Tough Mudder Hindernisse

Du bist schon ganz heiß auf die neuen Tough Mudder Hindernisse 2018?

Hier erhältst du Tipps und Tricks sowie bewährte Strategien für alle relevanten Obstacles!

Übersicht über alle Tough Mudder Hindernisse

Arctic Enema „The Rebirth“

Arctic Enema The Rebirth

Beim Arctic Enema rutschst du von einer Röhre in 4°C kaltes Eiswasser – einmal die Rampe verlassen, gibt es kein Zurück mehr!

Ursprünglich sollte der Nachfolger der 2.0er-Version kopfüber in Angriff genommen werden, aber davon hat man nun doch Abstand genommen.

Ähnlich wie früher, musst du in der Mitte unter einem Brett oder manchmal auch unter Reifen hindurch tauchen.

Für Firsttimer sicherlich eines der härtesten Hindernisse!

Tipps für Arctic Enema „The Rebirth“

Du tust gut daran, deinen Körper bereits vor Tough Mudder auf wechselnde Temperaturen einzustellen, z.B. mit Kalt- bzw. Wechselduschen oder auch mit Saunagängen.

Stürze dich auf keinen Fall zu früh ins Eiswasser, denn in der Mitte und beim Aussteigen kann es mitunter zu „Stau“ kommen und du wirst jede Sekunde bereuen, die du zu lange im Arctic Enema verbringst.

Dementsprechend solltest du auch deinen inneren Dialog vor dem Tauchgang in der Mitte abkürzen und die Geschichte so schnell wie möglich hinter dich bringen.

Sobald du aus dem Eisbecken bist, heißt es sich bewegen was das Zeug hält, um schnell wieder auf Temperatur zu kommen (selbst wenn du noch auf deine Teamkameraden warten musst).

Wenn dir der Arctic Enema hingegen nicht tough genug sein sollte und du den ultimativen Nervenkitzel suchst, dann kannst du ja gerne mal wie wir eine kleine Partie „Schere, Stein, Papier“ im Eisbecken spielen:

Augustus Gloop / Snot Rocket

Augustus Gloop & Snot Rocket

Augustus Gloop (Firsttimer) und Snot Rocket (Legionäre) sind im Prinzip identisch, nur dass du bei der Legionärsvariante noch kurz vor dem eigentlichen Hindernis unter einer Boje durchtauchen musst.

Deine Aufgabe ist es nun, in einer Röhre hochzuklettern, während dir von oben jede Menge Wasser entgegenkommt.

Klingt sehr simpel, kann aber ganz schön tückisch sein!

Tipps für Augustus Gloop & Snot Rocket

Solange du Ruhe bewahrst, wird dir nicht viel passieren, aber wehe du gerätst in Panik!

Es kann schnell mal vorkommen, dass man kurzzeitig nichts mehr sieht, denn die Wassermengen sind durchaus beachtlich. Den Blick nach oben solltest du deshalb wenn möglich vermeiden.

In der Röhre befinden sich Einkerbungen, woran du dich mit Händen und Füßen hochhangeln kannst. Für die meisten ist es dabei einfacher, wenn sie nicht beidseitig hochsteigen, sondern an einer Seite wie an einer Leiter hochklettern.

Achte darauf, dass du dir beim Aussteigen nicht den Kopf stößt. Außerdem sollte auf keinen Fall ein Mudder unten stehen, wenn gerade ein anderer Mudder nach oben klettert.

Backstabber

Tough Mudder Backstabber

Der Backstabber ist die Legionärsversion von The Liberator.

Der wesentliche Unterschied besteht eigentlich darin, dass beim Backstabber lediglich eine Reihe mit Löchern versehen ist und man auch nur einen Stab zur Verfügung hat.

In der Theorie soll man das Hindernis mit Anlauf bewältigen, in der Praxis ist es hingegen kaum möglich die Löcher so präzise zu treffen, insbesondere weil alles sehr glatt ist.

Folglich wird das Hindernis zumeist irgendwie gelöst, aber nicht unbedingt im Sinne des Erfinders.

Tipps für den Backstabber

Wenn du nicht ganz so viel Kraft in den Armen haben solltest, dann kannst du mit etwas Anlauf versuchen einen möglichst hohes Loch anzupeilen – aber Vorsicht, die Löcher sind verdammt schwierig zu treffen!

Ansonsten kannst du natürlich die seitlichen Holzleisten nutzen und mit deinen Füßen etwas nachhelfen.

Sollte auch das zu schwierig für dich sein, so gibt es sicherlich ein paar freundliche Mudder, die dir sowohl von oben als auch von unten behilflich sind.

Balls to the Wall

Balls to the Wall

Bei Balls to the Wall musst du dich mit Hilfe eines Seils an einer in etwa fünf Meter hohen Wand hochziehen und dich an der anderen Seite wieder langsam ablassen.

In regelmäßigen Abständen befinden sich Querbalken, sodass du dich besser abstützen oder notfalls eine kleine Pause einlegen kannst. Theoretisch kannst du dich auch an diesen hochziehen, was jedoch nicht im Sinne des Erfinders ist.

