Fakten rund um Tough Mudder

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Crazy Rabatte!

Tough Mudder haut kurz vor Ende der Saison wieder extreme Rabatte raus!

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Übersicht

1. Geschichte & Expansion von Tough Mudder

So hat alles mit Tough Mudder begonnen

Tough Mudder ist ein Hindernislauf der ganz besonderen Art, der von Verrückten für Verrückte konzipiert wurde.

Was mit der waghalsigen Idee der beiden in New York lebenden Briten Will Dean und Guy Livingstone begann, ist mittlerweile zu einer weltweiten Bewegung geworden.

Will Dean & Guy Livingstone

Die beiden Gründer Will Dean (li.) und Guy Livingstone (re.)

Als Will Dean die Vision zu Tough Mudder entwickelte, ging es ihm nicht darum etwas völlig Neues zu schaffen, sondern etwas bereits Vorhandenes zu verbessern und einer breiteren Masse zugänglich zu machen.

Inspiriert wurde er dabei durch das Tough Guy Race, welches noch mal deutlich härter als Tough Mudder einzustufen ist.

Ihm schwebte jedoch kein Rennen mit Zeitnahme und Platzierungen vor, sondern ein Hindernislauf, der als Herausforderung wahrgenommen werden sollte, der aber im Wesentlichen durch Teamgeist und Spaß geprägt ist.

Am 02.05.2010 war es dann so weit – der erste Tough Mudder fand in Pennsylvania mit rund 4.500 Teilnehmern statt.

Nur ein Jahr später konnte man bereits mit 14 Events in den USA aufwarten. Seitdem ist das Wachstum des Unternehmens kaum zu bremsen.

Tough Mudder Länder

Mittlerweile werden in folgenden Ländern Tough Mudder Events veranstaltet:

  • USA
  • Kanada
  • Mexico
  • Australien
  • England
  • Schottland
  • Deutschland (seit 2013)
  • Irland (Lizenzpartner Run Ireland)
  • Arabische Emirate (Lizenzpartner IMG)
  • China (Lizenzpartner IMG)
  • Indonesien (Lizenzpartner Seroja Partners)
  • Japan (Lizenzpartner IMG, Launch 2017)
  • Singapur (Lizenzpartner IMG, Launch 2017)
  • Südkorea (Lizenzpartner IMG, Launch 2017)

Während 2013 die Grenze von einer Million Teilnehmer durchbrochen wurde, waren es im Juli 2017 weltweit bereits drei Millionen und auch der Eventkalender wird von Jahr zu Jahr umfangreicher.

Man kann also von einem regelrechten Boom sprechen! Ein solch rasantes Wachstum ist nur möglich, wenn man sich nicht auf dem bisher Geleisteten ausruht und ständig bereit ist, sich zu verbessern und neu zu erfinden.

Insbesondere bei den Hindernissen versucht Tough Mudder immer wieder neue Maßstäbe zu setzen und Grenzen zu verschieben.

In einem eigens gegründeten Tochterunternehmen in New Jersey werden deshalb nicht nur die bereits vorhandenen Hindernisse ständig verbessert, sondern es werden auch keine Kosten und Mühen gescheut, um neue Highlights zu konzipieren.

Hier ein kleiner Eindruck vom Obstacle Innovation Lab in New Jersey:

95% aller Teilnehmer starten in einem Team und im Schnitt bilden Frauen 35% des Teilnehmerfeldes.

Je nach Kurs, körperlicher Konstitution und Teamgröße benötigen die Teilnehmer 2-6 Stunden für die Bewältigung der Strecke.

Lesetipp:

It takes a tribeWenn du mehr über die Geschichte von Tough Mudder erfahren möchtest, dann sei dir „It takes a tribe“ wärmstens empfohlen.

Der Gründer Will Dean erzählt hier auf spannende Art und Weise wie alles begann, welche Hindernisse sich ihm in den Weg stellten und wie er es geschafft hat aus einer kleinen Idee ein Multimillionen-Dollar-Business zu formen.

