Tough Mudder Schottland 2018 – Entchen gut, alles gut!

Tough Mudder Schottland 2018

Was die Events im Ausland anbelangt, so stand am letzten Wochenende unser Highlight der Saison an – der Tough Mudder Schottland 2018.

Leider hat uns das Wetter dieses Mal einen ziemlichen Strich durch die Rechnung gemacht und auch ansonsten sind uns einige Pannen unterlaufen, doch am Ende kann man wohl sagen:

Entchen gut, alles gut!

Da wir aufgrund des Wetters vor allem am Samstag kaum Fotos gemacht haben, möchte ich (Michael) im heutigen Blogbeitrag lieber gezielt ein paar kurze Anekdoten herausgreifen und dabei auf jegliche Chronologie verzichten.

Ich wünsche dir viel Spaß dabei!

Übersicht

1. Warum sich das Überlebenstraining von Max an diesem Wochenende voll und ganz ausgezahlt hat

Max Strong

Mittlerweile kennst du sicherlich unseren „Max Strong“, der in den letzten Wochen mit einer Topleistung nach der anderen auf sich aufmerksam gemacht hat.

Zu erwähnen wären hier beispielsweise die 35 Meilen beim Toughest Mudder in Midlands oder auch sein vierter Platz beim Tougher Mudder in Arnsberg.

Er trainiert seit Monaten wie besessen für seinen ersten World's Toughest Mudder im November und hat sich hierfür einiges vorgenommen.

Ähnlich wie Alex letztes Jahr, wollte er deshalb am Wochenende einige Meilen sammeln und hat 3-4 Runden angestrebt.

Nun, was soll ich sagen?

Er hat es (im wahrsten Sinne des Wortes) verkackt!

Am Start sah noch alles gut aus und da Seriensieger Tristian dieses Mal nicht da war, überlegte er noch kurz, ob er den Tougher Mudder auf Zeit läuft, um es dann in den Folgerunden etwas „gemütlicher“ anzugehen.

Tougher Mudder Schottland 2018

Aber es kam schnell anders und so befand sich Max immer mehr in Einklang mit dem Wald…

Wald

Anstatt vier Runden abzuspulen, hatte der Arme solche Magenprobleme, dass er 4x in den Wald kacken musste 😀

Immerhin kam es ihm dabei wohl zu Gute, dass er bei seinem Arbeitgeber, der Bundeswehr, die letzten zwei Wochen den Ernstfall geprobt hatte.

Da lernt man vermutlich auch, was man mit Blättern noch so alles anstellen kann…

Kluge Entscheidung allerdings, dass er es dann bei einer Runde belassen hat!

Max, für uns bist du definitiv kein Abkacker 😉

2. Von wem unsere hübsche Jean am Sonntag abgeschleppt wurde

Schottland AutopanneAm Sonntag ging nicht nur das Spiel der Deutschen gegen Mexico ordentlich in die Hose (das wäre eigentlich auch eine gute Metapher für Max gewesen), sondern Jean, Christoph und Sören hätten beinahe auch ihren Rückflug verpasst!

Schuld daran war eine Autopanne mit dem Mietwagen, genauer gesagt ein platter Reifen.

Den genauen Grund für die Panne konnte man nicht ausfindig machen, aber meine Theorie ist nach wie vor, dass Christoph und Sören auf derselben Seite gesessen haben 😉

Pannendienst im Ausland, Rückgabe beim Autovermieter und Check-in am Flughafen – da kann man schon mal leicht in Panik geraten…

Nicht jedoch unsere Nordlichter!

Die hatten bis zum Schluss die Ruhe weg und schienen ganz entspannt.

Schottland Abschleppwagen

Verrücktes Völkchen 😀

3. Warum die Enten in Schottland Eis bevorzugen

Der Arctic Enema am Wochenende war nicht nur verflucht kalt, sondern hatte auch eine ganz besondere Überraschung parat – jede Menge kleine Entchen!

Die eine oder andere davon haben wir spontan adoptiert.

Ich bekam dabei das behinderte Entchen ab, das nicht quietschen konnte, aber der Rest vom Team meinte, dass das schon passen würde.

Was genau sie damit meinten, versuche ich jetzt mal besser nicht zu interpretieren.

