Tough Mudder Yorkshire 2016 – die spinnen, die Briten!

Tough Mudder Yorkshire 2016

Angeblich trinken drei von vier Briten regelmäßig zu viel Alkohol.

Doch dass die Engländer nicht nur hart trinken und feiern können, erleben wir regelmäßig im Rahmen unserer UK-Trips.

Engländer sind die reinsten Mudderholics! 😀

Auf der Insel scheint man einfach den Hang zum Extremen zu lieben und je öfter wir drüben sind, umso mehr schließen wir die Linksfahrer in unser Herz.

Letzte Woche haben Sven, Alex und ich (Michael) 2x den Tough Mudder Yorkshire und 1x den Tough Mudder Yorkshire Half bestritten.

Was nach deutschen Maßstäben total bekloppt klingt, ist dort völlig normal.

Asterix sagte es ja bereits – die spinnen, die Briten!

Aber lies selbst…

In unserem heutigen Blogbeitrag erfährst du alles über unseren Aufenthalt in Yorkshire.

Springe mit Hilfe unserer Übersicht einfach zu den für dich interessanten Passagen (ich kann besonders die Punkte 1-4 empfehlen ;)).

Übersicht

  1. Infos zum Kurs – was kann der Tough Mudder in Yorkshire?
  2. Unsere 2 1/2 Läufe – was wir auf und neben der Strecke erlebt haben
  3. Der nächste im Bunde – warum sich Sven sein schwarzes Stirnband wahrlich verdient hat
  4. Fazit

1. Infos zum Kurs – was kann der Tough Mudder in Yorkshire?

Tough Mudder Yorkshire 2016 Streckenkarte

(zum Vergrößern anklicken)

Gil, der Startline MC von Tough Mudder UK, hatte uns in Irland bereits vorgeschwärmt, dass Yorkshire zu den schönsten Tough-Mudder-Events in Europa zählt.

Wir können und wollen ihm nicht widersprechen – der Kurs war wunderschön, anspruchsvoll und abwechslungsreich!

TM Yorkshire 2016 Anstieg

Besonders gespannt waren wir, wie das Zusammenspiel mit dem Tough Mudder Half (halbe Distanz, andere Streckenführung, nur ein Teil der Hindernisse) gelingen würde.

Zwar hatten Alex und ich das weiße Stirnband bereits in Schottland ergattert, aber da wurde sonntags auch nur der Half angeboten.

In Yorkshire hingegen starteten beide Teilnehmergruppen das ganze Wochenende über parallel.

Unser Fazit fällt dabei sehr positiv aus:

Die Strecke war nicht vollgestopft, die Streckenführung bot keinen Grund zu Irritationen und alle kamen voll auf ihre Kosten.

Nächstes Jahr werden fast alle Tough Mudder im Doppelformat ausgetragen und trotz anfänglicher Skepsis gegenüber des Formats, begrüßen wir dies ausdrücklich.

Durch den Tough Mudder Half haben die Leute erst mal die Möglichkeit, soft zu starten und ein wenig Matsch zu schnuppern.

So kann man sich langsam steigern und muss nicht gleich von 0 auf 100 durchstarten.

Ob der Tough Mudder Half auch in Deutschland Einzug findet, ist derzeit noch fraglich, wäre aber wünschenswert!

2. Unsere 2 1/2 Läufe – was wir auf und neben der Strecke erlebt haben

Yorkshire 2016 Gruppenbild

Kannst du dich noch an das sexy Warm-up in Schottland erinnern?

Wie mir berichtet wurde, haben sich viele das Video mehrfach angesehen und jedes Mal aufs Neue gelacht – das war definitiv eine sehr spezielle und nicht ganz jugendfreie Nummer 😀

Selbiger Warm-up MC war dieses Mal wieder am Start und jetzt darfst du 3x raten, wer natürlich mal wieder nicht seine Klappe halten konnte und anschließend auf die Bühne zitiert wurde…

Nach dem Warm-up waren wir nicht nur warm, sondern richtig heiß 😉

Und wenn wir gerade von Temperaturen sprechen – die Sonne hat am Wochenende teilweise echt richtig geknallt!