Schnell wird jedoch deutlich, dass Tough Mudder weit mehr als ein finanzieller Erfolg oder ein kleines Sport- und Unterhaltungsimperium ist.

Will Dean beschreibt in „It takes a tribe“ was es mit dem „Tough Mudder Movement“ auf sich hat veranschaulicht dieses anhand von vielen Menschen, die gleichermaßen berühren und inspirieren.

Wenn du Tough Mudder liebst oder einfach nur das eine oder andere von einem äußerst erfolgreichen aber dennoch bescheidenen Menschen lernen möchtest, dann ist „It takes a tribe“ genau das Richtige für dich!

2. Wissenswertes rund um die Tough Mudder Events – 7 Fakten für Klugscheißer

Crazy Fakten

  1. Obwohl bei Tough Mudder fast alles standardisiert ist, weichen die Hindernisbezeichnungen je nach Land teilweise voneinander ab. Ein prominentes Beispiel: Was die Amerikaner und die Deutschen beispielsweise als Berlin Walls kennen, heißt im UK Hero Walls.
  2. Ein einzelnes Event benötigt ein ganzes Jahr Vorplanung, davon zwei Monate vor Ort.
  3. Der Hindernisaufbau erstreckt sich über einen Zeitraum von fünf Wochen. Zudem werden im Anschluss zwei Wochen für die Wiederherstellung des Geländes benötigt.
  4. Pro Event-Wochenende werden gut 1.000 Tonnen Erde ausgehoben, 1 Mio. Liter Wasser für den Parcours benötigt und 100 Meter Rohre verlegt.
  5. Zudem verbrauchen die Teilnehmer an den Getränkestationen im Schnitt gut 30.000 Liter Wasser pro Wochenende.
  6. Die Mudder sind nicht nur durstig, sondern erzeugen auch eine Menge Hitze. Für den Arctic Enema werden deshalb 40 Tonnen Eis pro Wochenende benötigt.
  7. An einem Event-Wochenende sind im Schnitt 550 Volunteers, 65 Sanitäter und Ärzte, 10 Sicherheitskräfte, 10 Kursmanager und 30 Parkplatzeinweiser im Einsatz.

3. Veranstaltungsformate ohne Zeiten und Platzierungen

Der „klassische“ Tough Mudder, der zur besseren Abgrenzung mittlerweile auch gerne mal als „Tough Mudder Full“ bezeichnet wird, bildet das Herzstück aller Veranstaltungsformate.

Hier werden weder Zeiten noch Platzierungen genommen und der Teamgedanke steht im Vordergrund.

Selbiges gilt auch für die nachfolgenden Veranstaltungsformate aus der sogenannten Non-Competitive-Series, die sich nach und nach als ergänzende Eventtypen entwickelt haben.

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Tough Mudder Half

Tough Mudder Half LogoTough Mudder Half ist ein Veranstaltungsformat von Tough Mudder, das 2016 im großen Stil in den USA und in UK eingeführt wurde und seit 2017 auch in Deutschland durchgeführt wird.

Wie der Name schon anklingen lässt, beträgt die zu absolvierende Distanz nur die Hälfte eines normalen Tough Mudders.

Es wird zudem explizit darauf hingewiesen, dass beim Tough Mudder Half weder Eiswasser noch Stromschläge zu überwinden sind – also zwei Dinge, die so manchen bisher von einer Teilnahme abgehalten haben.

Analysiert man die Strecken genauer, so stellt man fest, dass darüber hinaus auch auf schwierige Individualhindernisse wie Funky MonkeyKing of the SwingersKong, usw. konsequent verzichtet wird.

Stattdessen setzen die Veranstalter bei den rund 13 Hindernissen vor allem auf teamorientierte Elemente, sprich Hindernisse wie Berlin WallsPyramid SchemeThe Block Ness MonsterEverest 2.0, usw.

Tough Mudder Half Gruppe

Das Format war vor der Einführung innerhalb der Mudder Nation nicht unumstritten.