Kurzzeitig dachten wir auch, dass wir das Monster von Bloch Ness im Arctic Enema entdeckt hätten…

Als wir ganz genau hingeschaut haben, war es allerdings doch nur Christoph! 😀

Christoph Arctic Entchen

4. Warum ich die besten Teamkameraden der Welt habe und bei den nächsten Events ordentlich was abliefern muss

Als Kapitän eines erfahrenen Teams, musst du dir natürlich irgendwann auch mal über das Thema Führungsstile Gedanken machen.

Wie schaffst du es, das Teamgefüge zu stärken, jeden Einzelnen (selbst bei noch so bescheidenen Voraussetzungen) besser zu machen und als gutes Vorbild voran zu gehen?

Nun, ich arbeite viel über Wertschätzung und verlasse mich auf mein Taktgefühl.

Ich würde es beispielsweise niemals öffentlich thematisieren, wenn einer unterwegs 4x in den Wald kackt.

Wenn du mich fragst, dann musst du deinem Team das Gefühl geben, dass du ohne sie völlig aufgeschmissen wärst.

Ich für meinen Teil erreiche das mit ganz profanen Mitteln.

Beispielsweise tue ich so, als würde ich das mit dem Zeltaufbau nicht alleine gebacken bekommen oder ich verlaufe mich regelmäßig, damit sie mir den Weg zeigen können.

Dann helfen sie dir und freuen sich danach wie ein Erstklässler, der etwas gut gemacht hat und dafür einen Aufkleber als Belohnung bekommt.

Außerdem schweißt das die Truppe noch mehr zusammen, weil jeder weiß, dass er den Kapitän immer im Blick behalten und notfalls beschützen muss.

Das schärft den Fokus und lässt die Truppe teilweise über sich hinaus wachsen!

Bestes Beispiel:

Meine Luftmatratze ging am Freitag direkt beim Aufbau kaputt und es war klar, dass es nachts ordentlich kalt werden würde.

Weil ich noch von der Woche ordentlich kaputt war, ging ich nicht mit zum Fußballschauen, blieb im Zelt zurück und arrangierte mich mit meinem Schicksal.

Und was passierte dann?

Als mein Team wieder zurückkam, hatten sie völlig unverhofft zwei Isomatten für mich dabei, die sie unterwegs besorgt hatten.

Da bist du als Kapitän natürlich stolz wie Bolle, weil du merkst, dass all deine Mühen endlich Früchte tragen.

Sie haben das Problem erkannt und selbständig eine Lösung erarbeitet – was kann man sich als Kapitän mehr wünschen?

Aber wie gesagt, mein Ziel ist es auch, jeden Einzelnen besser zu machen und das ist noch mal deutlich schwieriger.

Klar, im läuferischen Bereich kann ich viele Tipps geben und die Truppe an meiner jahrelangen Erfahrung aus meinem straffen Lauftraining teilhaben lassen, aber für Spitzenleistungen muss man schon etwas tiefer in die Schublade greifen.

Max zum Beispiel bekommt man am besten, wenn man ihm hin und wieder mal seine Grenzen aufzeigt, ihm dann aber auch mal wieder ein Erfolgserlebnis gönnt.

So habe ich ihm beim Bouldern und bei der Burpee-Challenge letztes Jahr gezeigt, wo sein Platz ist, um den Ehrgeiz in ihm zu wecken.

Jetzt wo er fleißig trainiert hat, wird es dann aber auch Zeit für ein Leckerli, sodass ich ihn dieses Wochenende bei unserem Wettrennen am Funky Monkey und am Kong Infinity habe gewinnen lassen.

Ich habe dabei sogar so getan, als wenn ich volles Risiko hätte gehen müssen, um ihn noch einzuholen und bin dann bei den Rädern „versehentlich“ ins Wasser gefallen.

Davon profitierte letztendlich auch Sven, der dank meiner Finte ebenfalls schneller war.

Was tut man nicht alles für sein Team!

5. Warum wir dieses Wochenende für eine ganz besondere Dame Spalier standen

Lucy Warm-up Schottland

In UK gilt noch viel mehr als in Deutschland – Tough Mudder ist eine große Familie!