Wenn du nicht gerade Höhenangst hast und konzentriert bleibst, sollte das Hindernis relativ gut zu meistern sein!

Tipps für Balls to the Wall

Die größte Herausforderung (wenn du nicht gerade unter Höhenangst leidest) bei Balls to the Wall ist es, einen festen Griff zu behalten, da das Seil in der Regel doch sehr rutschig ist!

Arbeite dich mit gleichmäßigen Bewegungen nach oben und achte darauf, dass du nicht aus dem Gleichgewicht gerätst und zur Seite pendelst.

Kippe außerdem nicht zu weit nach hinten, weil sich das erstens negativ auf deinen Körperschwerpunkt auswirkt und zweitens mehr Kraft kostet.

In Anbetracht der Höhe solltest du durchgehend konzentriert bleiben, denn von oben herunterzufallen kann unlustig enden!

Mache deshalb auch von dem Griff Gebrauch, der sich ganz oben zu deiner Sicherheit befindet.

Berlin Walls (Hero Walls)

Tough Mudder Berlin Walls

Die Berlin Walls (heißen im UK „Hero Walls“) haben es in sich und sind nur von sehr großen oder sehr gut trainierten Muddern alleine zu bewältigen.

Hier gilt es zwei Wände mit ca. 3m Höhe zu überwinden – völlig egal mit welcher Technik.

Oft befinden sich die Berlin Walls im letzten Drittel der Strecke, sodass bei vielen schon die Kräfte merklich schwinden.

Gemeinsam schaffen es aber am Ende doch alle irgendwie drüber!

Tipps für die Berlin Walls

Könner bekommen irgendwie die obere Kante zu fassen, machen einen Klimmzug nach oben und drücken sich dann mit allem was sie haben rauf.

Die nächst elegantere Methode ist es, einen Klimmzug zu absolvieren und danach ein Bein über die Mauer zu werfen, um sich anschließend langsam hochzuhangeln.

Wer nicht ganz so viel Power hat, der lässt sich im Regelfall von anderen Muddern mit der klassischen Räuberleiter helfen.

Noch effektiver ist jedoch die doppelte Räuberleiter! Steige hierzu zunächst mit einem Fuß bei einem und danach mit dem anderen Fuß bei einem zweiten Mudder auf.

Birth Canal

Hindernis Birth Canal

Während Legionäre The Black Hole in Angriff nehmen, bekommen es die Firsttimer mit dem Birth Canal zu tun.

Hier ist eine Plane voll Wasser auf einem Balkenkonstrukt gespannt, wobei die Plane fast bis zum Boden durchhängt. Deine Aufgabe ist es nun, dich trotz immenser Last auf dem Rücken da irgendwie unten durchzuquetschen!

Solltest du Angst haben, dass du nicht genügend Luft bekommst, so können wir dich auch dahingehend beruhigen.

Bisher gab es noch keine Totgeburt und alle Mudder haben den Geburtskanal lebend verlassen!

Tipps für den Birth Canal

Bewege dich so dicht wie möglich am Untergrund, ohne dabei unnötig über den Boden zu schleifen.

Den besten Kraftumsatz erzielst du, wenn du dich mit den Armen Stück für Stück durchrobbst, also quasi immer wieder leicht in den Unterarmstütz gehst und dich dann nach vorne ziehst. So schürfst du dir außerdem nichts auf.

Wenn du in Physik gut aufgepasst hast, dann weißt du, dass sich das Wasser in der Mitte sammelt und die Plane dort folglich am tiefsten hängt. Halte dich also nach Möglichkeit leicht seitlich, um nicht die volle Last schultern zu müssen.

Solltest du unerwartet Panik verspüren, so kippe deinen Kopf leicht zur Seite – so kannst du Luft schnappen und dich langsam wieder beruhigen.

Black Hole

Tough Mudder Black Hole

Black Hole ist die Legionärsvariante vom Birth Canal.

Der Aufbau ist im Prinzip identisch, sodass du dich auch hier unter einer engen mit Wasser beladenen Plane hindurchquetschen musst.

Einziger Unterschied: Das Hindernis ist abgedunkelt, sodass du im Inneren (fast) nichts mehr sehen kannst.

Du hast hoffentlich keine Angst im Dunkeln?

Tipps für das Black Hole

Die Tipps gleichen sich mit denen zum Birth Canal.

Die Dunkelheit ist halb so wild, teilweise fällt doch noch ziemlich viel Licht ein. Achte vor allem darauf, dass du genügend Abstand zum Mudder vor dir hältst.

Boa Constrictor (Sewer Rat)

Hindernis Boa Constrictor bzw. Sewer Rat

Das Hindernis Boa Constrictor (unterschiedliche Namen, im UK heißt es im Regelfall „Sewer Rat“)  ist eigentlich eine ziemlich harmlose Angelegenheit, kann aber Leute mit Platzangst durchaus eine Menge Überwindung kosten.

Hier musst du durch eine oder zwei mehr oder weniger enge (je nach Figur) Röhren kriechen, wobei dich am Ende jeweils ein Wassergraben erwartet.

