mal an seinen Skills an den Ringen arbeiten, auch wenn er vielleicht mit der Höhe auf Kriegsfuß steht.

Wir freuen uns jedenfalls schon auf unsere nächsten Spielereien am Kong Infinity!

Alte Klassiker

Tough Mudder hat angekündigt, dieses Jahr immer mal wieder alte Klassiker aufleben zu lassen.

Nein, Olaf ist damit nicht gemeint…

Olaf unser Klassiker

Gemeint sind natürlich die Hindernisse.

Dies fühlte sich in letzter Konsequenz jedoch teilweise eher wie eine Rolle rückwärts als nach Nostalgie an:

Die Electroshock Therapy befand sich mitten auf der Strecke und wirkte somit für eingefleischte Mudder regelrecht deplatziert.

Positiv hervorzuheben war hingegen Shawshanked. Hier hoffen wir nach wie vor, dass das Hindernis endlich nach Deutschland kommt, weil es definitiv eines der Highlights ist!

Ebenfalls cool war, dass auf der zweiten Runde mit „T-Boned“ eine Variante der Berlin Walls (diese galt es in der ersten Runde zu absolvieren) zum Einsatz kam, die es bislang nur beim Toughest gab.

Mit Füßen lässt sich die Nummer natürlich deutlich einfacher lösen, aber hier ein kleiner Eindruck von T-Boned:

Insgesamt also ein guter Mix bei den Hindernissen, der einen Legionär allerdings nicht mit der Zunge schnalzen lässt.

Das neue Finisher-Hindernis

Pyramid Scheme 2.0 London West 2018

Mit viel Getöse wurde das neue Finisher-Hindernis angekündigt – Happy Ending bzw. Third Rail.

Erst sollte es die Pyramid Scheme rauf gehen und dann sollte man mitten durch Stromkabel in ein Wasserbecken rutschen.

Krasse Nummer!

Und was ist gekommen?

„Pyramid Scheme 2.0“ – sozusagen die unspektakuläre erste Hälfte des Hindernisses.

Der Zusatz 2.0 hört sich immer nach einer Verbesserung an, aber das ist in dem Fall irreführend.

Vor der Pyramid Scheme war ein Wasserbecken, das sollte wohl die 2.0 rechtfertigen.

Das gab es in ähnlicher Form aber bereits schon letztes Jahr bei diversen Events.

Die Idee dahinter ist einfach, dass man keinen Anlauf nehmen kann.

Einer allzu ausgeklügelten menschlichen Pyramide hat es allerdings nicht bedurft, denn in der Mitte war ein Holzbalken festgeschraubt.

Hatte man diesen Punkt einmal erreicht, war der Rest ein Kinderspiel.

Wirklich scharf waren wir nicht auf Third Rail, aber Pyramid 2.0 ist so gänzlich unspektakulär, dass man sich einen größeren Gefallen getan hätte, auf die großen Ankündigungen zu verzichten und stattdessen Kong Infinity als Finisher-Hindernis zu promoten.

Wir sind gespannt, ob das Ganze bei anderen Events genauso organisiert ist.

So hat man jedenfalls eine Chance verpasst.

Zwischenfazit

Michelle Cage Crawl

Wie fällt unser Zwischenfazit – rein bezogen auf die Hindernisse – aus?

Nun, die Frage ist zunächst, wie der Selbstanspruch von Tough Mudder aussieht.

Ist es deren Ziel, sich jedes Jahr selbst zu übertreffen und eine Duftmarke in der OCR-Branche zu setzen?

Wenn ja, dann haben sie dieses Ziel – zumindest zum Saisonauftakt – klar verfehlt.

Das Niveau war in der Summe maximal so hoch wie im letzten Jahr, eher noch etwas darunter.

Wäre aber jemand, der zum ersten Mal einen Tough Mudder läuft enttäuscht?

Wohl kaum!

Wir Legionäre sind da natürlich extrem verwöhnt und viel anspruchsvoller.

Wir wollen Superlativen, keine Kompromisse!

Keine Kompromisse

Betriebswirtschaftlich war das ohne Zweifel ein großer Coup von Tough Mudder. Die Kosten konnten vermutlich massiv gesenkt werden (ohne genaue Zahlen zu kennen), ohne dass die Qualität signifikant darunter gelitten hat.

Insgesamt bewegt man sich mit dieser Strategie jedoch auf sehr dünnem Eis, denn das kann ganz schnell kippen und plötzlich hat man den Anschluss verpasst.

Wir hatten mega viel Spaß in London West (dazu gleich mehr), aber das liegt natürlich auch an unserer genialen Truppe.

Vermutlich hätten wir zusammen sogar im Wartezimmer vom Zahnarzt Spaß.

Du kannst dich aus unserer Sicht auf eine tolle Saison freuen, aber nicht unbedingt auf eine Saison der Superlativen!