Die Engländer (die natürlich auch in Schottland waren) kennen uns mit Namen und umgekehrt.

Wenn uns ein Team dabei besonders ähnelt, dann sind es wohl die „Short Shorts“, die so heißen, weil sie bei Wind und Wetter immer mit diesen kurzen schwarz-orangenen Hosen tragen.

Der Zusammenhalt untereinander ist gigantisch, die Leute sind total durchgeknallt und natürlich scheuen die Short Shorts auch keine Challenge.

Besonders bekannt ist dabei Lucy, die schon etliche Siege und Podiumsplatzierungen beim Tougher Mudder erreicht hat und die wir letztes Jahr in Yorkshire bei Nadines Sieg so herrlich duellierten.

Und am Sonntag schickte sich genau diese Lucy an, ihren 50. Lauf zu bestreiten und sich somit das goldene Stirnband zu schnappen.

Zu diesem Anlass hat sich das Team vorgenommen, 100 Mudder über die Pyramid Scheme zu helfen und am Ende wurden es sogar noch ein paar mehr.

Lucy Pyramid Scheme

Um Lucy anständig zu würdigen, wartete unser gesamtes Team einige Minuten vorm Zielbereich und stand für sie Spalier.

Leider haben wir davon weder ein Video noch ein Foto, aber sie sagte am Ende: „This funnel made me cry“.

Auch für uns war das ein Gänsehautmoment – herzlichen Glückwunsch, liebe Lucy!

6. Warum Fabi mehr Fruchtzwerge essen sollte

Davon abgesehen, dass er mir beim Zeltaufbau geholfen hat und ich seinen Humor sehr mag, schätze ich an Fabi vor allem die Tatsache, dass er noch kleiner ist als ich! 😀

Die Ringe beim normalen Kong waren diesmal so hoch, dass Fabi noch nicht mal an die Ringe kam und Päddy ihn dran heben musste.

Okay, ich kam zugegebenermaßen auch nicht ganz dran, aber das Bild wollte ich dir dennoch nicht vorenthalten 😀

In Kürze holt Fabi schon sein 25er-Headband…

Also lieber Fabi, dann iss mal bis dahin noch ein paar Fruchtzwerge, dann klappt das vielleicht demnächst alleine mit den Ringen 😉

7. Warum Schottland auch abseits der Strecke der Hammer ist

Schottland Schloss

Hin und wieder werde ich gefragt, welchen Tough Mudder ich im Ausland ganz besonders empfehlen kann.

Ich sage dann immer ohne lange nachzudenken Schottland.

Der Kurs ist wirklich schön, keine Frage, aber das Entscheidende ist die tolle Landschaft drum herum.

Wer hier ein wenig Zeit mitbringt, der kann echt tolle Sachen erleben.

Max & Sven Schottland 2018

Olaf und Maggy haben es richtig gemacht und haben noch ein paar Tage davor und danach dran gehängt und waren ebenfalls begeistert.

Olaf Schottland Entchen

Also – wenn du nur einen Tough Mudder im Ausland planst, dann entscheide dich auf alle Fälle für Schottland!

Aktuelle Seitenupdates und Infos zum Camping beim Tough Mudder Norddeutschland

Patrick Birth Canal Schottland

Zum Schluss noch ein paar wichtige Ankündigungen, damit es am Ende nicht heißt, dass du von nichts wusstest 😉

  1. Unsere Hindernisseite ist nun wieder up to date (so viel war ja dieses Jahr leider nicht zu ändern).
  2. Spätestens am Dienstagabend wird dann auch wieder unsere Schuhseite auf dem aktuellen Stand sein, denn wir haben sowohl den Merrell All out Crush 2 als auch den Reebok All Terrain Super 3.0 ausgiebig getestet. Speichere dir also am besten jetzt schon mal diese URL ab, falls du noch auf der Suche nach neuen Schuhen sein solltest.
  3. Wir werden auch beim Tough Mudder Norddeutschland wieder mit euch campen. Hier erfährst du alles zum Camping und findest den Link zur Direktanmeldung.

Wir haben schon richtig Bock auf den Tough Mudder Norddeutschland in zwei Wochen und würden uns freuen, wenn wir auch dich dort sehen würden! 🙂

Hoorah!

Leave a Reply