Wer hier mit angenehm warmen Wasser rechnet, der gehört wohl definitiv noch zu den Tough Mudder Jungfrauen.

Tipps für Boa Constrictor bzw. Sewer Rat

Wie für alle Kriechhindernisse gilt auch für Boa Constrictor, dass du elegant und effizient robben und nicht über den Boden schleifen solltest.

Letzteres verursacht nämlich mitunter nicht nur Schürfwunden, sondern kann auch zum Verlust deiner Startnummer führen – das wiederum erschwert die anschließende Bildersuche ungemein!

Versuche dich mit den Füßen und den Unterarmen fortzubewegen und den restlichen Körper ähnlich wie beim Unterarmstütz leicht anzuheben.

Wenn du aus der Röhre rauskommst, dann ist das Wasser oftmals etwas tiefer als man eigentlich vermuten würde.

Achte deshalb darauf, dass du deine Arme komplett ausstreckst und möglichst zügig wieder an Land kommst.

Wir drehen uns am Ende auch gerne auf den Rücken, halten uns oben fest und lassen uns dann im wahrsten Sinne des Wortes unter die Arme greifen.

So bleibt der Oberkörper trocken.

Cage Crawl

Hindernis Cage Crawl

Beim Cage Crawl musst du dich in kaltes und dreckiges Wasser begeben und dich rückwärts einige Meter an einem Zaun entlanghangeln.

Zwischen dem Wasser und dem Zaun sind dabei nur wenige Zentimeter Platz, sodass du jederzeit Gefahr läufst, Wasser zu schlucken.

Wer mit Wasser generell eher auf Kriegsfuß steht oder womöglich sogar unter Platzangst leidet, der kann hier mitunter schnell in Panik geraten.

Ach ja, Legionäre werden übrigens nicht in den Cage Crawl geschickt, sondern müssen direkt den Rain Man in Angriff nehmen!

Tipps für den Cage Crawl

In der Ruhe liegt die Kraft! Du solltest das Hindernis deshalb langsam und überlegt meistern und hektische Bewegungen unter allen Umständen vermeiden.

Bist du nämlich zu schnell unterwegs, so wirbelst du nach den Gesetzen der Physik automatisch Wasser auf und dieses landet zwangsläufig in deinem Gesicht.

Die Gefahr ist dann groß, dass du in Panik gerätst und noch zügigere Bewegungen machst – ein Teufelskreis, der dir schnell ein Gefühl vermittelt, wie sich Waterboarding anfühlen muss!

Versuche also immer ruhig zu bleiben und halte Kopf und Körper möglichst weit oben. Beherzigst du diese Tipps, kann eigentlich nichts passieren.

Wie man es definitiv NICHT machen sollte, hat Michael eindrucksvoll bei seinem allerersten Tough Mudder bewiesen:

Cry Baby

Hindernis Cry Baby

Auch wenn Cry Baby letztendlich halb so wild ist, so kannst du hier mitunter schnell mal in Panik geraten!

Du musst hier einige Meter durch einen Schacht kriechen und wirst dabei mit einem pfefferminzartigen Gemisch benebelt.

Du hast nahezu keine Chance etwas zu sehen und weißt daher auch nie so recht, wie lange die Strecke ist, die du noch vor dir hast.

Doch nicht nur die Sicht ist eingeschränkt, sondern auch das Atmen fällt sehr schwer!

Im schlimmsten Fall könnten dir sogar Tränen in die Augen schießen.

Tipps für Cry Baby

Auch wenn sich das jetzt alles sehr dramatisch liest, so musst du Cry Baby wirklich nicht fürchten!

Lasse zunächst mal genügend Abstand zu deinem Vordermann, um Stau zu vermeiden und versuche dann, möglichst zügig durch das Hindernis zu robben.

Schließe währenddessen die Augen und nimm nur so viele Atemzüge wie nötig. Stelle das Denken wenn möglich ein (manch einer hat hier von Natur aus Vorteile) und führe einfach mechanisch deine Bewegungen aus, bis du wieder Licht siehst.

Sobald du raus bist und wieder Orientierung erlangt hast, wirst du feststellen, dass sich deine Atemwege angenehm frei anfühlen. Cry Baby hat nämlich definitiv ein wenig was von einem Erkältungsbad.

Dead Ringer

Tough Mudder Dead Ringer

Der Dead Ringer ist vom Schwierigkeitsgrad her eines der absoluten Highlights unter den Hindernissen.

Hier sind Kraft und Koordination gleichermaßen gefragt!

Du bekommst zwei lose Ringe in die Hand, mit denen du dich an einer Reihe von an einem Holzbalken befestigten Pegs entlanghangeln musst.

Letztere sind ziemlich glatt, sodass du bei der kleinsten falschen Bewegung einen Abflug (wenn auch ausnahmsweise nicht ins Wasser) machst.

Tipps für den Dead Ringer

Wenn du das Risiko eines Absturzes minimieren und mehr auf Kraft setzen möchtest, dann arbeite dich Peg für Peg vor.