Ein Wunder, dass wir das nach den vielen verregneten Tough-Mudder-Events dieses Jahr doch noch mal erleben durften!

Dem Alex war es offensichtlich sogar zu heiß, denn wie ich im Nachgang gesehen habe, hat er auf vielen Bildern die Zunge weit rausgestreckt – die Technik muss er sich bei den Hunden abgeguckt haben 😀

Weiter oben hat er den Lappen schon mal rausgehängt und hier schon wieder:

Tough Mudder Handschuhe Mud Mile

Die restlichen Zungenbilder versuchen wir gerade an einschlägige Fetischseiten zu verkaufen 😉

Da wir wussten, dass wir samstags nicht nur den Tough Mudder, sondern auch den Tough Mudder Half in Angriff nehmen würden, haben wir es morgens phasenweise doch recht entspannt angehen lassen.

Alex Berlin Walls

Hier auch noch ein nettes Teamfoto, das ein bisschen so aussieht, wie wenn der kleine Philipp Lahm neben Manuel Neuer steht…

TM Yorkshire Aussicht

Auf der Strecke haben wir geholfen was das Zeug hält und ganze Scharen über die Berlin Walls gehievt, uns bei Pyramid Scheme völlig verausgabt und auch beim Everest 2.0 noch mal alles gegeben.

Das hat richtig Fun gemacht!

Unser Meisterwerk (Ups, man hatte mir ja nahe gelegt etwas bescheidener zu schreiben – beim nächsten Mal, versprochen 😉 ) haben wir aber bei The Block Ness Monster abgeliefert.

Wir haben bei den letzten Events viel experimentiert und nun wohl die – um in dem bescheidenen Sprachjargon zu bleiben – ultimative Technik gefunden, um das Monster über viele Runden richtig in Schwung zu halten. Wir nennen die Technik:

The Mudder Guide Shuffle

Hier mal ein Schnappschuss vom Sonntag, der die Technik ansatzweise erahnen lässt.

Mudder Guide Shuffle Alex

Mehr wollen wir an dieser Stelle noch gar nicht verraten…

…nur eines vielleicht – der Mudder Guide Shuffle funktioniert auch ohne Mütze 😉

In Süddeutschland werden wir den Mudder Guide Shuffle bis zur völligen Erschöpfung zum Besten geben und ein kleines Video drehen.

Ach ja, falls ich es noch nicht erwähnt haben sollte… wir nennen die Technik „The Mudder Guide Shuffle“ 😉

Falls du also mal jemanden sehen solltest, der etwas total Schräges auf dem Block Ness Monster macht, dann frag dich einfach mal, ob das nicht vielleicht dieser ominöse Mudder Guide Shuffle ist…

Genug davon 😀

Nach dem Zieleinlauf haben wir uns dann erst mal eine Mini-Pause gegönnt, bevor wir uns zum Tough Mudder Half aufgemacht haben.

TM Yorkshire 2016 Pause

So blöd es klingen mag, aber ab jetzt wurde das Wochenende noch mal so richtig geil!

Bis vor kurzem haben wir uns noch ziemlich fremd bei den Events in UK gefühlt. Du landest mit Minimalgepäck, kämpfst dich durch den Linksverkehr und kennst keine Sau.

Nach und nach stellst du aber fest, dass du immer wieder die gleichen Nasen beim Camping siehst und kommst mit den Leuten ins Gespräch.

MudcroEine Gruppe ist dabei besonders auffällig, nämlich „The Sons of Mudarchy“, besser bekannt unter „Mudcro“. Mitmachen kann hier jeder, sodass man weniger von einem Team als von einer Bewegung sprechen sollte, die mittlerweile rund 400 Teammitglieder umfasst.