Einige befürchteten eine Entwertung der Tough Mudder Events im Gesamten, andere beklagten, dass man der Konkurrenz alles nachmachen würde, denn zum Beispiel auch das Spartan Race bietet mehrere Distanzen für seine Teilnehmer an.

Auch wir waren anfangs sehr skeptisch, haben uns jedoch 2016 im Rahmen unserer zahlreichen UK-Trips vom Gegenteil überzeugt und auch in Deutschland nur gute Erfahrungen gemacht.

Tough Mudder Half ist letztendlich einfach nur als softer Einstieg zu betrachten, der Lust auf mehr machen soll. Viele Menschen finden darüber Zugang zum Sport und dagegen kann man eigentlich nichts haben.

Ziel ist es, dass die Teilnehmer ein Jahr später über die volle Distanz starten und sich dann auch den Herausforderungen des Arctic Enemas, der Electroshock Therapy, usw. stellen.

Eine Entwertung ist auch deshalb nicht zu befürchten, weil die Finisher im Ziel kein orangenes Stirnband, sondern „nur“ ein weißes bekommen.

Weißes Stirnband Tough Mudder Half

Der Spruch „Remember that first headband feeling“ legt den Schluss nahe, dass die Farbe der Jungfräulichkeit wohl nicht ganz zufällig gewählt wurde.

Je nach Teilnehmerzahl werden die Tough Mudder Half Events parallel zu den normalen Events oder eine Woche vorher ausgetragen. In Deutschland finden die Events an einem gemeinsamen Wochenende statt.

Die Teilnehmer beider Formate treffen sich auf der Strecke immer wieder und werden durch verschiedene Weggabelungen wieder auseinanderdividiert.

In aller Regel funktioniert das reibungslos.

Tough Mudder 5k

Tough Mudder 5k Logo

Nachdem Urban Mudder bereits nach einmaliger Durchführung 2016 in New York eingestellt wurde, versucht Tough Mudder seit 2017 erneut die City zu erobern.

Beim Tough Mudder 5k erwarten die Teilnehmer zehn Hindernisse, die sich auf einer Gesamtstrecke von fünf Kilometern verteilen.

Anders als bei einem normalen Tough Mudder, kommen die Teilnehmer hier jedoch mit keinerlei Schlamm in Berührung. Man kann sich das Ganze somit eher wie einen klassischen Volkslauf in der City vorstellen, nur eben mit Hindernissen.

Während der Urban Mudder noch versuchte mit eigenen Hindernissen zu glänzen, setzt der Tough Mudder 5k auf bewährte Hindernisse, wie z.B. die Berlin Walls oder der Everest.

Ziel ist es offensichtlich, die Leute abzuholen, die Lust und Laune auf die ganzen Obstacles haben, sich jedoch ungern schmutzig machen und/oder langen Laufstrecken partout nichts abgewinnen können.

Der erste Tough Mudder 5k findet 2018 in Deutschland statt.

Hier ein kurzer Trailer:

Mini Mudder

Mini Mudder

Mini Mudder unterstreicht deutlich, dass sich Tough Mudder mächtig ins Zeug legt, um ein Spektakel für die gesamte Familie zu bieten.

Es handelt sich dabei um einen etwa eine Meile langen Kurs, der speziell für Kinder konzipiert wurde. Auch hier stehen Spaß und Teamwork im Vordergrund.

Der Mini Mudder ist in den USA, Großbritannien und Irland fest im Rahmenprogramm der regulären Tough Mudder Events integriert.

Die Kids können somit nicht nur die Großen bestaunen, sondern ihnen gleichzeitig auch noch nacheifern.

Genau wie die Erwachsenen durchlaufen auch sie ein gemeinsames Warm-up, werden vor dem Start noch mal richtig eingeschworen und sprechen sogar den „Mini Mudder Pledge“ nach:

Mini Mudder Pledge

As a Mini Mudder, I pledge that: Mini Mudders like getting muddy! Mini Mudders are tough and strong! Mini Mudders always work together! Mini Mudders do not whine. Babies whine! Mini Mudders are up for adventure! MINI MUDDERS CAN DO ANYTHING!