Dein Eigenschwung beschränkt sich hier auf das erforderliche Minimum und die Bewegungen gehen sehr kontrolliert und mechanisch vonstatten.

Deutlich schneller kommst du voran, wenn du zu großen Pendelbewegungen ausholst und mit deinem vorderen Arm mindestens zwei Pegs auf einmal passierst.

Richtig angewendet, ist diese Technik deutlich kraftschonender und effektiver, aber eben auch riskanter!

Bei beiden Varianten empfiehlt es sich die Arme möglichst lang zu lassen und die Schultern minimal „einzuklappen“.

So reduzierst du die Last merklich und sparst wichtige Körner.

Devil's Beard

Hindernis Devil's Beard

Bei Devil‘s Beard musst du unter einem riesigen Netz hindurch.

Befindet man sich mal zufälligerweise alleine an diesem Hindernis, so merkt man erst mal, wie viel dieses Netz wiegt.

Devil‘s Beard zählt deshalb zu den klassischen Teamhindernissen, bei denen sich die Mudder gegenseitig unterstützen.

Tipps für Devil's Beard

Wer einen Funken für Teamwork übrig hat und intuitiv agiert, der kann eigentlich nicht viel falsch machen.

Idealerweise halten jeweils ein paar Mudder am Anfang, in der Mitte und am Ende das Netz hoch, sodass andere Mudder in Ruhe das Hindernis passieren können.

Wichtig dabei ist, dass jeder mal mithilft und sich nicht einfach aus dem Staub macht.

Sollte das dennoch jemand versuchen, so sollte ihn ein Legionär mal ordentlich zurückpfeifen, das wirkt Wunder.

Wenn du einigermaßen kräftig bist, dann laufe am besten leicht gebückt rückwärts und drücke dabei das Netz mit Rücken und Armen nach oben.

So kommst du voran, hilfst dennoch aktiv mit und erhältst obendrein noch eine kostenlose Massage.

Electric Eel

Hindernis Electric Eel

Der Electric Eel ist aus unserer Sicht das mit Abstand härteste Hindernis bei Tough Mudder!

Teilweise liegt man im Bett und denkt mit Grauen an diese Momente zurück…

Es ist vielleicht das einzige Hindernis, vor dem man danach (noch) mehr Angst hat als vorher!

Über dem wässrigen Boden ist ein Balkenkonstrukt gespannt, dessen „Decke“ kaum höher ragt als der eigene Hintern.

Hier gilt es nicht nur bäuchlings hindurchzurobben, sondern wenn möglich auch den zahlreichen elektrisch geladenen Kabeln weitestgehend auszuweichen.

Die schlechte Nachricht:

Du kannst unmöglich allen Kabeln ausweichen!

Sobald du eines der Kabel leicht berührst, wird es deinen gesamten Körper zucken lassen – das Wasser tut sein Übriges!

Dummerweise erwischt es dich auch, wenn es jemanden in unmittelbarer Nähe erwischt, denn auch hier wirst du wieder die physikalischen Eigenschaften des Wassers zu spüren bekommen…

Beim Electric Eel hörst du im 3-Sekunden-Takt laute Schreie, aber sofern du keinen Herzschrittmacher hast, sind die Elektroschocks natürlich unbedenklich.

Tipps für den Electric Eel

Schalte dein Hirn wenn möglich vorher aus und nimm das Hindernis sofort in Angriff!

Je länger du nämlich am Hindernis stehst und die Schreie der anderen Mudder hörst, desto mehr wirst du innerlich verkrampfen!

Bringe die Sache so schnell wie möglich hinter dich und schaue lediglich, dass dein Kopf geschützt ist (ein Stromschlag an der Schläfe ist wahrlich nicht schön).

Je langsamer du durchrobbst, desto härter werden dich die einzelnen Stromschläge treffen und desto größer ist die Gefahr, dass dich die Panik überfällt!

Kalkuliere also den einen oder anderen Stromschlag ein und robbe im Sprint durch.

Michael zeigt hier wie man es schnell hinter sich bringt:

Electroshock Therapy

Tough Mudder Hindernis Electroshock Therapy

Kurz bevor du endlich dein Stirnband und das wohl verdiente Bier in Empfang nehmen kannst, musst du traditionell noch mal durch die Electroshock Therapy.

Bei diesem Hindernis musst du durch herunterhängende Stromkabel sprinten und 10.000 Volt über dich ergehen lassen.

Vergnügungssteuerpflichtig ist auch das nicht, aber unseres Erachtens ist die Electroshock Therapy nicht halb so schlimm wie der Electric Eel.

Zum einen ist das Hindernis in sehr kurzer Zeit überwunden und zum anderen werden die Stromschläge im Gegensatz zum Electric Eel nicht noch durch Wasser verstärkt.

Ein Stück weit ist es hier wie in der Lotterie – manchmal spürt man so gut wie gar nichts und manchmal erwischt es einen richtig fies und man trägt sogar Striemen davon!

Ach ja, Legionäre müssen sich nichts mehr beweisen und dürfen stattdessen zum Kong!

