Tough Mudder North West 2018 – die Grannis sind los…

Tough Mudder North West 2018

Am Wochenende stand der Tough Mudder North West 2018 auf dem Programm.

Wären wir bei der Tour de France, dann würde man wohl von einer klassischen „Zwischenetappe“ sprechen.

Der Europe's Toughest Mudder am Lausitzring war schließlich gerade erst eine Woche her und steckte noch in den Knochen und gedanklich waren wir auch fast schon beim nächsten großen Saisonhighlight, dem Tough Mudder Süddeutschland eine Woche später.

Päddy und Alex mussten leider verletzungsbedingt passen und am Ende waren wir tatsächlich nur eine ungewohnt kleine Rumpftruppe von fünf Leuten.

Am Sonntag waren wir sogar nur zu viert, da unser Patrick Senior erkältungsbedingt kurz davor war das Zeitliche zu segnen.

Das war umso bedauerlicher, da er mit seiner Haarfarbe perfekt in die „Granny Wave“ gepasst hätte.

Grannies 2018 Startbild

Einmal im Jahr findet in England nämlich der sogenannte „Granny Run“ statt.

Okay, im Kleinen kennen wir das auch, wenn Olaf und Maggy mit uns am Start sind, aber über 130 Legionäre als Oma verkleidet – das hat schon was! 😀

Begonnen hat alles vor vier Jahren als sich die Mitglieder des Teams MudCro im Rahmen einer Charity-Aktion als Oma verkleidet haben, um auf das Thema Alzheimer aufmerksam zu machen und Geld zu sammeln.

Dies haben sie das Jahr darauf wiederholt und seit letztem Jahr die Aktion auch für andere Legionäre geöffnet.

So ist es nun also zu einer schönen Tradition geworden, dass beim Tough Mudder North West alle Grannies gemeinsam in einer Startwelle an den Start gehen.

Das Ganze wird regelrecht zelebriert, sodass zum Beispiel Bobby im Rahmen des Warm-ups eine Bingorunde veranstaltet hat.

Mega cool!

Glücklicherweise sind wir in diese Startwelle reingerutscht und es war schon super lustig, die ganzen Omas mit ihren aufblasbaren Rollatoren und Stöcken zu beobachten.

Einige Grannies hatten leichte Orientierungsprobleme, andere Schwierigkeiten das Gesagte akustisch zu verstehen und wiederum andere „Rücken“.

Hier einfach mal ein paar Impressionen vom Granny Run:

Grannies 2018 Startbild

Granny Kevin

Grannies Sewer Rat

Grannies 2018 Pause

Einfach genial, genau wegen solchen Aktionen lieben wir die Engländer!

Mit dem Wetter hatten wir wie so oft in letzter Zeit zumindest samstags ein wenig Pech, aber dafür war die Strecke ziemlich abwechslungsreich und auch mit dem Schlamm wurde nicht gegeizt.

Michael Sewer Rat

Besonders auffällig ist, dass Tough Mudder aktuell versucht, mehr Abwechslung bei den Hindernissen an den Tag zu legen.

Beispielsweise wurde mit dem Hindernis „Twinkle Toes“ ein Klassiker aus dem Jahr 2014 reaktiviert.

North West 2018 Twinkle Toes

Fabi hatte sich von uns allen noch am besten angestellt, aber im Prinzip war es nahezu unmöglich den dünnen Balken zu überqueren.

Zum einen war der Balken echt richtig dünn und zum anderen kam das Ding spätestens in der Mitte ordentlich in Schwingung.

Schade!

Ebenfalls äußerst selten im Programm ist das Hindernis „Log Jammin'“, das wie folgt aussieht und sich auch hier wieder nahezu von selbst erklärt:

North West Log Jammin'

Es waren hierbei etliche Stämme zu durchqueren. Nicht wahnsinnig anspruchsvoll, aber wie gesagt mal was anderes.

Darüber hinaus gab es auch diesmal wieder zwei Testhindernisse.

Eher lahm war dabei der Alpha Test mit dem Strom:

Alpha Test Strom

Man hätte sich hier schon richtig dämlich anstellen müssen, um eines der Strombänder zu berühren.

Den einzigen Zweck, den die Bänder erfüllt haben war, dass man auch wirklich penibel darauf geachtet hat, so flach wie möglich zu robben.

Den großen Wurf hat Tough Mudder damit aber auf keinen Fall gelandet.

Deutlich mehr Potenzial hatte da schon der andere Alpha Test, der ein wenig an Island Hopping erinnerte.

Zunächst musste ein tiefer und ziemlich kalter Fluss durchquert werden, ehe man in der Mitte eine Plattform vorfand, die wie folgt aussah:

Alpha Test Island Crawling

Während man Island Hopping ähnlich wie bei Takeshi's Castle laufend absolviert, musste man hier zwangsläufig robben.

Die einzelnen Plattformen waren nämlich extrem leicht und haben damit sehr sensibel auf die kleinste Bewegung reagiert.

Das Hindernis war teilweise gar nicht so einfach, wie es hier auf dem Bild den Anschein erweckt, denn durch die Bewegungen der Vorderleute haben sich die einzelnen Blöcke teilweise ziemlich weit nach vorne bewegt, sodass man diese erst mal wieder mühsam zurückziehen musste.

Hätte man hier ein anderes Material gewählt, dann hätte das Ganze durchaus Spaß machen können, aber so war das die reinste Tortur für die Knie.

Die Idee war also wie gesagt gut, die Umsetzung hingegen nicht ganz optimal.

Aber dafür heißt das Ding ja schließlich Alpha Test!

Also wie gesagt, es mag jetzt vielleicht nicht der neue Kracher unter den Hindernissen dabei gewesen sein und einige haben auch verständlicherweise gemeckert, warum der Kong Infinity dieses Mal nicht am Start war, aber insgesamt war das gerade als „Dauerstarter“ eine erfrischende Abwechslung.

TM North West Schloss

Wenn es Tough Mudder nächstes Jahr schaffen sollte, regelmäßig für Abwechslung zu sorgen und gleichzeitig ein wenig das Niveau bei den Hindernissen hochzuschrauben, dann wäre das sicherlich für alle Teilnehmer ein Gewinn.

Wir hatten jedenfalls unseren Spaß beim Tough Mudder North West und freuen uns schon jetzt auf den Granny Run 2019.

Da wir übermorgen in Wassertrüdingen schon wieder auf der Strecke sind, wollen wir es an dieser Stelle mal dabei belassen.

Wir sehen uns hoffentlich zahlreich im Süden der Republik – entweder auf der Strecke oder beim Camping!

North West 2018 Finish

Bis in Kürze.

Hoorah!

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