Tough Mudder Schottland 2016 – White is the new Black!

Tough Mudder Schottland 2016

Wenn du samstags und sonntags beim Tough Mudder NRW 2016 am Start warst und freitags schon wieder mit einem Stirnband durch den Flughafen rennst, um zum Tough Mudder nach Schottland zu fliegen, dann kannst du entweder

  1.  für viel Geld ergründen lassen, was nicht mit dir stimmt oder
  2. akzeptieren, dass du ein Mudderholic bist und öffentlich darüber berichten.

Ich (Michael) entscheide mich für letzteres, um da draußen in Zeiten von Dr. Google vielleicht den einen oder anderen zu warnen.

  • Fragst du dich manchmal, ob es sich überhaupt lohnt die Ohren sauber zu machen, weil du am nächsten Tag sowieso wieder mit voller Montur im Matsch bist?
  • Hast du das Gefühl, dass du im Startbereich spontan den Part des Warm-up MCs übernehmen könntest, wenn diesem etwas zustoßen würde?
  • Jagst du Stirnbändern nach wie Hunde Tennisbällen und fliegst quer durch den Kontinent, nur weil es dort Stirnbänder in einer anderen Farbe gibt?

Alta, dann bist du echt gefährdet!

Aber wie sagte schon der Schizophrene zu sich selbst? Zum Glück bin ich nicht allein!

Thorsten & Michael am Flughafen

Thorsten sollte mich nämlich glücklicherweise auf meiner Reise begleiten. Er hat unseren Guide von A-Z gelesen und war dieses Jahr schon mit uns in London West und NRW am Start.

Man könnte also auch hier von einer ungünstigen Sozialprognose sprechen…

Noch verrückter ist übrigens der Alex, den wir in Arnsberg kennengelernt und mit dem wir vor Ort verabredet waren.

Warum?

Da ich mit ihm in einem Zelt geschlafen habe, könnte der Satz „Ein Gentleman schweigt und genießt“ wohl falsch verstanden werden…

…im Zelt hat es jedoch in der Tat geknistert und ich möchte noch nicht zu viel verraten!

Merkt euch den Typen aber schon mal vor, der bekommt demnächst seinen großen Auftritt 😉

Aber nun erst mal wieder zurück zu Kettenraucher Thorsten und unserer Anreise!

Hast du eigentlich eine Idee wie schön Schottland ist?

Da wir freitags schon relativ früh in Edinburgh gelandet sind (übrigens genau an dem Tag als das Votum für den Brexit vorlag), mussten wir die Chance einfach nutzen und unseren Mietwagen irgendwo in der Pampa abstellen, um uns dieses Naturspektakel anzuschauen.

Hier ein kleiner Eindruck:

Tough Mudder Schottland 2016 Berge

So sieht es übrigens überall aus, egal wo man hinschaut…

Alleine das war schon die Reise wert!

Tough Mudder Scotland 2016 – let's go!

TM Schottland vorm Start

Vom Campingplatz aus konnte man schon fast zum Arctic Enema 2.0 spucken, so nahe waren wir am Gelände. Ohnehin ist das Camping in UK immer hervorragend organisiert.

Eigentlich wollten wir in die „Tarzan-Startwelle“.

Es wurde einem nämlich im Vorfeld schmackhaft gemacht, dass es anlässlich der baldigen Filmpremiere eine Startwelle geben würde, in der alle mit einem Tarzan-Shirt starten würden.

Das klang ziemlich lustig!

Wir sind dann an der Stand und vielleicht hätte ich der Dame noch verzeihen können, dass sie uns gefragt hat, ob das unser erster Tough Mudder sei (wozu verdammt noch mal tragen wir denn diese pinken bzw. schwarzen Stirnbänder???).

Die Shirts waren aber nicht nur aus einfachstem Stoff (viel Spaß bei den Wasserhindernissen), sondern hatten noch nicht mal irgendein Motiv oder irgendwas, was es wert wäre „Design“ geschimpft zu werden.

