Europe’s Toughest Mudder 2019 – Bis an die Grenzen und darüber hinaus

ETM 2019

Hinweis: Der Beitrag wurde am 19.08.2019 auf vielfachen Wunsch noch mal überarbeitet und wer ihn damals gelesen hat, der weiß auch vermutlich warum. Inhaltlich weiche ich jedoch keinen Zentimeter von meinem Standpunkt ab.

Am Wochenende fand nicht nur der Tough Mudder Midlands 2019 statt, sondern an gleicher Stelle nachts auch der Europe's Toughest Mudder (ETM) 2019.

Ich (Michael) denke unsere „normalen“ Läufer sehen es mir deshalb sicherlich nach, wenn wir es bei ein paar wenigen Bildeindrücken belassen und uns ansonsten schwerpunktmäßig dem ETM widmen.

Tough Mudder Midlands 2019

Zugegeben, ein klein wenig zu beneiden waren Dennis, Jean, Dominik, Christoph und Päddy schon, denn diese konnten es im Gegensatz zu uns Nachtläufern deutlich entspannter angehen und weit angenehmere Temperaturen genießen.

Tough Mudder Midlands 2019 Gruppenbild

Midlands bietet eine sehr schöne Strecke mit viel Natur und ist weitestgehend flach. Ein Stück weit erinnert das Ganze deshalb an den Tough Mudder in Norddeutschland.

Als ich die Bilder auf der Kamera gesichtet habe, fiel mir ein Bild direkt ins Auge, aber ehe ich dir das zeige, siehst du hier zunächst ein Foto von Päddy und Michelle aus dem letzten Jahr:

Michelle & Päddy romantisch in Midlands

Die liebe Michelle befindet sich aktuell leider einige Monate in Kanada. Hätte ich als Teamchef ein Wörtchen mitzureden gehabt, wäre jetzt Päddy dort und Michelle bei uns, aber manche Sachen muss man eben so nehmen wie sie kommen 😉

Päddy scheint Michelle jedoch nicht ganz so sehr zu vermissen, denn er hat sie einfach eiskalt ersetzt #bromance

Päddy & Christoph Midlands 2019

Jungs und Mädels, ihr habt das sicherlich wie immer klasse gemacht, aber mit dem nachfolgenden Bild verabschieden wir uns wie bereits angekündigt auch schon direkt in Richtung ETM 😉

Midlands 2019 Finish

Europe's Toughest Mudder – Regeln, Änderungen und sonstige Hintergründe

Obwohl mit wenigen Stunden Unterschied zeitgleich ein Toughest Mudder in Philly stattgefunden hat, hat es sich der neue Präsident von Tough Mudder, Kyle McLaughlin, nicht nehmen lassen, persönlich zu erscheinen.

Mit den neuen Hindernissen hat er schon sehr vieles richtig gemacht und nun wollte er sich ein Bild davon machen, ob auch die Entwicklung des Toughest Mudder in die richtige Richtung geht.

Ziel war es, den Toughest Mudder von den Rahmenbedingungen her näher an den World's Toughest Mudder (24-Stunden-Lauf) zu bringen.

Aus diesem Grund gab es im Wesentlichen drei Änderungen:

  • Erhöhung der Renndauer von 8 auf 12 Stunden
  • Pit Area mit eigenen Zelten anstatt eines großen Zeltes wie noch in Berlin
  • Einführung von Teamwertungen

Der Lauf startet um 20:00 Uhr und geht bis 08:00 Uhr morgens. Ziel ist es dabei, so viele Runden (1 Runde = 5 Meilen = 8 Kilometer mit 19 Hindernissen, die jedoch nicht immer alle gleichzeitig offen sind) wie möglich zu absolvieren, wobei Teams (2er- und 4er-Teams) die erste und die letzte Runde zusammen laufen und bei allen Runden dazwischen mindestens 50% des Teams auf der Strecke sein müssen.

Es gibt „Must-complete-Hindernisse“, die auf alle Fälle geschafft werden müssen, wie beispielsweise The Block Ness Monster, Arctic Enema, Mudderhorn usw. und Hindernisse wie den Everest, Funky Monkey usw., bei denen im Falle des Scheiterns Strafrunden folgen.

Insgesamt 574 Teilnehmer haben sich dieses Mal der Herausforderung gestellt, was zum Start schon ein illustres Bild abgab.

Was das Starterfeld anbelangte, so gab es keine quantitativen Veränderungen, aber sehr wohl qualitative.

Das Niveau war in der Spitze deutlich niedriger, was daran lag, dass Tough Mudder das Preisgeld gestrichen hat. So durfte man vor Ort zwar richtig gute Sportler erleben, aber eben nicht unbedingt die Topathleten wie in der Vergangenheit.