Tipps für die Electroshock Therapy

Wenn du hier überhaupt an irgendwas denken solltest, dann daran, dass du es gleich geschafft hast!

Schütze mit den Armen dein Gesicht und renne im Vollsprint durch, dann ist der Spuk innerhalb von zwei Sekunden vorbei.

Während du beim Electric Eel den Stromkabeln noch teilwiese ausweichen kannst, hängen diese hier so dicht, dass ein Ausweichen ohnehin nicht möglich ist.

Ein Stück weit ist es hier wie in der Lotterie – manchmal spürt man so gut wie gar nichts und manchmal erwischt es einen richtig fies und man trägt sogar Striemen davon!

So oder so – Augen zu und durch!

Oder du machst es wie Tobi und haust in der Mitte noch zehn Burpees raus:

Everest 2.0

Tough Mudder Everest 2.0

Schneller, höher, stärker – das ist nicht nur das Motto bei Olympia, sondern auch bei Tough Mudder!

Der Everest 2.0 ist stolze 20 Prozent steiler als sein Vorgänger und bringt so manchen Mudder zum Verzweifeln!

Wie auf dem Bild gut zu erkennen, musst du hier eine steile und nicht minder rutschige Halfpipe bezwingen.

Zumeist ist der Everest 2.0 das vorletzte Hindernis, das heißt du bist zu diesem Zeitpunkt schon richtig im Eimer!

Das letzte Stück ist alleine kaum zu bewältigen.

Hier gilt es irgendwie den Arm eines anderen Mudders zu erfassen, damit dieser dich das letzte Stück hochziehen kann.

Bei kaum einem anderen der Tough Mudder Hindernisse kommt der Teamgedanke so sehr zum Tragen wie beim Everest 2.0!

Tipps für den Everest 2.0

Wenn du im Team unterwegs bist, dann schickt diejenigen mit der größten Reichweite nach vorne, denn wenn es darum geht einen rettenden Arm zu fassen zu bekommen, dann kommt es in der Tat auf jeden Zentimeter an!

Die Halfpipe ist wirklich sehr rutschig, deswegen solltest du versuchen diese mit wenigen großen Schritten zu bezwingen.

Wenn du anläufst, dann lege alles rein was du hast! Ansonsten wirst du gnadenlos scheitern und jeder zusätzliche Versuch kostet dich immense Kraft!

Schaue die ganze Zeit nach oben und bleibe mit dem Oberkörper aufrecht.

Springe auf gar keinen Fall, sondern versuche einfach am höchsten Punkt die Hand eines Mudders zu greifen.

Springen ist nur angesagt, wenn du versuchst den Everest 2.0 alleine zu bezwingen.

Das sieht dann im Idealfall so aus (deutlich schwieriger als es aussieht):

Frequent Flyers‘ Club

Hindernis Frequent Flyers' Club

Beim Frequent Flyers‘ Club springst du von einer etwa vier Meter hohen Plattform ab und landest wie bei einer Stuntaufnahme sanft auf einem Luftkissen.

Um dem Ganzen noch etwas sportlichen Reiz zu verleihen, hängen ein paar Holzstäbe von der Traverse herunter.

Ziel ist es, dass du mit einer Hand den Holzstab in deiner Stirnbandfarbe erreichst (je mehr Stirnbänder, desto schwieriger).

Tipps für den Frequent Flyers‘ Club

Wenn du mit Höhe ein Problem hast, dann ist der Frequent Flyers‘ Club natürlich der Horror für dich.

In dem Falle hilft es wohl auch wenig, wenn wir dir sagen, dass die Nummer mit dem Luftkissen echt super entspannt ist!

Wenn du eine realistische Chance haben möchtest, einen der vorderen Holzstäbe zu erreichen, dann musst du schlichtweg ausblenden, dass es danach ein paar Meter in die Tiefe geht.

Nur dann wirst du deine volle Sprungkraft mobilisieren können.

Bleibe mit dem Körper voll unter Spannung und strecke deinen präferierten Arm so weit wie möglich aus – mit etwas Glück berührst du dann den Stab.

Sven zeigt hier perfekt, wie es geht:

Funky Monkey „The Revolution“

Hindernis Funky Monkey "The Revolution"

Die mittlerweile 3. Generation des Funky Monkeys ist technisch anspruchsvoller denn je, dafür nicht mehr ganz so kraftintensiv.

Zunächst hangelst du dich an leicht schräg nach oben verlaufenden Sprossen entlang, ehe du dich an einem Rad in der Mitte um deine eigene Achse drehst.

Nun gilt es mit viel Schwung und mit Hilfe von zwei weiteren Rädern (diese katapultieren dich nach vorne) sowie einer kleinen Stange am Schluss das andere Ende des Ufers trocken zu erreichen.

Tipps für den Funky Monkey

Den Funky Monkey solltest auf alle Fälle mit trockenen Händen in Angriff nehmen (wir ziehen die Handschuhe vorher aus und haben dann schon mal relativ saubere Hände).

Missbrauche hierzu notfalls einen der Volunteers.