Viele davon reisen wirklich von Hindernislauf zu Hindernislauf und haben im positiven Sinne komplett einen an der Waffel 😀

Double- und Triple-Laps sind hier alles andere als ungewöhnlich, Schmerzen werden ignoriert, schlechtes Wetter kennen die nicht, usw.

Einer von denen ist am Samstag sogar tatsächlich 4x über die anspruchsvolle Strecke und hat dabei die letzte Runde in 2:20 Stunden absolviert…

Da wird schon knallhart für Vegas trainiert!

Sooo verbissen gehen jedoch die wenigsten von Mudcro ran. Alles in allem ist das schon eine große Spaßgruppe, die immer guter Laune hat und sich auf der Strecke äußerst kameradschaftlich verhält.

So war es irgendwie bezeichnend, dass wir zum Start des Tough Mudder Halfs latschen (wie gesagt eigentlich für Einsteiger gedacht) und plötzlich einen ganzen Pulk mit schwarzen und teilweise sogar silbernen Headbands sehen 😀

Die waren natürlich allesamt von Mudcro und sind morgens ebenfalls schon den ganzen Tough Mudder gelaufen.

Da haben wir uns gerne eingeklinkt und auf Anhieb prächtig verstanden.

CarolynBesonders diese junge Dame, Carolyn, haben wir direkt ins Kreuzverhör genommen, denn sie ging nicht nur letztes Jahr beim World's Toughest Mudder an den Start, sondern hat dort binnen 24 Stunden auch sagenhafte 50 Meilen (= 80km) abgespult!

Nur 20 Frauen waren überhaupt besser und dieses Jahr will sie die 60 Meilen angreifen.

Da hört man natürlich gerne mal hin, wenn es um Erfahrungswerte rund ums Equipment, die richtige Ernährung, usw. geht.

Spannend!

Mit den Herren waren die Gespräche weniger seriös, da gab es jede Menge dumme Sprüche 😀

Mega krass war übrigens die Mud Mile 2.0 – so steil und anspruchsvoll wie in Yorkshire haben wir das noch nie erlebt!

Und auch wenn wir morgens schon mal üben durften, so war es beim zweiten Anlauf nicht einfacher 😀

TM Yorkshire 2016 Mud Mile

Mud Mile Gruppenbild Yorkshire

Du willst in etwa einschätzen, wie rutschig es war?

Dann schau dir mal an, was unmittelbar NACH der Mud Mile 2.0 so ging:

Einfach nur krass!

Mudder Guide & Mudcro

Tja und nach einer ungefähren Tagesleistung von 27km, durften wir uns dann auch das weiße Stirnband überstreifen – für Sven die erste von zwei großen Ehren an diesem Wochenende, denn er war ja noch eine Tough-Mudder-Half-Jungfrau 😉

Tough Mudder Half Gruppe

Abends sind wir dann noch mit der Truppe essen gegangen und auch wenn ich bei der Hälfte immer noch keinen Plan habe, wie die eigentlich heißen, so freuen wir uns jetzt schon alle wiederzusehen.

In Yorkshire sollte das Wiedersehen nicht lange dauern, denn auch wenn der Großteil der Truppe sonntags bereits eine halbe Stunde früher gestartet ist (der Zeltabbau ist durchaus tückisch), so haben wir uns später auf der Strecke getroffen und den Rest gemeinsam absolviert.

Lustig war übrigens die eine Fotostation, denn da gehörten Kussmünder zur Etikette.

Wenn ich mir das Foto so anschaue, dann fürchte ich, dass ich noch lange Single bleiben werde und frage mich ernsthaft, wie es eigentlich sein kann, dass die anderen beiden Helden in Kürze heiraten – also nicht einander, sondern jeweils ne Frau, auch wenn das Bild anderes vermuten lässt 😉

TM Yorkshire Kussbild

Sonntags haben wir unterwegs noch die Toyah getroffen.

Die Arme war völlig aufgelöst, weil sie ihren Freund oder Teamkollegen (wer weiß das schon so genau) auf der Strecke verloren hat.