Wir sind dann doch ohne diese Shirts und eine Startwelle früher auf die Strecke gegangen (was den Organisatoren ganz recht war, denn die haben ständig durchgesagt, dass man gerne früher starten könne).

Warm-up – Tough Mudder demnächst wieder ab 18?

Ich habe ja lange überlegt, was ich zu diesem Warm-up schreiben soll…

Ganz ehrlich, das haben wir noch nicht erlebt!

Solltest du homophob sein, so ist dieses Video definitiv NICHT für dich geeignet, ansonsten schau einfach selbst – ich lach mir jetzt noch einen Ast 😀

Eindrücke vom Samstag und eine kleine Wette

Für Schottland haben wir eigentlich ein optimales Wetter erwischt und jede Menge Spaß auf der Strecke gehabt.

Ich denke auf den nachfolgenden Bildern kommt das ganz gut rüber:

Thorsten & Alex bei Hero Carry

Michael beim King of the Swingers

Michael, Thorsten & Alex

So richtig begann der Lauf für mich aber erst kurz vor Schluss, nämlich bei Meile 9 von 11.

Ich hatte da nämlich eine kleine Challenge am Laufen!

Janina & AnniHintergrund dessen ist, dass ich unsere beiden hübschen Superheldinnen Janina (Spiderman) und Anni (Batman) nach dem Tough Mudder NRW ein wenig damit aufgezogen habe, dass es beim Funky Monkey 2.0 (mal wieder) nicht geklappt hat.

Anna anzustacheln ist nicht gerade schwierig, sodass sie vollmundig behauptet hat, es beim Tough Mudder in Süddeutschland dieses Jahr auf alle Fälle zu schaffen.

Da ich noch nicht so recht daran glaube, wollte ich eigentlich den Weltfrieden versprechen, wenn sie es schafft…

…stattdessen haben wir uns dann auf 10 Klimmzüge geeinigt, die ich in der Mitte des Funky Monkey 2.0 machen würde.

Da ich aber nicht bis September warten wollte, wollte ich samstags schon mal in Vorleistung treten.

Mir war schon kurz vor dem Hindernis klar, dass das eine haarige Angelegenheit werden könnte, denn durch den zwischenzeitlichen Regen und die Schlammhindernisse unmittelbar davor, waren die Stangen extrem rutschig.

Aber egal, ich wollte es wissen!

Nun, es war denkbar knapp, siehe Video:

Glaub mir Anni, das lasse ich nicht auf mir sitzen, ich liefere in Kürze ab! 😀

Zwei Meilen später waren wir dann glücklich im Ziel und wenn man unser Finisher-Bild sieht, dann kann man nur froh sein, dass Olympus die Finisher-Fotos in Deutschland macht…

…trotz der miesen Qualität siehst du hier auf dem Schnappschuss die Erfahrung von sage und schreibe 37 Läufen vereint (Thorsten 8x, Alex 14x und ich 15x).

Tough Mudder Schottland 2016 Finish

Sehr geiler Lauf, hat riesigen Spaß gemacht mit euch!

Danach haben wir es dann erst mal etwas ruhiger angehen lassen 😉

TM Schottland Michael chillt

Die größte Herausforderung stand uns schließlich noch bevor…

Tough Mudder Half – her mit dem weißen Stirnband!

Einige werden es noch gar nicht wissen, aber Tough Mudder hat dieses Jahr in den USA und in UK den Tough Mudder Half eingeführt – die Hälfte der Distanz, kein Eiswasser, keine Stromschläge…

…quasi Vorspiel ohne anschließenden Sex oder irgendwas in der Art 😉

Dass wir die ganze Nummer ein klein wenig belächeln, sei uns nach all den „richtigen“ Läufen hoffentlich zugestanden, aber dem Grunde nach ist die Idee gar nicht so schlecht!