Uns sollte das jedoch zu Gute kommen, denn so konnten wir vorne ordentlich mitmischen, wie du gleich noch sehen wirst 😉

Nicht unerwähnt lassen wollen wir, dass nicht nur einige Mudder Guides am Start waren, sondern generell überraschend viele Deutsche – sehr coole Nummer!

Unabhängig von der Nationalität muss man aber generell vor jedem den Hut ziehen, der sich dieser Herausforderung stellt.

Die Temperaturen fielen auf rund 4 Grad in der Nacht und wenn du dir das nachfolgende Bild anschaust und dir bewusst machst, dass bei diesen Bedingungen Leute ins Eiswasser springen, kurz darauf einen Fluss durchqueren und vieles mehr, dann kannst du dir sicherlich vorstellen, dass die unzähligen Meilen wohl fast noch das kleinere Problem sind.

ETM bei Nacht

Kopf-an-Kopf-Rennen in der Duo-Wertung

Unabhängig vom Teilnehmerfeld haben wir die größten Hoffnungen in Sven (der Mann mit dem Hut) und Max gesteckt, denn es war klar, dass es schwer werden würde, die beiden zu schlagen – selbst wenn Max zwei Wochen vor dem Start sogar noch mal ins Krankenhaus musste.

So überraschte es auch wenig, dass sie sich von Anfang an die Spitze setzten.

Die „Sprintlap“ liefen beide regelgemäß zusammen und dann sah der Plan so aus, dass Max noch weitere 4-5 Runden ballert und Sven dann übernimmt.

Max war voll im „Beastmode“ und lief ganz vorne mit den Spitzenathleten der Einzelwertung mit. Alles lief nach Plan…

…doch dann wurde es von jetzt auf gleich turbulent!

Max bekam Probleme mit dem Oberschenkel, sodass Sven aus dem Schlaf gerissen werden musste, völlig orientierungslos im Dunkeln seine Klamotten suchte, sich anzog und direkt von 0 auf 100 starten musste.

Ziemlich krasse Situation, die man so definitiv keinem wünscht.

Dieser unplanmäßige Wechsel hat etliche Minuten gekostet, sodass unsere Freunde aus Deutschland, Lars und Lukas, die Gunst der Stunde nutzten und an unserem Duo vorbeizogen.

Lars und Lukas ETM 2019

Obwohl Sven und Max in der Folge noch mehr als ordentlich ablieferten, haben sich Lars und Lukas diesen Vorsprung nicht mehr nehmen lassen.

Ganz starke Leistung von allen vieren, besonders wenn man bedenkt, mit wie vielen Verletzungen sich Lars letztes Jahr herumschlagen musste.

Beide Teams absolvierten 50 Meilen (nur der Sieger der Einzelwertung hatte mehr) und standen am Ende völlig verdient oben auf dem Treppchen (das drittplatzierte Team war nicht bei der Siegerehrung anwesend).

Siegerehrung Duo ETM 2019

Da alle vier beim diesjährigen World's Toughest Mudder in Atlanta am Start sein werden, fordere ich die beiden Teams hiermit offiziell dazu auf, sich zu einem Viererteam zusammenzuschließen und für Deutschland eine Platzierung unter den ersten 5 zu holen!

Ich bin fest davon überzeugt, dass das eine geniale Idee ist, denn bei einem Viererteam kommt es auf die Homogenität an, damit im Fall der Fälle jeder mit jedem laufen kann und das wäre in dem Fall absolut gegeben!

Spannende Viererwertung von grober Unsportlichkeit überschattet

ETM Szenerie

Obwohl ich bis dato schon 80 Tough Mudder auf dem Buckel hatte, habe ich immer gesagt, dass man mich niemals beim Toughest Mudder sehen wird. Erstens bin ich kein wirklicher Läufer und zweitens viel zu verfroren…

Aber die Staffel, die hat mich verdammt noch mal gereizt, weil ich wusste, dass ich dafür genug Power und vor allem den nötigen Biss habe und natürlich auch, weil ich wusste, dass da platzierungstechnisch was gehen müsste.

Genau deshalb habe ich frühzeitig den „Mudder Guide Express“ mit Teamkameraden zusammengestellt, die nominell gesehen allesamt besser sind als ich – ich sah mich mehr für die Taktik usw. verantwortlich 😉

Mit Fabi, Flo und Robin hatte ich drei Maschinen am Start und unser Ziel war es, 10 Runden zu schaffen (da ahnten wir allerdings noch nicht, dass in der zweiten Runde schon fast alle Hindernisse offen sein würden).

Wir kamen gut weg und lagen zu unserer eigenen Überraschung von Anfang an vorne. Nach der ersten Runde war uns klar, dass wir das Ding heute sogar gewinnen können, was uns einen ziemlich Push gegeben hat.