An den ganz normalen Monkey Bars solltest du pro Umgriff mindestens eine Stange nach vorne gelangen, da erstens jeder Umgriff Kraft kostet und du zweitens beim Doppeln der Stange deinen kompletten Schwung verschenkst.

Am mittleren Rad drehst du dich mehr oder weniger von alleine und musst nur noch auspendeln.

Du tust dir selbst einen großen Gefallen, wenn du bei den beiden letzten Rädern direkt vorne umgreifst und nicht noch mal zurückpendelst, da du sonst den Schwung komplett selbst generieren musst.

Optional kannst du jeweils mit einem Arm das vordere Element greifen und mit dem anderen das hintere Element noch einen Moment festhalten.

So kannst du die Schwungbewegung kontrolliert einleiten.

Michael hat den Funky Monkey zu Ehren seines 50. Laufes „blind“ bezwungen, da kannst du dir vielleicht etwas abschauen:

Hold your Wood 2.0

Hindernis Hold your Wood 2.0

Musste man in der Vergangenheit noch stupide irgendwelche Holzklötze alleine durch die Gegend schleppen, so ist Hold your Wood 2.0 deutlich teamorientierter.

Drei bis vier Mudder packen sich jeweils zusammen einen Baumstamm auf die Schulter und laufen dann gemeinsam eine Route ab.

Zwischendrin gilt es dann noch den Baumstamm über eine kleine Holzwand zu hieven oder durch eine Öffnung in selbiger zu schieben. Hier besteht innerhalb des Teams ein klein wenig Koordinierungsbedarf.

Am Ende des Parcours stehen im Regelfall schon ein paar andere Mudder parat, die den Baumstamm bereitwillig abnehmen.

Tipps für Hold your Wood

Stellt euch auf alle Fälle auf wie bei den Daltons – die Kleinen nach vorne und die Großen nach hinten!

Andernfalls schwebt der Baumstamm da wo die Kleineren stehen.

Die komfortabelste Position ist definitiv auf den Schultern, in allen anderen Fällen macht ihr euch unnötig kaputt.

Im Zielbereich angekommen, stehen im Regelfall auch schon die nächsten Mudder bereit, um euch den Baumstamm dankend abzunehmen.

Davon abgesehen gibt es jetzt nicht so viel was man falsch machen könnte, denn hier sind definitiv keine intellektuellen Höchstleistungen gefordert!

Island Hopping

Tough Mudder Island Hopping

Wer dieses Hindernis sieht, muss unweigerlich an Takeshi‘s Castle denken!

Die Challenge besteht darin, das Wasser möglichst trocken zu überqueren, indem du von einer beweglichen kleinen Insel zur anderen springst.

Dabei kommt es also vor allem auf Gleichgewicht, Koordination und Geschicklichkeit an.

Eine Unkonzentriertheit und du gehst baden!

Tipps für Island Hopping

Wenn du nicht viel zögerst und einen guten Rhythmus hast, dann kannst du die einzelnen Inseln relativ zügig überqueren.

Damit gehst du aber natürlich auch ein gewisses Risiko ein, denn je schneller du unterwegs bist, desto hoffnungsloser ist ein Rettungsversuch, falls du doch mal leicht aus dem Gleichgewicht geraten solltest.

Du kannst die Sache also gut und gerne auch etwas ruhiger angehen.

Die Abstände sind im Übrigen so gewählt, dass du nicht unbedingt springen musst – große Schritte reichen auch bei kleinen Muddern völlig aus.

Peile bei den einzelnen Plattformen stets die Mitte an und ziehe das zweite Bein schnell zur Stabilisation nach.

Hilfreich ist es auch, wenn du dich dabei klein machst und deine Arme zu den Füßen führst und dich erst danach wieder langsam aufrichtest.

King of the Swingers

Hindernis King of the Swingers

Wer Wasserrutschen, Sprungbretter und ähnliches mag, der wird King of the Swingers definitiv lieben!

Von einer etwa 3,5m hohen Traverse aus musst du dich wie Tarzan nach vorne schwingen und während des anschließenden Freiflugs wenn möglich mit deinen Händen die vor dir befindliche Glocke berühren.

Nur wenige Mudder schaffen es tatsächlich die Glocke zu läuten – nass werden aber garantiert alle!

Tipps für den King of the Swingers

Es genügt auf keinen Fall sich einfach an die Stange zu hängen und dann darauf zu vertrauen, dass dein Eigenschwung genügt, um die Glocke zu erreichen.

Mit dieser Taktik wirst du noch nicht mal in die Nähe kommen!

Um genügend Fahrt aufzunehmen, musst du mit allem was du hast reinspringen und voll unter Spannung (insbesondere in den Schultern) bleiben.

Lasse die Stange am höchsten Punkt los, strecke deinen bevorzugten Arm direkt nach vorne und mache dich so lang wie möglich.

Mit Koordination, Mut und einem Quäntchen Glück wirst du dann zu den Wenigen gehören, die King of the Swingers erfolgreich meistern.

