Tough Mudder Yorkshire 2018 – ein frischer Wind und noch mehr Regen

Tough Mudder Yorkshire 2018

Der Tough Mudder Yorkshire 2018 hielt einige Überraschungen für uns bereit und war in vielerlei Hinsicht anders als üblich.

Als (Teilzeit-)Teamchef habe ich (Michael) wie immer die Ehre, dir davon zu berichten – sei gespannt!

Übersicht

1. Von der Tropenhitze rein in die bitterkalte Regenschlacht

Regenschlacht Yorkshire 2018

In Deutschland haben wir aktuell Temperaturen jenseits der 30 Grad und auch in England brütet seit Wochen die Hitze.

Als fürs Wochenende also Regen angesagt war, gingen wir entsprechend von einem lauen Sommerregen aus.

Denkste!

Es regnete fast schon sinnflutartig durch, auf dem Campingplatz wurden wir auf eine mögliche Evakuierung vorbereitet und samstags mussten bei der letzten Welle sogar ein paar Hindernisse aufgrund von Gewittergefahr gesperrt werden!

Das war nicht nur richtig heftig, sondern auch der Grund dafür, dass wir diesmal echt ziemlich wenige Bilder haben.

Sieh es uns bitte nach 🙂

2. Neues Hindernis – Hydrophobia

Hydrophobia Yorkshire 2018

Wasser hatten wir ja eigentlich wahrlich genug in Yorkshire, aber Tough Mudder hat vorsichtshalber noch mal nachgeholfen.

Es gibt nun nämlich ein cooles neues Hindernis mit dem Namen „Hydrophobia“.

Du kannst es vielleicht am Namen schon erahnen – wenn Wasser nicht gerade dein Element ist, dann kann dich Hydrophobia durchaus Überwindung kosten.

Gleich drei Mal musst du hier nämlich unter einer Röhre durchtauchen, wobei die letzte Röhre in dem Fall besonders niedrig war.

Wäre cool, wenn sich dieses Hindernis etabliert!

Angenehmer Nebeneffekt: Du kommst auf alle Fälle schon mal relativ sauber ins Ziel 🙂

3. 3x Repeat Offender in weniger als 24 Stunden

Alex Yorkshire 2018 Start

Am Wochenende war endlich mal wieder Alex mit uns am Start, der dieses Jahr aus familiären Gründen leider etwas kürzer treten muss, aber scheinbar nichts von seiner Spritzigkeit verloren hat.

Sein Flieger ging erst am Freitagabend von Hamburg aus und wenn man schon mal dort ist…

…dann kann man im Prinzip vorher noch schnell den Tough Mudder 5k in Hamburg rennen, oder?

Everest 5k

Dort ist zwar der Everest ziemlich klein ausgefallen, aber ansonsten soll es sich um eine ziemlich coole Veranstaltung gehandelt haben.

Selbstverständlich war auch ansonsten das eine oder andere bekannte Gesicht dabei.

Tough Mudder 5k Hamburg

Alex eilte also als Erster ins Ziel, machte sich auf zum Flughafen und spulte am Samstagmorgen in Yorkshire noch schnell den Full und den Half ab.

Alex Funky Yorkshire 2018

So schnell kann das mit dem Stirnband für „3x Repeat Offender“ gehen.

4. Temporärer Sittenverfall und drohendes Karriereende

Tougher Mudder Yorkshire 2018

Für Yorkshire hatten sich Päddy, Fabi und ich vorgenommen, auch mal am Tougher Mudder teilzunehmen und was läge da näher als eine kleine Challenge?!

Ich habe deshalb vorab zwei Dinge angekündigt:

  1. Wer mich am Samstag schlägt, ist am Sonntag für einen Tag Teamchef.
  2. Wenn Nadine mich schlägt, beende ich meine Tough Mudder Karriere.

Wenn das mal keine Ansage war 😀

Dass es schwer werden würde Fabi zu schlagen, war mir klar, denn der wiegt gefühlt nur 40kg und wenn der Wind günstig steht, dann wird der fast schon ins Ziel geweht.

Bereits nach wenigen hundert Metern war mir dann schon klar, dass ich unser internes Rennen nicht gewinnen kann, weil es mir aus unerfindlichen Gründen hundeelend ging.

Es wäre aber auch an einem guten Tag sehr schwer geworden, Fabi zu schlagen.

Naja, da gab es ja aber noch Päddy und Nadine…

Trotz „Rennen“ habe ich Päddy natürlich geholfen als der an den Berlin Walls fast verhungerte und bei Lumberjacked völlig hilflos war – Ehrensache unter Muddern!

Sollte man zumindest meinen…

Dummerweise blieb ich an der Mud Mile hängen und was haben die beiden da gemacht?

Angeblich nix davon mitbekommen und weggezogen!