Wir wissen nämlich, dass da draußen ganz viele sind, die locker in der Lage wären, einen Tough Mudder zu rennen, es sich aber schlichtweg nicht zutrauen.

Für diejenigen ist ein solch softer Einstieg definitiv nicht schlecht.

Auch für stark übergewichtige und ältere Herrschaften kann dies unter Umständen der Anfang von viel mehr sein.

In diesem Sinne – kann man mal machen!

Viel wichtiger aber noch – es gibt ein WEISSES Stirnband und das fehlte in unserer Sammlung noch 😉

Mittlerweile gibt es in Deutschland schon ein paar Leute mit schwarzem Stirnband, aber da das erst der zweite Tough Mudder Half in UK war (der erste war in Midlands und an einem völlig losgelösten Termin, da ist wohl kaum jemand hingeflogen), kann es in Deutschland noch nicht allzu viele Weiß-Träger geben.

White is the new Black! 😀

Hier hast du mal einen Eindruck von der Strecke bzw. von den Hindernissen:

Tough Mudder Schottland Half 2016 Streckenkarte

(zum Vergrößern anklicken)

Anfangs habe ich gedacht, es geht einfach darum die Strecke super easy zu gestalten. Wie gesagt, weder Eiswasser noch Stromschläge und mit The Block Ness Monster lediglich ein Wasserhindernis.

Während des Laufes wurde mir jedoch klar, dass der Ansatz ein anderer war. Bei 9 von 13 Hindernissen war Teamwork gefragt (zumindest wenn man nicht so sportlich ist). Der Tough Mudder Half soll also vor allem Gemeinschaft vermitteln.

Es dürfte auch kein Zufall gewesen sein, dass die Strecke direkt an einigen Knallerhindernissen vorbeigeführt hat. Die Half-Freunde sollten schon mal unmittelbar vor Augen haben, was sie beim nächsten Mal erwarten könnte.

Was gibt es zu den Teilnehmern zu sagen?

Ganz ehrlich, dafür war unsere Startwelle nicht repräsentativ genug, denn wir sind direkt in die erste Startwelle rein.

Und was sehen wir da?

Mindestens 15 Leute mit schwarzem Stirnband!

Diese verdammten Jäger und Sammler! 😀

Alex hatte es eilig, da sein Flugzeug zwei Stunden früher ging als unseres und ist auf Zeit gerannt.

Zu meiner großen Enttäuschung ist er lediglich als Zweiter ins Ziel, aber da fehlt es vielleicht noch an Erfahrung – war ja schließlich sein erster Tough Mudder Half 😉

Thorsten, die (Raucher-)LUNGE, war ebenfalls gut dabei, nur für mich hieß es einfach durchhalten.

Ich habe momentan immer mal wieder temporär Knieprobleme und morgens fiel mir schon der Gang vom Zelt zur Toilette schwer (man wird nicht jünger!).

Glücklicherweise konnte ich die Schmerzen nach den ersten Kilometern „rausrennen“ und war unterm Strich dann doch gar nicht so schlecht wie befürchtet – man stelle sich nur vor ich hätte beim Tough Mudder Half aufgeben müssen…

Nun, hier sind wir beiden Hübschen mit unserem wohl verdienten weißen Stirnband.

Sweet, oder? 😀

Thorsten & Michael mit weißem Stirnband

War der Tough Mudder Schottland die Reise wert?

Absolut!

Wir sind dieses Jahr noch ein paar Mal in UK am Start. Wenn du also auch Interesse haben solltest, dann melde dich einfach!

Nun die Frage zum Schluss:

Bist auch du ein Mudderholic oder hast du dein Leben (noch) im Griff? 😀

4 Comments

  1. Sabrina 3. Juli 2016
    • Mudder Guide DE 3. Juli 2016
  2. Alexander 4. Juli 2016
    • Mudder Guide DE 6. Juli 2016

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