Hindernis King of the Swingers

Da Tough Mudder jedes Jahr neue Hindernisse herausbringt, liegt es in der Natur der Sache, dass andere dafür irgendwann von der Bildfläche verschwinden.

Die nachfolgenden Hindernisse sehen wir so schnell nicht wieder bei Tough Mudder.

Übersicht

Backstabber

Tough Mudder Backstabber

Der Backstabber ist die Legionärsversion von The Liberator.

Der wesentliche Unterschied besteht eigentlich darin, dass beim Backstabber lediglich eine Reihe mit Löchern versehen ist und man auch nur einen Stab zur Verfügung hat.

In der Theorie soll man das Hindernis mit Anlauf bewältigen, in der Praxis ist es hingegen kaum möglich die Löcher so präzise zu treffen, insbesondere weil alles sehr glatt ist.

Folglich wird das Hindernis zumeist irgendwie gelöst, aber nicht unbedingt im Sinne des Erfinders.

Tipps für den Backstabber

Wenn du nicht ganz so viel Kraft in den Armen haben solltest, dann kannst du mit etwas Anlauf versuchen einen möglichst hohes Loch anzupeilen – aber Vorsicht, die Löcher sind verdammt schwierig zu treffen!

Ansonsten kannst du natürlich die seitlichen Holzleisten nutzen und mit deinen Füßen etwas nachhelfen.

Sollte auch das zu schwierig für dich sein, so gibt es sicherlich ein paar freundliche Mudder, die dir sowohl von oben als auch von unten behilflich sind.

Cry Baby

Hindernis Cry Baby

Auch wenn Cry Baby letztendlich halb so wild ist, so kannst du hier mitunter schnell mal in Panik geraten!

Du musst hier einige Meter durch einen Schacht kriechen und wirst dabei mit einem pfefferminzartigen Gemisch benebelt.

Du hast nahezu keine Chance etwas zu sehen und weißt daher auch nie so recht, wie lange die Strecke ist, die du noch vor dir hast.

Doch nicht nur die Sicht ist eingeschränkt, sondern auch das Atmen fällt sehr schwer!

Im schlimmsten Fall könnten dir sogar Tränen in die Augen schießen.

Tipps für Cry Baby

Auch wenn sich das jetzt alles sehr dramatisch liest, so musst du Cry Baby wirklich nicht fürchten!

Lasse zunächst mal genügend Abstand zu deinem Vordermann, um Stau zu vermeiden und versuche dann, möglichst zügig durch das Hindernis zu robben.

Schließe währenddessen die Augen und nimm nur so viele Atemzüge wie nötig. Stelle das Denken wenn möglich ein (manch einer hat hier von Natur aus Vorteile) und führe einfach mechanisch deine Bewegungen aus, bis du wieder Licht siehst.

Sobald du raus bist und wieder Orientierung erlangt hast, wirst du feststellen, dass sich deine Atemwege angenehm frei anfühlen. Cry Baby hat nämlich definitiv ein wenig was von einem Erkältungsbad.

Dead Ringer

Tough Mudder Dead Ringer

Der Dead Ringer ist vom Schwierigkeitsgrad her eines der absoluten Highlights unter den Hindernissen.

Hier sind Kraft und Koordination gleichermaßen gefragt!

Du bekommst zwei lose Ringe in die Hand, mit denen du dich an einer Reihe von an einem Holzbalken befestigten Pegs entlanghangeln musst.

Letztere sind ziemlich glatt, sodass du bei der kleinsten falschen Bewegung einen Abflug (wenn auch ausnahmsweise nicht ins Wasser) machst.

Tipps für den Dead Ringer

Wenn du das Risiko eines Absturzes minimieren und mehr auf Kraft setzen möchtest, dann arbeite dich Peg für Peg vor.

Dein Eigenschwung beschränkt sich hier auf das erforderliche Minimum und die Bewegungen gehen sehr kontrolliert und mechanisch vonstatten.

Deutlich schneller kommst du voran, wenn du zu großen Pendelbewegungen ausholst und mit deinem vorderen Arm mindestens zwei Pegs auf einmal passierst.

Richtig angewendet, ist diese Technik deutlich kraftschonender und effektiver, aber eben auch riskanter!

Bei beiden Varianten empfiehlt es sich die Arme möglichst lang zu lassen und die Schultern minimal „einzuklappen“.

So reduzierst du die Last merklich und sparst wichtige Körner.

Frequent Flyers‘ Club

Hindernis Frequent Flyers' Club

Beim Frequent Flyers‘ Club springst du von einer etwa vier Meter hohen Plattform ab und landest wie bei einer Stuntaufnahme sanft auf einem Luftkissen.

Um dem Ganzen noch etwas sportlichen Reiz zu verleihen, hängen ein paar Holzstäbe von der Traverse herunter.