Einfach nur putzig! 😀

Mini Mudder Mud Mile

Auch viele Deutsche wünschen sich eine Einführung des Mini Mudders, doch zumindest bislang konnte noch kein Sponsor aufgetrieben werden.

Hoffentlich tut sich in diese Richtung bald was – wer das einmal gesehen hat, der kann nämlich nur begeistert davon sein!

4. Veranstaltungsformate der Wettkampfserie

Wettkampfserie von Tough Mudder

Um den TV-Markt sowie die Zielgruppe der wettkampforientierten Hobbysportler bis hin zu den Profisportlern zu erschließen, hat Tough Mudder intensiv an der sogenannten Competitive-Series gearbeitet.

Hier geht es im Gegensatz zu den normalen Tough Mudder Events tatsächlich um Zeiten und Platzierungen und den Erstplatzierten winkt sogar ein Preisgeld.

Für geschätzt 90% der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geht es dabei aber letztendlich nur darum, ans eigene Limit zu gehen.

Die Events sind allesamt von Kameradschaft und Fairness geprägt und unterscheiden sich in dieser Hinsicht nahezu nicht von der Non-Competitive-Series.

Tough Mudder Holy Grail

Wer binnen eines Jahres mindestens an einem Tougher Mudder, einem Toughest Mudder sowie am World's Toughest Mudder teilnimmt, der erlangt als Auszeichnung den sogenannten „Holy Grail“.

Obendrein gibt es als neustes Format noch den Tough Mudder X.

Auf alle genannten Eventtypen gehen wir jetzt natürlich noch mal genauer ein.

Tougher Mudder

Tougher Mudder Logo

Wer eher der Wettkampftyp ist, jedoch auch nicht unbedingt Lust hat, acht oder gar 24 Stunden am Stück zu rennen, für den hat Tough Mudder 2017 den Tougher Mudder aus dem Hut gezaubert.

Das Format wird bei fast jedem regulären Tough Mudder Wochenende zum Einsatz kommen.

Die Teilnehmer des Tougher Mudder bilden samstags die erste Startwelle und absolvieren dem Grunde nach die normale Tough-Mudder-Strecke. Dann und wann kann es auch eine kleine Zusatzchallenge geben.

Ansonsten sind die Regeln etwas strenger.

Werden beispielsweise der Funky Monkey oder der Kong nicht geschafft, so muss derjenige eine kleine Strafrunde absolvieren.

Es werden Zeiten und Platzierungen genommen und die drei erstplatzierten Frauen und Männer gewinnen Preisgelder. Letztere werden im Prinzip über die höhere Teilnehmergebühr finanziert.

Natürlich gibt es auch ein spezielles Finisher Shirt sowie ein spezielles Tougher Mudder Headband.

Auch wir hatten schon einmal das Glück Nadine zum ersten Platz und damit zu 500 Pfund Preisgeld zu verhelfen.

Erster Platz beim Tougher Mudder

Toughest Mudder

Toughest Mudder LogoDer Toughest Mudder ist so etwas wie der kleine Bruder des World‘s Toughest Mudder und wurde erstmals 2017 in den USA, Kanada und England ausgetragen.

Es handelt sich hierbei um ein 8-Stunden-Rennen, das von Mitternacht bis 8 Uhr morgens ausgetragen wird.

Auch hier gilt es, so viele Meilen wie möglich zu absolvieren. Den besten Frauen und Männern winken Geld- und Sachpreise und die Veranstaltungen werden im amerikanischen TV übertragen.

Wer in dieser Zeit mindestens 25 Meilen absolviert, der qualifiziert sich zudem für die neu geschaffene „Contender Category“ des World‘s Toughest Mudder und darf dann z.B. auch direkt in der vordersten Welle starten, priorisiert einen Platz für seine Pitcrew auswählen, usw.