Robin hatte einen bärenstarken Tag und war kaum zu bändigen. Rückblickend betrachtet hat er mit seinem Tempo vielleicht Fabi und Flo anfangs ein klein wenig überfordert.

Eigentlich sah der Plan so aus, dass ich von den 10 Runden nur 4 laufe, aber als ich zusammen mit Flo in Runde 5 (das war erst meine zweite) gestartet bin, war schnell klar, dass wir umdisponieren müssen.

Fabi war klinisch tot und völlig durchgefroren und Flo hatte große Mühe mit mir Schritt zu halten, weshalb ich unplanmäßig eine Double Lap eingelegt habe und mit Robin in die 6. Runde gestartet bin.

ETM Michael

Das Tempo war in Ordnung, aber danach war auch ich völlig durchgefroren. Ich brauchte Hilfe beim Aus- und Anziehen, war kaum in der Lage eine Becher zu halten und zitterte trotz vier Decken mit Fabi um die Wette.

Bis auf Robin waren wir jetzt alle ein Fall fürs Erste-Hilfe-Zelt, aber wir wären keine Mudder Guides, wenn wir ernsthaft an Aufgeben gedacht hätten.

Also startete ich mit Flo in die 8. Runde und damit in meine zweite unplanmäßige Double Lap, denn es war klar, dass wir zeitlich auf keinen Fall mehr eine 10. Runde schaffen würden.

Flo hat noch mal die zweite Luft bekommen und richtig gut performt, wenn man bedenkt, dass das schon seine 6. Runde war.

Wir haben die 8. Runde gut durchgezogen und unsere Pit – dazu gleich mehr – hat Fabi irgendwie wieder unter die Lebenden gebracht, sodass wir in Führung liegend in unsere letzte Runde starten konnten.

Doch was dann kommen sollte, das habe ich in sechs Jahren Tough Mudder noch nie erlebt…

ETM Pledge

Dass wir uns in einem Rennen befunden haben, das war klar, doch es gibt wohl kaum einen Sport, in dem Fairness und Miteinander eine so große Rolle spielen wie in unserem.

Doch genau diese Werte wurden in der letzten Runden mit Füßen getreten!

Was war passiert?

Wir wussten, dass uns nur noch ein Team (auch aus Deutschland) Konkurrenz machen kann, aber es war unklar, ob dieses überhaupt regulär finishen könnte.

Ein Teamkollege hat sich nämlich direkt am Anfang verletzt und ist die ganze Nacht nicht gelaufen. Du musst aber mit allen vier Läufern ins Ziel kommen, sonst wirst du als Team nicht gewertet.

Flo war spätestens jetzt völlig zerstört und konnte kaum noch laufen, deshalb sind wir größtenteils marschiert. Da wir jedoch weit und breit kein Viererteam gesehen haben, war das halb so wild.

Wir waren uns irgendwann ziemlich sicher, dass wir uns alleine in der neunten Runde befinden.

Nach ca. 8 1/2 Runden sahen wir jedoch plötzlich den einzigen vom gegnerischen Team, den wir optisch zuordnen konnten – von seinen Teamkameraden weit und breit keine Spur.

Er war überrascht uns zu sehen und meinte plötzlich, dass er dann wohl mal ganz schnell zu seinen Teamkollegen aufschließen müsse.

Wir waren ganz verdutzt, versuchten hinterher zu eilen, doch dann blickte er sich um und löste auf:

„War ein Witz, Männer, alles gut!“

Da fiel uns ein Stein vom Herzen, denn offensichtlich hat er sich nur einen Spaß erlaubt und nur noch mal für sich eine Runde gedreht.

Das war der Sieg!

Also kamen wir freudig ins Ziel…

Zieleinlauf ETM 2019

…um dort zu erfahren, dass das andere Team tatsächlich mit vier Leuten ins Ziel gerannt ist!

Ich war selten so sauer, zumal die betreffende Person im Nachgang um keine Ausrede verlegen war.

Um es ganz klar zu sagen: Ich befürchte, dass wir nicht mehr hätten kontern können, denn Flo war zu dem Zeitpunkt gefühlt Pflegegrad 3.

Die Aktion war aber aus unserer Sicht grob unsportlich, da beißt die Maus keinen Faden ab.

Respekt vor allem an Sarah, die von den 9 Runden stolze 8 bestritten hat und an das restliche Team, die nichts dafür können.

Im Nachgang können wir wohl schon stolz sein, denn inklusive Strafrunden 75 Kilometer rauszuhauen, ist schon eine Leistung.

Aber es bleibt definitiv ein Beigeschmack und ich kann es gar nicht erwarten, zusammen mit dem Mudder Guide Express 2020 Revanche zu nehmen!

Was ging in der Einzelwertung?

Nadine ETM 2019

In der Einzelwertung hatten wir nur Nadine am Start, aber diese ging in Gegensatz zu Berlin, wo sie in die Top 5 kam, ohne allzu große Ambitionen ins Rennen.