Wir haben sie dann kurzerhand adoptiert und wenige Minuten später sah sie dann schon wieder happy aus 🙂

Toyah

Ihren Teamkollegen haben wir ein paar Kilometer später dann auch getroffen – die Strecke frisst vielleicht hin und wieder mal gerne Schuhe, aber ganze Mudder doch eher selten 😉

Im Ziel waren wir dann alle glücklich und um viele Erfahrungen reicher.

TM Yorkshire 2016 Finish

Ach ja, auch wenn er nicht mit uns gelaufen ist, so möchte ich einen Teilnehmer nicht unerwähnt lassen – the one and only Teddy Mudder!

Teddy Mudder

Auch wenn er zuweilen etwas passiv wirkte, so hat er doch die 18km souverän gemeistert 😀

3. Der nächste im Bunde – warum sich Sven sein schwarzes Stirnband wahrlich verdient hat

Sven Black Headband

Ohne Sven wären Basti und ich entweder pleite oder unsere Seite sähe immer noch total bescheiden aus 😀

Wer es noch nicht wissen sollte – Sven kümmert sich bei uns um sämtliche Grafiken und hat auch alle Broschüren noch mal eine Nummer besser umgesetzt, als wir sie uns in unserem Kopf ausgemalt haben.

Wenn mal irgendetwas nicht ganz so fachmännisch aussehen sollte, dann ist das zumeist ein klares Indiz dafür, dass ich eingesprungen bin 😉

Mittlerweile verstehen wir uns fast schon blind und ich bin unendlich froh, dass ich bei seiner großen Krönung dabei sein durfte.

Sven absolvierte nämlich am Sonntag seinen zehnten Lauf und hat damit sowohl das weiße als auch das schwarze Stirnband (für Mudder sowas wie Geburtstag und Weihnachten) an einem Wochenende eingefahren 😀

Hin und wieder ziehe ich ihn gerne mal in Sachen Sport auf, aber was er speziell am Sonntag gezeigt hat, war ganz großes Kino.

Den Funky Monkey 2.0 hat er sowieso drauf, aber am Sonntag hat er auch erstmals die Glocke beim King of the Swingers geläutet!

Das Ganze kannst du hier noch mal im Video sehen. Nach ihm siehst du noch Alex, der bei seiner Größe vom Podest aus eigentlich fast nur noch den Arm ausstrecken muss 😛

Doch nicht nur das!

Kurz vorm Ziel, beflügelt vom schwarzen Stirnband, hat er tatsächlich etwas geschafft, was ich ihm so nicht zugetraut hätte!

Er hat beim Frequent Flyers‘ Club sensationellerweise den vorderen Stab erwischt, siehe selbst!

Also wer das grad nicht so recht einordnen kann, die Dinger sind richtig weit weg und ordentlich hoch!

Realistischerweise bräuchte ich da ein Trampolin um dran zu kommen und wie die regelmäßigen RTL-Zuschauer von euch wissen, würde wohl auch das nicht viel bringen 😉

Herzlichen Glückwunsch lieber Sven, ich ziehe meinen Hut vor dir!

4. Fazit

Der Tough Mudder Yorkshire 2016 war insgesamt einfach überragend und wir sind unendlich dankbar, so viele tolle Menschen getroffen zu haben.

Wir haben nun das Gefühl, dass wir endgültig in England angekommen sind und freuen uns jetzt schon, all diese Verrückten wieder zu sehen 🙂

Obendrein hatten wir auch noch jede Menge zu feiern:

  • Sven ist nun stolzer Träger des weißen und des schwarzen Stirnbands
  • Wir drei zusammen kommen nun insgesamt auf genau 50 Läufe
  • Ich habe außerdem am Wochenende meinen zehnten Tough Mudder im Ausland absolviert

Für Alex und mich stehen nun noch zwei Trips in England an, ehe wir in Süddeutschland endlich mal wieder zu fünft an den Start gehen – dann natürlich mit dem Mudder Guide Shuffle 😀

Hoorah!

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