Wie das Ganze in der Poser-Variante funktioniert, demonstriert uns Alex:

Kiss of Mud 2.0

Hindernis Kiss of Mud 2.0

Wer bei der Bundeswehr war, der dürfte sich bei Kiss of Mud 2.0 heimisch fühlen, denn hier gilt es mehr oder weniger elegant durch den Schlamm zu robben.

Ragst du mit deinem Körper zu weit nach oben, so wartet Stacheldraht auf dich und von unten machst du natürlich nicht nur mit Matsch, sondern wie es sich für Tough Mudder gehört auch mit kaltem Wasser Bekanntschaft.

Tipps für Kiss of Mud

Zwar darfst du mit dem Körper aufgrund des Stacheldrahts nicht allzuweit vom Boden abheben, aber dennoch solltest du versuchen durch den Schlamm zu robben und nicht stumpf über den Boden zu schleifen!

Gehe also am besten ganz leicht in den Unterarmstütz, sodass du nur mit den Füßen und Unterarmen den Boden berührst.

So kannst du dich nicht nur schneller fortbewegen, sondern vermeidest auch Aufschürfungen und schonst deine Startnummer (wichtig für die Bilderzuordnung nach dem Lauf).

Bei dem kleinen Wassergraben solltest du die Arme so weit wie möglich ausstrecken und so dicht wie möglich am Stacheldraht bleiben, sonst hängst du mit dem Gesicht direkt in der Plörre!

Kong

Hindernis Kong

Während sich die Firsttimer ihre Sporen in der Electroshock Therapy verdienen, dürfen sich die Legionäre 2017 kurz vor dem Ziel an Kong versuchen.

Kong ist eindrucksvoll hoch und hat zum Ziel, dass du mit Hilfe der fünf hängenden Ringe die Plattform auf der anderen Seite erreichst.

Gelingt dir das nicht, so machst du mit dem einige Meter tiefer befindlichen Luftkissen Bekanntschaft.

Mut, Griffkraft sowie eine gute Technik sind sicherlich die wichtigsten Zutaten, um Kong erfolgreich zu bewältigen.

Tipps für den Kong

Der erste Ring ist etwas tückisch, da du dich leicht nach vorne beugen musst, um ihn zu erreichen.

Es ist nicht unbedingt notwendig, aber der erste Ringe ist der einzige, bei dem es Sinn ergibt, ihn mit beiden Händen zu greifen.

Schwung holst du, indem du dich von der Plattform abdrückst und so hast du gleich zu Beginn einen sicheren Griff.

In der Folge solltest du jedoch immer nur eine Hand an einem Ring haben, da du beim Doppeln enorm an Schwung verlierst. Die Arme bleiben lang.

Erreichst du den nächsten Ring, so halte den vorherigen noch kurz mit der anderen Hand fest und ziehe dich leicht zurück, ehe du zum nächsten Ring schwingst.

So nutzt du den Schwung perfekt aus und bleibst voll im Flow.

Ach ja, vielleicht der wichtigste Tipp zum Schluss: Ignoriere die Höhe einfach, du fällst ja sowieso nicht runter!

Ach ja, wenn du wie Oli in deinem Leben schon mal Last Man Standing von Ninja Warrior warst, dann schaffst du den Kong auch mit zwei Ringen:

Lumberjacked

Hindernis Lumberjacked

Lumberjacked ist vom Prinzip her relativ simpel, denn letztendlich musst du „nur“ einen auf etwa zwei Meter Höhe positionierten Baumstamm überqueren.

Von den Anforderungen und Schwierigkeiten erinnert das Hindernis dabei an einen Mix zwischen Berlin Walls und The Hangover, hält aber darüber hinaus noch eigene Tücken bereit.

Wer hier nicht einigermaßen groß gewachsen ist, hat es alleine sehr schwer.

Der Körperschwerpunkt lässt grüßen!

Tipps für Lumberjacked

Da der Baumstamm sehr dick ist, kannst du mit deinen Händen leider nirgendwo zugreifen, sondern diese nur auf der Oberfläche auflegen.

Dass der Baumstamm extrem glatt ist, erleichtert das Ganze auch nicht gerade.

Willst du das Hindernis alleine bezwingen, dann helfen nur ein beherzter Sprung und eine sofortige Bewegung in den Stütz.

Kommst du nicht direkt komplett nach oben, so kippen deine Beine unweigerlich nach vorne und dann ist es fast unmöglich, sich noch mal nach oben zu wuchten.

Wenn du dabei nicht aufpasst, legt es dich mitunter auch ziemlich unsanft hin.

Sollte es alleine nicht klappen, dann greife einfach auf die gute alte Räuberleiter zurück.

Mud Mile 2.0

Tough Mudder Mud Mile 2.0

Bei der Mud Mile 2.0 wartet eine Hügellandschaft der ganz besonderen Art auf dich.

Zwar nicht ganz eine Meile, aber dennoch ein gehöriges Stück lang, gilt es hier einen Matschhügel nach dem anderen zu überqueren.

Um die Sache noch etwas interessanter zu gestalten, befindet sich zwischen den einzelnen Hügeln in etwa knietiefe Wassergraben.