Abgesehen davon, dass es sicherlich kein Zuckerschlecken ist, acht Stunden am Stück zu laufen und Hindernisse zu überwinden, so dürften die äußeren Bedingungen wohl die größte Herausforderung darstellen.

Alex beim Toughest Mudder

Je nach Veranstaltungsort und Jahreszeit, ist nachts mit Temperaturen unweit des Gefrierpunktes zu rechnen, was Tough Mudder jedoch nicht davon abhält, Wasserhindernisse zu platzieren.

Zudem ist es eine ganz andere Hausnummer, in völliger Dunkelheit zu laufen. Ohne Stirnlampe geht hier gar nichts und selbst mit erweist sich das Ganze als äußerst tückisch.

Wer hier seinen Mann oder seine Frau steht, ist wirklich tough!

Für 2018 wurde jeweils auch ein Toughest Mudder in Deutschland, Schottland und Australien angekündigt.

Solltest du mit dem Gedanken einer Teilnahme spielen, dann kannst du hier schon mal sehen, worauf du dich einlässt:

World's Toughest Mudder

Worlds Toughest Mudder Logo

Der World's Toughest Mudder ist der absolute Saisonhöhepunkt von Tough Mudder und lässt selbst Sport-Cracks in Ehrfurcht erstarren.

Auch wenn hier wie bei den normalen Events der absolute Großteil nur aus „Spaß“ an den Start geht, so gibt es auch hier eine Siegerwertung.

Gesucht werden der Mann, die Frau und das Team (früher mind. 4 Personen, seit 2016 mind. 2 Personen), die innerhalb von 24 Stunden (!) die meisten Runden auf dem 5-Meilen-Parcours zurücklegen.

Neben Sachpreisen winken den Siegern der Einzelwertungen 10.000 Dollar und den Siegern des Team-Wettbewerbs 20.000 Dollar.

Darüber hinaus gibt es jährlich ein Bonuspreisgeld für besondere Meilensteine.

All dies dürfte jedoch für 98 Prozent der Teilnehmer nur eine Randnotiz sein.

Pro Meile warten vier knallharte Hindernisse auf die Teilnehmer und auch ansonsten wird den Teilnehmern körperlich und mental alles abverlangt.

Es versteht sich deshalb von selbst, dass hier nur Teilnehmer mitmachen sollten, die schon etliche Tough Mudder hinter sich und/oder bereits Erfahrungen bei Ironmans oder ähnlichen Veranstaltungen gesammelt haben.

Siegerlisten World's Toughest Mudder

JahrSiegerMeilen
2011Junyong Pak56
2012Junyong Pak90
2013Ryan Atkins100
2014Ryan Atkins95
2015Chad Trammell95
2016Trevor Cichosz100
2017Ryan Atkins110

JahrSiegerMeilen
2011Juliana Sproles48
2012Amelia Boone90
2013Deanna Blegg85
2014Amelia Boone75
2015Amelia Boone75
2016Stefanie Bishop85
2017Rea Kolbl90

JahrSiegerMeilen
2012Nine Inch Males60
20133AM Waterfalls80
2014Wolfpack Spartan75
2015Sinergy Sports80
2016Team Goat Tough105
2017Fitone Gettingtough85

Da 2015 erstmals ein Sonderpreisgeld für das Team ausgerufen wurde, das die 100-Meilen-Marke knackt, wechselte Ryan Atkins in diesem Jahr in den Team-Wettbewerb.

Zwar gewann er diesen und sicherte sich somit zumindest den kleinen „Hattrick“, die 100-Meilen-Grenze wurde jedoch deutlich verfehlt.

Nachdem 2016 auf 2er-Teams umgestellt wurde, holte er dieses Kunststück zusammen mit Jon Albon nach, sodass sich die beiden insgesamt 100.000 Dollar Zusatzpreisgeld sichern konnten.