Morgens bestritt sie noch den normalen Tough Mudder, was vor so einem Lauf sicherlich nicht die allerbeste Idee ist, hat in der Saison bereits etliche Rennen in den Knochen und in den letzten Monaten nicht auf Langstrecke trainiert.

Mehr als 30 Meilen waren deshalb an diesem Tag nicht für sie drin, denn wie so vielen anderen machten auch ihr die äußeren Bedingungen zu schaffen.

Die beiden erstplatzierten Frauen haben 45 Meilen abgespult und bei den Männern lief einer in einer eigenen Liga (60 Meilen) und für den zweiten Platz haben 50 Meilen gereicht.

Letzteres ist zwar auch bockstark, aber so viel hatte der Sieger in Berlin letztes Jahr nach 8 Stunden auf der Uhr – so viel zum angesprochenen Niveauunterschied in der Spitze.

Unsere Lebensretter – die beste Pit, die man sich überhaupt nur vorstellen kann!

Ich kann jetzt vielleicht nicht unbedingt für Sven und Max sprechen (wobei es für Max ohne die Massage von Dennis wohl auch eng geworden wäre), aber zumindest für unser Team wäre spätestens nach der siebten Runde Schluss gewesen, wenn uns Dennis, Jean und Dominik nicht von allen Seiten betütelt hätten.

Von außen kann man sich das jetzt vermutlich kaum vorstellen, aber du bist nach deinen Runden kaum in der Lage deine Klamotten zu wechseln und willst einfach nur noch halbwegs würdevoll sterben.

Da braucht es neben warmen Klamotten und Verpflegung auch ganz viel Fürsorge, um einen Sportler wieder fit für den nächsten Einsatz zu machen.

Für die Pit bedeutet das Stress pur, denn ständig kommt irgendwer ins Ziel, die Pflegefälle müssen versorgt werden und nebenbei muss auch noch das Rennen halbwegs im Blick behalten werden, um taktische Anweisungen geben zu können.

So ein Programm zwölf Stunden abzuspulen ist absolute Höchstleistung, erst recht wenn man bedenkt, dass die drei morgens selbst noch gelaufen sind (und Dominik sonntags noch mal) und es natürlich auch für die drei arschkalt war.

Tausend Dank im Namen des gesamten Teams, ihr seid die Besten! Ohne euch wäre das nicht möglich gewesen!

Ach ja, wenn wir schon bei Lebensrettern sind, dann möchte ich dir Firma Energy Cake nicht unerwähnt lassen – diese haben uns für unser Vorhaben einfach mal 120 Energieriegel bzw. knapp 60.000 kcal kostenlos zur Verfügung gestellt (die haben wir natürlich nicht alle verbraucht) 😀

Unsere persönliche Meinung ist, dass die Dinger ziemlich geil geschmeckt und ihren Zweck voll und ganz erfüllt haben, aber in Zeiten wie diesen möchten wir das Ganze natürlich trotzdem ordnungsgemäß als Werbung kennzeichen.

Fazit

Fazit ETM

Als Mudder Guide Teamchef bin ich absolut stolz auf die gesamte Truppe. Jeder hat sich für den anderen zerrissen und kein Korn aufgespart, ganz großer Sport!

Nicht unerwähnt lassen möchte ich, dass der Lauf auch für mich persönlich eine große Genugtuung war.

In der letzten Saison und auch in den letzten Monaten musste ich mir immer wieder die eine oder andere Spitze bezüglich meines Lauftempos usw. anhören.

Ich glaube diese Stimmen sind seit dem Wochenende schlagartig verstummt, denn der alte Herr hat gezeigt zu was er noch in der Lage ist, wenn es darauf ankommt 😉

Wir freuen uns schon jetzt auf nächstes Jahr und wenn Alex mit am Start ist, dann dürfte sogar in der Einzelwertung was gehen.

Insgesamt muss man jedoch sagen, dass es für über 90% der Teilnehmer keinen Unterschied macht, ob der Lauf 8 oder 12 Stunden geht.

Nach einer gewissen Anzahl von Runden ist der Großteil entweder komplett übersäuert oder völlig ausgekühlt. Abgesehen von denen, die um die Platzierungen gerannt sind, war deshalb niemand die komplette Zeit auf der Strecke.

Solltest du also selbst mit dem Gedanken spielen zu starten, so können Training und mehrere Garnituren gute Klamotten nicht schaden 😉

Dich erwartet auf alle Fälle ein Erlebnis der ganz besonderen Art!

Geil war's und wir freuen uns schon jetzt auf den Start der Deutschland-Saison kommende Woche in Arnsberg!

Hoorah!!!

One Response

  1. Larissa Hesse 23. Mai 2019
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