Ziel ist es, dass du mit einer Hand den Holzstab in deiner Stirnbandfarbe erreichst (je mehr Stirnbänder, desto schwieriger).

Tipps für den Frequent Flyers‘ Club

Wenn du mit Höhe ein Problem hast, dann ist der Frequent Flyers‘ Club natürlich der Horror für dich.

In dem Falle hilft es wohl auch wenig, wenn wir dir sagen, dass die Nummer mit dem Luftkissen echt super entspannt ist!

Wenn du eine realistische Chance haben möchtest, einen der vorderen Holzstäbe zu erreichen, dann musst du schlichtweg ausblenden, dass es danach ein paar Meter in die Tiefe geht.

Nur dann wirst du deine volle Sprungkraft mobilisieren können.

Bleibe mit dem Körper voll unter Spannung und strecke deinen präferierten Arm so weit wie möglich aus – mit etwas Glück berührst du dann den Stab.

Sven zeigt hier perfekt, wie es geht:

King of the Swingers

Hindernis King of the Swingers

Wer Wasserrutschen, Sprungbretter und ähnliches mag, der wird King of the Swingers definitiv lieben!

Von einer etwa 3,5m hohen Traverse aus musst du dich wie Tarzan nach vorne schwingen und während des anschließenden Freiflugs wenn möglich mit deinen Händen die vor dir befindliche Glocke berühren.

Nur wenige Mudder schaffen es tatsächlich die Glocke zu läuten – nass werden aber garantiert alle!

Tipps für den King of the Swingers

Es genügt auf keinen Fall sich einfach an die Stange zu hängen und dann darauf zu vertrauen, dass dein Eigenschwung genügt, um die Glocke zu erreichen.

Mit dieser Taktik wirst du noch nicht mal in die Nähe kommen!

Um genügend Fahrt aufzunehmen, musst du mit allem was du hast reinspringen und voll unter Spannung (insbesondere in den Schultern) bleiben.

Lasse die Stange am höchsten Punkt los, strecke deinen bevorzugten Arm direkt nach vorne und mache dich so lang wie möglich.

Mit Koordination, Mut und einem Quäntchen Glück wirst du dann zu den Wenigen gehören, die King of the Swingers erfolgreich meistern.

Wie das Ganze in der Poser-Variante funktioniert, demonstriert uns Alex:

Kong

Tipps für das Hindernis Kong

Im Vergleich zu 2017 ist der Kong ein paar Meter nach unten gewandert und für die „Firsttimer“ bestimmt, während sich die Legionäre am Kong Infinity versuchen dürfen.

Im Prinzip gleicht das Hindernis nun dem früheren „Hangin‘ Tough“, nur ohne Wasser.

Ziel ist es, dass du mit Hilfe der fünf hängenden Ringe die Plattform auf der anderen Seite erreichst.

Griffkraft sowie eine gute Technik sind sicherlich die wichtigsten Zutaten, um Kong erfolgreich zu bewältigen.

Tipps für den Kong

Es ist nicht unbedingt notwendig, aber der erste Ringe ist der einzige, bei dem es Sinn ergibt, ihn mit beiden Händen zu greifen.

Schwung holst du, indem du dich von der Plattform abdrückst und so hast du gleich zu Beginn einen sicheren Griff.

In der Folge solltest du jedoch immer nur eine Hand an einem Ring haben, da du beim Doppeln enorm an Schwung verlierst. Die Arme bleiben lang.

Erreichst du den nächsten Ring, so halte den vorherigen noch kurz mit der anderen Hand fest und ziehe dich leicht zurück, ehe du zum nächsten Ring schwingst.

So nutzt du den Schwung perfekt aus und bleibst voll im Flow.

Ach ja, wenn du wie Oli in deinem Leben schon mal Last Man Standing von Ninja Warrior warst, dann schaffst du den Kong auch mit zwei Ringen (hier nur die alte Version ein paar Meter höher):

Kong Infinity

Tipps für das Hindernis Kong Infinity

Der Kong Infinity ist die Legionärsversion des Kongs und unter den Tough Mudder Hindernissen momentan wohl eines der großen Highlights.

Ziel ist es, in luftiger Höhe von einer Plattform auf die andere zu gelangen.

Hierzu hängst du dich zunächst an eine große Rolle, die mit Ringen gespickt ist und bewegst diese Stück für Stück nach vorne, indem du immer wieder den nächsten Ring greifst.

Bist zu ca. bei der Hälfte angelangt, musst du umgreifen und den restlichen Weg mit Hilfe von ein paar Monkey Bars zurücklegen.

Tipps für den Kong Infinity

Keine Frage, Griffkraft ist auch hier alles andere als schädlich, aber darüber hinaus kommt es auch auf eine gute Technik an.