2017 sicherte sich Ryan Atkins erneut 50.000 Dollar Bonuspreisgeld, indem er als erster Teilnehmer die 110 Meilen (= 177km) knackte.

Ryan Atkins gewinnt WTM 2017

Nachdem Las Vegas vier Jahre lang der Austragungsort war, findet der World's Toughest Mudder 2018 erstmals in Atlanta statt. Die Mudder Nation ist schon jetzt gespannt!

Tough Mudder X

Tough Mudder X Logo

„Tough Mudder X – The Toughest Mile on the Planet“ ist der neuste Geniestreich von Will Dean und Co. und als reines Fernsehformat gedacht.

Innerhalb einer Meile sind nicht nur zehn Tough Mudder Hindernisse zu absolvieren, sondern obendrein auch noch zehn Workouts, die ihren Ursprung im CrossFit haben.

Mitmachen kann man nur nach erfolgreicher Bewerbung.

Es handelt sich um eine ultra harte Competition, die nur von den Härtesten erfolgreich bewältigt werden kann.

Hier ein kleiner Eindruck:

5. Tough Mudder Stirnbänder

Tough Mudder Stirnbänder 2018

Getreu dem Motto „Ehre, wem Ehre gebührt“, bekommen die Teilnehmer nach dem Zieleinlauf ein orangenes Finisher-Stirnband übergestreift.

Dies gilt für alle Teilnehmer, unabhängig davon, wie viele Tough Mudder sie schon absolviert haben.

Hat man schon mehrfach erfolgreich an Tough Mudder teilgenommen, so erlangt man zusätzlich noch ein Legionärsstirnband – ähnlich wie zum Beispiel bei den Gürteln im Judo – in unterschiedlichen Farben.

Tough Mudder Stirnbandfarben

Die Stirnbandfarben schlüsseln sich nach der Anzahl der erfolgreichen Teilnahmen wie folgt:

  • 1x Orange
  • 2x Grün
  • 3x Blau
  • 4-6x Gelb
  • 7-9x Pink
  • 10-24x Schwarz
  • 25-49x Schwarz mit silbernem Rand
  • 50-74x Schwarz mit goldenem Rand
  • 75-99x Silber
  • 100+ Gold

In diese sogenannte „Legionärswertung“ zählen nicht nur die Teilnahmen am Tough Mudder, sondern auch die am Tougher Mudder, Toughest Mudder und World's Toughest Mudder.

Wichtiger Hinweis:

Pro Event gibt es nur 1x am Tag ein Stirnband.

Beispiel:

Rennst du samstags zwei Runden, so zählt nur die erste Runde für die Wertung. Läufst du hingegen samstags und sonntags jeweils eine Runde, so zählen beide Runs für die Wertung.

Es ist aber beispielsweise möglich an einem Tag den Tough Mudder und den Toughest Mudder zu absolvieren. In dem Fall würdest du zwei Stirnbänder erhalten.

Hast du bereits einen Tough Mudder erfolgreich absolviert, so gehörst du zu den sogenannten „Legionären“.

Das bringt den einen oder anderen Vorzug mit sich, denn manche Hindernisse sind zum Beispiel den Legionären vorbehalten.

6. Tough Mudder Pledge

Tough Mudder Pledge

Der sogenannte Tough Mudder Pledge ist so etwas wie die interne Hausordnung bei Tough Mudder und sollte von jedem Teilnehmer verinnerlicht werden.

Kurz vor dem Start knien sich alle Teilnehmer nieder und geben folgendes Gelöbnis ab:

Tough Mudder Pledge

Als Tough Mudder gelobe ich, dass…

…ich weiß, dass Tough Mudder kein Rennen ist, sondern eine Herausforderung.

…ich Teamwork und Teamgeist Vorrang vor meiner Streckenzeit gebe.

…ich nicht jammern werde – Jammern ist was für Kinder!

…ich meinen Mudder-Kameraden helfen werde, die Strecke zu bewältigen.

…ich alle Ängste überwinden werde.

