Tough Mudder South West 2018 – Und die Chöre singen für uns…

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Unsere Truppe hat wahrlich schon viel erlebt, aber hin und wieder schafft man es dennoch, auch uns noch zu verblüffen – im positiven wie im negativen Sinne.

Bevor wir also auf das eigentliche Geschehen beim Tough Mudder South West 2018 eingehen, wollen wir uns noch kurz dem Empfang, dem Skandal und dem Mudder-Essen des Jahres widmen.

Der schönste Empfang des Jahres

Gil South West 2018

Wer unsere Berichte regelmäßig liest, der weiß, dass wir Gil Kolirin, den Start-line MC von UK, lieben.

Umso schöner, dass diese Liebe auf Gegenseitigkeit beruht!

Als wir am Samstag das Gelände betraten, sagte er uns, dass er am Start ein deutsches Lied spielen würde.

Er faselte irgendetwas von „Curry“ oder so, wirklich verstanden hatten wir es aber nicht 😀

Wir waren gespannt!

Als wir uns mit der ersten Welle vom Warm-up zum Start begaben, wurde das Rätsel gelöst…

…nicht „Curry“, sondern „Chöre“ von Mark Forster schallte aus den Boxen 😀

„The German Mudders“ sangen natürlich lauthals mit und machten Party.

Die Engländer haben nur Bahnhof verstanden, stimmten aber immer wieder bereitwillig bei „Ohhh, ohh, ohhh…“ mit ein, nachdem Gil in nun doch erstaunlich gutem Deutsch mit „Und die Chöre singen für dich“ die Steilvorlage gab.

Das mag sich jetzt vielleicht banal anhören, aber das war der absolute Hammer, fast schon gänsehautmäßig!

Überhaupt werden wir immer super offen und herzlich von allen empfangen.

Alle eingefleischten Legionäre kennen uns und immer wenn wir irgendetwas Verrücktes machen, dann heißt es nur voller Anerkennung „The Germans“, wie bei einem Gütesiegel 😀

Mega geile Leute und unser Gil ist wie gesagt der Oberknaller.

Danke UK Mudders, dass wir uns bei euch jedes Mal aufs Neue so heimisch fühlen dürfen!

Der Skandal des Jahres

Cheater

Es mag Menschen geben, die Kinder beim „Mensch ärgere dich“ betrügen und auch Menschen, die ihre Erfolge gerne mal ein wenig ausschmücken.

Geschenkt.

Dann gibt es aber auch richtige *************, so wie der Typ auf dem Bild…

Während des Warm-ups fragte Bobby die Leute, wer schon mehr als 10, 15, 20, usw. Tough Mudder absolviert hat. Am Ende standen da ein paar von den üblichen Verdächtigen mit 50 und mehr Teilnahmen und ein Typ, den niemand so richtig kannte.

Von 50 zählte Bobby schrittweise hoch und am Ende standen nur noch Michael und der Typ. Bei 69 Teilnahmen kniete sich Michael und der Typ blieb immer noch stehen.

Er sagte, dass das sein 75. Lauf sei.

Jeder für sich hatte sich irgendwie gewundert, aber man kann ja bekanntlich nicht alles wissen.

Wenn jedoch eine zweistellige Anzahl von Legionären im Nachgang zu dem Ergebnis kommt, dass der unmöglich mehr als 20 Events auf dem Buckel haben kann und selbst Gil den nicht kennt, dann ist was faul.

Christoph ließ uns auf der Strecke einen kleinen Vorsprung und konnte den Kerl an dem einen oder anderen Hindernis beobachten.

Dabei sah er aus wie ein blutiger Anfänger und nicht wie jemand, der das schon 75x gemacht hat.

Und als wäre das alles nicht schon dreist genug, absolvierte er zur Krönung sogar nur den Half, bog aber im Ziel beim Full ein und ließ sich sein 75er-Headband geben.

Unfassbar!

Tough Mudder machen wir da absolut keinen Vorwurf und wir gehen fest davon aus, dass da auch keine strengeren Kontrollen notwendig sind, weil sich sonst niemand auf so ein Niveau herablassen würde.

Fakt ist:

Den Veranstalter kann man vielleicht hinters Licht führen, aber die Legionäre nicht!