Kameradenschweine, kein Respekt vorm Alter! 😛

Zu allem Überfluss habe ich mich dann noch bei der Flussdurchquerung dank meiner genialen Orientierung verlaufen und weitere wertvolle Minuten eingebüßt.

Päddy war deshalb am Ende fünf Minuten vor mir im Ziel und auch Nadine konnte ich kurz vorm Ziel einholen und am Everest final abhängen.

Auch sie habe ich selten so motiviert gesehen, die wollte mich eindosen!

Wenn du solche Freunde hast, brauchst du keine Feinde mehr 😀

5. Neuer Teamchef für einen Tag

Fabian Teamchef

Wie versprochen, war Fabi nach seinem internen Sieg beim Tougher am Sonntag Teamchef und er hat auch gleich angekündigt, dass er andere Saiten aufziehen würde.

Wenn man sich jedoch das Bild genauer betrachtet, dann wird schnell klar, dass er in Wirklichkeit einen ähnlich bescheidenen Führungsstil wie ich bevorzugt.

Da uns in letzter Zeit ohnehin immer wieder enorme Ähnlichkeiten attestiert werden, war mein Kapitänsamt in besten Händen.

Das Kapitänchen hat alle heil ins Ziel gebracht und sich für höhere Aufgaben (z.B. Fahnenaufbau) empfohlen 🙂

Gut gemacht, lieber Fabi!

6. Vier Silberstreifen am Horizont

Binnen einer Woche gab es bei uns gleich vier Teamkameraden, die sich erstmals das silberne Headband (25+ Tough Mudder) überstreifen durften.

Patricks Silbernes Stirnband

Nicht unerwähnt lassen wollen wir deshalb Patrick Senior, der eine Woche zuvor samstags seinen 25. Lauf bestritt sowie sein Sohnemann Patrick Junior, der einen Tag darauf die große Ehre hatte.

Beide absolvierten den Lauf aneinander gekettet und meisterten die Aufgaben mit großem Teamwork.

Fast schon rührend war als Patrick Senior im Ziel sagte, dass er das letzte Mal bei seiner Einschulung so stolz auf seinen Sohnemann gewesen sei.

Ihr seid wirklich ein klasse Vater-Sohn-Duo, herzlichen Glückwunsch! 🙂

Jetzt am Sonntag in Yorkshire war es auch bei Fabi und Christoph so weit.

Christoph & Fabi Yorkshire 2018

Freundlicherweise wies man mich darauf hin, dass sich Christoph als Minion verkleidet hatte.

Mir fiel zunächst kein Unterschied auf, davon abgesehen, dass er auf mich an diesem Tag ein wenig schlanker wirkte…

Fabi hatte  natürlich das große Los gezogen, denn wer hat schon die Ehre zu seinem 25. Lauf Teamkapitän zu sein?

Zudem ist er wohl der einzige weit und breit im Teilnehmerfeld, der sich seine Stirnbänder um den Bauch binden kann!

Das nachfolgende Bild ist für mich deshalb nicht nur das Bild von zwei glücklichen Menschen, sondern vielmehr eine Art Statement, das besagt:

Trotz großer Ungleichverteilung auf der Welt, haben sich bei Tough Mudder alle lieb 😀

Herzlichen Glückwunsch, ihr beiden! 🙂

7. Junge Küken oder alte Hasen?!

Julia und Helena Yorkshire 2018

Da hat man einmal keine Teamshirts in Größe 36 einstecken und schon laufen einem auf dem Campingplatz zwei junge Mädels aus Deutschland zu…

Julia (links) und Helena (rechts) halfen am Samstag als Volunteer und liefen bei uns am Sonntag mit.

Während Helena zumindest schon einmal an einem Tough Mudder teilgenommen hatte, war dies für Julia absolutes Neuland.

Und dann gleich bei diesen miserablen Bedingungen!

Dennoch haben die beiden das ganz hervorragend gelöst.

Sie hatten jede Menge Spaß, haben keinen Moment gejammert und das Ganze mit Bravour durchgezogen als seien sie mit ihren 19 bzw. 20 Jahren schon alte Hasen!

Herzlichen Glückwunsch, sehr gerne wieder! 🙂

8. Weitere Impressionen & Fazit

Yorkshire 2018 Hydrophobia Gruppenbild

Der Tough Mudder in Yorkshire ist wunderschön und gehört in Sachen Landschaft auch definitiv zu den Highlights ins Europa.

Leider hat uns das Wetter einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht, sodass wir das alles nicht so recht genießen konnten.

Dennoch haben wir das Beste daraus gemacht und wieder einmal viele schöne Erinnerungen mitgenommen.

Christoph Yorkshire Boa Constrictor

Michelle Yorkshire Lumberjacked

Wir sind schon bald wieder im Matsch – bis in Kürze!

Hoorah!!!

3 Comments

  1. Oli 16. August 2018
    • Mudder Guide 16. August 2018
      • Oli 20. August 2018
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