Theoretisch kannst du dich vorwärts, rückwärts oder auch seitlich an die Rolle hängen – alle Varianten sind möglich und führen zum Ziel.

Wir bevorzugen allerdings die Variante rückwärts, da dies vom Bewegungsablauf am natürlichsten ist und du so die Ringe immer perfekt im Blick hast.

Wie das Ganze nahezu in Perfektion aussieht, zeigt dir hier der Max:

Rain Man

Tough Mudder Hindernis Rain Man

Das Hindernis Rain Man ist den Legionären vorbehalten und vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht – das Ding hat es nämlich in sich!

Wenn du zum ersten Mal einen Tough Mudder bestreitest, wirst du in den Cage Crawl geschickt, also sozusagen in den etwas weniger heftigen Vorgänger.

Auch hier musst du dich rückwärts durchs Wasser an einem Bauzaun entlanghangeln. Das Becken ist dabei mitunter so krass gefüllt, dass nicht viel mehr als dein Mund aus dem Wasser ragt.

Die beiden Unterschiede zum Cage Crawl bestehen nun darin, dass du zu Beginn erst mal eine Passage im Dunkeln (an den Seiten sieht man schon noch was) absolvieren musst und dass alle paar Meter auch noch von oben Wasser kommt.

Wann zahlt man schon mal für Waterboarding?!

Tipps für Rain Man

Wie bereits beim Cage Crawl erwähnt, ist es das Wichtigste, Ruhe zu bewahren.

Die Wasserstrahlen beim Rain Man sind halb so wild.

Halte Augen und Mund geschlossen, behalte dein bisheriges Tempo bei (nicht schneller werden) und atme einfach ganz normal weiter.

Reine Kopfsache!

Stage 5 Clinger

Tough Mudder Hindernis Stage 5 Clinger

Während sich die Firsttimer mit dem vergleichsweise einfachen The Reach Around auseinandersetzen, bekommen es die Legionäre mit einer ungleich schwierigeren Aufgabe zu tun.

Auf sie wartet nämlich der Stage 5 Clinger.

Während das Hangeln von Stange zu Stange für die meisten noch gut machbar sein sollte, hat es vor allem der letzte Teil in sich.

Quasi an einer Klimmzugstange hängend, musst du irgendwie die über dir befindliche Plattform erreichen.

Die Technik ist dabei dir überlassen, aber es ist vor allen Dingen Kraft gefragt.

Tipps für den Stage 5 Clinger

Besitzt du Kraft im Überfluss, so kannst du durch eine kleine Pendelbewegung etwas Schwung holen und dann ähnlich wie bei einem Muscle-up aufschwingen.

Hierzu musst du jedoch – zumindest in Europa – blitzartig an die obere Stange umgreifen, was das Ganze zusätzlich erschwert.

Alternativ kannst du einen Fuß rüberschwingen und dich dann hochziehen oder notfalls die Seitenkonstruktion mitbenutzen.

Wenn du unsicher sein solltest, dann sollte am besten jemand unten stehen, der dich ähnlich wie beim Bouldern absichert.

Absichern heißt in dem Fall, dass man jemanden im Falle eines Sturzes versucht abzufangen (nicht aufzufangen).

Hier meistert Michael „leicht“ poserhaft die US-Version:

Im Gegensatz hierzu siehst du hier die Europa-Version:

The Reach Around

Tough Mudder Hindernis The Reach Around

Während die Legionäre versuchen den Stage 5 Clinger zu bezwingen, bekommen es die Firsttimer mit dem deutlich einfacheren Hindernis The Reach Around zu tun.

Ziel ist es hier, die obere Plattform zu erreichen, indem du ein schräg nach oben verlaufendes Holzgerüst hochkletterst.

Etwas schwierig ist dabei das letzte Stück, da du hier den Übergang von der Schrägen in die Gerade vollziehen musst.

Wenn du Glück hast, erwartet dich jedoch von oben Hilfe.

Tipps für The Reach Around

Achte beim Hochklettern darauf, dass sich deine Hüfte immer nah am Holzgerüst befindet.

Je weiter du dich nämlich entfernst, desto stärker verlagert sich dein Körperschwerpunkt nach unten.

In der Folge vergeudest du unnötig Kraft.

Bist du mit dem Oberkörper oben angelangt und nicht stark genug dich hochzuwuchten, so kannst du versuchen ein Bein nach oben zu werfen und dich dann schrittweise hochzuziehen.

Ab diesem Punkt ist es außerdem auch gut möglich, sich von anderen Muddern helfen zu lassen. Solange diese irgendein Körperteil zum Ziehen finden, ist der Rest nur noch Formsache.

Wer beim Klettern unsicher ist, der sollte sich von unten am besten absichern lassen, d.h. ähnlich wie beim Bouldern sollte jemand unten stehen, der die fallende Person notfalls abfangen kann.