Wer selbst schon mal an Tough Mudder teilgenommen hat, der weiß, dass es sich dabei nicht um irgendwelche Floskeln handelt.

7. Charity Aktivitäten von Tough Mudder

Wounded Warrior Project LogoTough Mudder hat seit 2010 schon über 10 Millionen Dollar für karitative Zwecke gesammelt, davon alleine 6,5 Millionen Dollar für das Wounded Warrior Project, welches hilfsbedürftige US-Veteranen unterstützt.

Auch in Kanada (ebenfalls Wounded Warrior), Großbritannien (Help for Heroes) und Australien (Legacie) unterstützt Tough Mudder militärisch geprägte Wohltätigkeitsorganisationen.

Dies erklärt auch, warum auf den Bildern und Videos von Tough Mudder immer mal wieder Teilnehmer mit Prothesen zu sehen sind.

Uns beeindruckt das immens und wir können vor dieser Leistung nur den Hut ziehen!

In Deutschland ticken was dieses Thema anbelangt die Uhren bekanntlich ein wenig anders, weshalb man sich 2014 für VIVA CON AGUA entschieden hat, die sich für sauberes Trinkwasser einsetzen.

Mittlerweile sind in Deutschland jedoch überhaupt keine Charity-Aktionen mehr wahrzunehmen – offensichtlich hat sich kaum jemand darum geschert und es ist auch kaum jemandem aufgefallen, dass diesbezüglich nichts mehr unternommen wird.

8. Sicherheit bei Tough Mudder

Tough Mudder Verzichtserklärung

Wer Sport treibt, der trägt natürlich immer auch ein gewisses Verletzungsrisiko. Dass ein Hindernislauf dieser Art nicht ohne ist, versteht sich wohl auch von selbst!

Wer also bei Tough Mudder teilnimmt, der sollte sich entsprechend in einer guten körperlichen Konstitution befinden.

Die Veranstalter schließen wie bei solchen Sport-Events üblich, jegliche Haftung aus, da man vor der Teilnahme eine Verzichtserklärung („Death Waiver“) unterschreiben muss.

In der Vergangenheit durften die Teilnehmer zudem erst starten, wenn sie mindestens das 18. Lebensjahr vollendet hatten (mittlerweile liegt das Mindestalter bei 14 Jahren, sofern eine volljährige Begleitung dabei ist).

Trotz allem gilt Tough Mudder als relativ ungefährlich, sodass die meisten Teilnehmer allenfalls kleinere Blessuren davontragen. Ernsthafte Verletzungen gibt es hingegen glücklicherweise äußerst selten.

Überschattet wird die Geschichte von Tough Mudder jedoch von einem tragischen Todesfall.

Am 20.04.2013 kam der 28-jährige Teilnehmer Avishek Sengupta in Gerrardstown in West Virginia ums Leben, nachdem es beim Hindernis „Walk the Plank“ zu einem Unfall kam und er mehrere Minuten unter Wasser blieb, ohne dass es jemand bemerkte.

So schrecklich dieser Unfall auch ist, so muss jedoch eins nüchtern festgestellt werden – irgendwann schlägt die Statistik einfach zu!

Will Dean wusste schon früh, dass dieser Tag irgendwann kommen würde und hatte sein Team entsprechend darauf eingestellt.

Dabei machte er sich nicht hellseherische Kräfte zu eigen, sondern Kenntnisse aus der Statistik.

Überall wo viele Menschen auf einem Haufen sind, kommt es irgendwann zu einem Todesfall, sei es durch einen Herzinfarkt oder was auch immer.

Ausdauerbelastungen erhöhen das Risiko zusätzlich, weshalb es bei Marathon- und selbst bei kleinen Straßenläufen regelmäßig zu solchen Tragödien kommt.

Laut dem Zahlenmaterial von Will Dean ist jedoch Tough Mudder 20x sicherer als beispielsweise ein Triathlon.

Hoffen wir mal, dass wir Mudder künftig von der Statistik weitestgehend verschont bleiben!