3. Wie wir den Tough Mudder London West II 2018 insgesamt empfunden haben

London West 2018 Gruppenbild

Eine Woche zuvor, beim Tough Mudder London West I, ging an gleicher Ort und Stelle wohl noch so einiges drunter und drüber und auch das Wetter war alles andere als einladend.

Tough Mudder hat daraus seine Lehren gezogen und ordentlich nachgebessert, wie uns mehrere Seiten versichert haben und siehe da, schon waren uns auch die Wettergötter gnädig.

Gnädig ist genau genommen untertrieben, denn wir hatten an beiden Tagen Sonne satt und das in England!

Wenn uns nicht alles täuscht, waren wir noch nie mit so einer großen Gruppe im Ausland am Start und es deutet vieles darauf hin, dass das eher die Regel als die Ausnahme wird.

Nicht gerade selbstverständlich, wenn man bedenkt, dass wir aus allen Himmelsrichtungen kommen und da jedes Mal ein riesiger logistischer Aufwand dahinter steckt.

Gruppenbild mit Gil

Doch völlig unverhofft bekam unsere Gruppe am Samstag dann noch einen internationalen Touch.

Gil, der bekanntlich coolste Warm-up MC auf Erden, hat am Start gefragt, wer zum ersten Mal hier ist und völlig alleine an den Start geht.

Daraufhin meldete sich Arun, ein Inder, der schon seit 20 Jahre in England lebt.

Gil hat uns dann gefragt, ob wir Arun in unserer Gruppe aufnehmen würden und da ließen wir uns natürlich nicht zwei Mal bitten.

Wir kamen zusammen ins Ziel und hatten dabei eine Menge Spaß.

London West Finish Samstag

Arun hat sich darüber so sehr gefreut, dass er Olaf und Maggy spontan zum Essen einlud – diese blieben nämlich im Gegensatz zum Rest noch etwas länger in England.

Coole Nummer und irgendwie typisch Tough Mudder!

Was die Strecke anbelangt, so war diese recht anspruchsvoll und ein guter Vorgeschmack auf NRW.

Höhenmeter satt, da wurde nicht gegeizt!

Killa Gorilla London West 2018

Die Orga lief ebenfalls reibungslos und es kam trotz vieler Teilnehmer nirgendwo zu Staus.

Da die Strecke dank der Loops etwas kompakter war, hörte man relativ häufig Musik, was ebenfalls cool war.

Wenn sich das also bei den Hindernissen vielleicht ein klein wenig zu negativ angehört hat, dann muss man das an dieser Stelle etwas relativieren.

Tough Mudder liefert konstant gut ab und wir freuen uns riesig auf die kommenden Events, auch wenn wir uns phasenweise – verwöhnt wie wir sind – etwas mehr versprochen hätten.

London West gehört zusammen mit Schottland und Yorkshire definitiv zu den Läufen, die man in Angriff nehmen sollte, wenn man sich für einen Tough Mudder im Ausland interessiert.

TM London West Finish Sonntag

4. Wichtige Ankündingen in eigener Sache

Nach der anstrengenden Saison 2017 mussten wir erst mal wieder Kräfte sammeln, aber natürlich waren wir in der Zwischenzeit nicht untätig.

Michael schläft

Hier ein kurzes Update, damit du auf dem Laufenden bist.

Das hat sich mit dem Relaunch unserer Seite geändert

Vielleicht ist es dir schon aufgefallen, aber unsere Seite ist nun deutlich strukturierter, schöner bebildert und lädt deutlich schneller.

Manche Kapitel in unserem Guide haben wir zusammengefasst oder komplett überarbeitet.

Hier kannst du dir einen Überblick über unsere neue Struktur verschaffen.

Doch nicht nur das, unser Trainingsprogramm „Wecke den Mudder in dir!“ ist ab sofort ganzjährig verfügbar!

Wecke den Mudder in dir!

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Unser eBook – Update erfolgt in Kürze

Wie du vielleicht weißt, haben wir letztes Jahr den Ultimativen Tough Mudder Guide veröffentlicht.

Wer bereits zu unseren Unterstützern zählt, wird spätestens Ende Mai sein kostenloses Update erhalten.

Wir wollen jedoch zunächst einmal den Tough Mudder Midlands abwarten, bevor wir unsere Änderungen finalisieren.

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Camping in Deutschland

Camping mit Mudder Guide

Auch hier waren wir nicht untätig.

Tough Mudder wird wieder nur in Berlin-Brandenburg ein offizielles Camping anbieten, aber wir sind zuversichtlich, dass wir überall zusammen mit euch campen können.

Nord- und Süddeutschland sind schon geklärt und was NRW anbelangt, so gehen wir davon aus, dass wir in wenigen Tagen zu einem Ergebnis gekommen sind.

Sobald wir da final Bescheid wissen, kommunizieren wir das über unseren Newsletter.

Näheres hierzu findest du auch auf unserer Camping-Seite.

Insofern – einen guten Start in die Saison und bis in Kürze!

Hoorah!!!

2 Comments

  1. Oli 10. Mai 2018
  2. Hermann 12. Mai 2018
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