In Europa kann sich der Kerl jedenfalls bei keinem Tough Mudder mehr blicken lassen, denn der wird beim nächsten Mal sofort auffliegen und von irgendeinem Legionär persönlich aus dem Verkehr gezogen.

Das Mudder-Essen des Jahres

Pizza South West

Wer übers Wochenende viel verbrennt, der darf abends auch ruhig mal eskalieren!

Das haben wir dann auch gemacht…

Wir waren bereits letztes Jahr in der L'Osteria und die Vorfreude war dabei so groß, dass Alex schon eine Woche vorher von Deutschland aus einen Tisch für uns reserviert hat.

Auch hier kurz die wichtigsten Facts:

Alex, Max und Michael haben so smart bestellt, dass sie 2,65 Pfund gespart haben, für Fabi gab es nur einen Kinderteller Nudeln und Christoph enttäuschte auf ganzer Linie und packte maximal die Hälfte.

Der Rest wurde weitestgehend vernichtet.

Der Abend war extrem gelungen und obendrein auch noch richtig produktiv. Die Challenge für Michaels 75. Lauf in Süddeutschland steht nun und die nächste gemeinsame Aktivität außerhalb des Schlamms wurde auch schon anvisiert.

Sei gespannt!

Highlights auf der Strecke

Michael South West Start

Der Tough Mudder South West ist flacher als ein A-Körbchen und auch nicht allzu schlammig, also perfekt zum Tempomachen geeignet.

Zu den Highlights zählt die Strecke damit nicht, aber zu gefallen weiß sie trotzdem.

Kein Grund also, blöd aus der Wäsche zu gucken.

Päddy leidend

Als die Streckenkarte veröffentlicht wurde, fielen direkt zwei Überraschungen ins Auge:

Tough Mudder South West Streckenkarte

(zum Vergrößern anklicken)

Das erste Mal in der Saison gab es nämlich keine Loops, sondern wieder eine klassische Full-Runde!

Wenn du jetzt denkst „endlich“ oder „Gott sei Dank!“, dann müssen zumindest wir das relativieren.

Der Lauf war deshalb keinen Deut besser oder schlechter. Die Loops haben sich prinzipiell etabliert, auch wenn der Aufschrei am Anfang groß war.

Wenn du genau hingeschaut hast, dann ist dir vielleicht auch ein neues Hindernis aufgefallen, nämlich „Alpha Test 1“.

Der Name lässt es schon erahnen, dass es sich dabei um einen Test gehandelt hat.

So sah das Ganze aus:

South West Alpha Test 1

Und hier Michelle… ähhh das Hindernis von hinten:

Michelle Alpha Test 1

Das Hindernis war jetzt nicht mega anspruchsvoll, aber hat durchaus Spaß gemacht.

Völlig ausgereift war das System noch nicht, da die Gurte etwas höher hätten gespannt werden müssen.

So ließ sich zumindest in der Mitte Wasserkontakt kaum vermeiden und der Witz an der Challenge ist ja eigentlich, dass man nicht nass wird.

Mal sehen, ob wir das Hindernis demnächst noch mal sehen – dann vermutlich mit richtigem Namen.

Unterwegs gab es noch mal ein kleines Déjà-vu, denn genau an der Stelle hat Michael vor einem Jahr bei seinem Blindlauf nach 5x kotzen seinen mentalen Niedergang erlebt.

South West Erinnerung

Dieses Mal sah das deutlich entspannter aus.

Und auch der Rest hatte gut lachen.

South West 2018 Gruppenbild Strecke

Nicht vorenthalten möchten wir dir, was Dennis und Päddy am Funky Monkey getrieben haben.

Schau am besten selbst 😉

Nicht schlecht, ihr alten Poser 😀

Du siehst, wir hatten unseren Spaß!

Die Wahrscheinlichkeit ist deshalb hoch, dass wir nächstes Jahr wieder kommen.

Und wenn es am Ende nur wegen der Pizza ist 😉

Wir freuen uns auf jeden Fall schon auf einen vollgepackten September mit drei deutschen und einem englischen Event!

South West 2018 Finish

Wir sehen uns im Matsch!

Hoorah!

2 Comments

  1. Tanja 24. August 2018
  2. Oli 24. August 2018

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