Alles in allem also eine riesige Sauerei und jede Menge Rutschgefahr.

Tipps für die Mud Mile 2.0

Deine Bewegungen sollten mit Bedacht erfolgen, sonst rutschst du weg und liegst ganz schnell in der Gülle!

Setze deine Hände so wenig wie möglich ein, sonst sind diese am Ende klitschnass und voller Schlamm – auf den ersten Blick nicht weiter tragisch, aber für das Folgehindernis mitunter verhängnisvoll!

Am besten hat es sich bewährt, vom Hügel aus einen gezielten Sprung in die Mitte des Wassergrabens zu machen und die Hände dabei nach oben zu strecken – so landest du sicher und deine Hände bleiben trocken.

Wenn du es alleine nicht schaffen solltest, so gibt es natürlich auch immer Mudder, die dir von oben eine helfende Hand entgegenstrecken.

Pitfall

Tough Mudder Hindernis Pitfall

Pitfall ist ein Stück weit wie Russisch Roulette, nur mit nicht ganz so dramatischem Ausgang.

Du läufst hier durch knöchelhohes Wasser und gerade wenn du an nichts Böses denkst, trittst du in ein Loch und sackst schön ein.

Die Löcher kommen total unregelmäßig, was dem Ganzen einen besonderen Reiz verleiht.

Pitfall ist das perfekte Hindernis für zwischendurch und macht definitiv Fun!

Tipps für Pitfall

Du solltest weder ins Hindernis reinrennen noch reinspringen, denn das könnte unschön enden.

Taste dich stattdessen langsam vor und orientiere dich ein wenig an deinen Vorderleuten.

Wenn du dich mit absoluten Minischritten fort- bewegst, dann kannst du die meisten Löcher umgehen und ersparst dir die Abkühlung.

Wirklich notwendig ist das allerdings nicht, denn du sackst gerade mal bis zur Hüfte ein, also alles halb so wild.

Den einen macht es mehr Spaß, es sich zur Challenge zu machen nirgendwo reinzufallen, die anderen hingegen finden es lustiger, alles dem Zufall zu überlassen.

Es liegt also an dir – beide Varianten haben ihren Reiz!

Pyramid Scheme

Hindernis Pyramid Scheme

Das Hindernis Pyramid Scheme stellt im Prinzip eine Art Mischung zwischen den Berlin Walls und dem Everest 2.0 dar und ist bei Tough Mudder die ultimative Teamherausforderung.

Hier gilt es mit viel Teamwork eine spiegelglatte Schräge zu überwinden.

Während geübte Sportler den Everest 2.0 auch mal alleine bezwingen können, ist dies hier aufgrund des fehlenden Anlaufs und des extrem rutschigen Belags nahezu unmöglich.

Ab und an ist in der Mitte noch eine Leiste zum Festhalten angebracht, aber darauf solltest du besser nicht bauen.

Wie auch immer – irgendwie musst du da hoch.

Tipps für die Pyramid Scheme

Sofern in der Mitte keine Leiste angebracht ist, sind schon einige Mudder nötig, um den Gipfel zu erreichen.

Ziel ist es, eine menschliche Kette zu bilden, indem der zweite Mudder auf die Schultern des ersten Mudders steigt, usw.

Wer ganz unten positioniert ist (auf dem Rücken liegend), der trägt nicht nur die Verantwortung, sondern vor allem auch die Hauptlast.

Nicht viel besser ergeht es demjenigen ganz oben. Positioniert also an diesen beiden Schlüsselstellen eure stärksten Mudder und trödelt nicht, denn jede Sekunde raubt zusätzlich Kraft!

Hilf aktiv mit, mache möglichst große Schritte und passe auf wo du hintrittst. Ohne fremde Hilfe lässt sich die Kette nur auflösen, wenn ihr euch irgendwann umdreht und ein menschliches Tau bildet.

Im Regelfall kommen aber genügend Mudder von unten nach.

Hier haben wir mal unsere Technik in Aktion aufgenommen:

Rain Man

Tough Mudder Hindernis Rain Man

Das Hindernis Rain Man ist den Legionären vorbehalten und vielleicht ist das auch gar nicht so schlecht – das Ding hat es nämlich in sich!

Wenn du zum ersten Mal einen Tough Mudder bestreitest, wirst du in den Cage Crawl geschickt, also sozusagen in den etwas weniger heftigen Vorgänger.

Auch hier musst du dich rückwärts durchs Wasser an einem Bauzaun entlanghangeln. Das Becken ist dabei mitunter so krass gefüllt, dass nicht viel mehr als dein Mund aus dem Wasser ragt.

Die beiden Unterschiede zum Cage Crawl bestehen nun darin, dass du zu Beginn erst mal eine Passage im Dunkeln (an den Seiten sieht man schon noch was) absolvieren musst und dass alle paar Meter auch noch von oben Wasser kommt.

Wann zahlt man schon mal für Waterboarding?!

Tipps für Rain Man

Wie bereits beim Cage Crawl erwähnt, ist es das Wichtigste, Ruhe zu bewahren.

Die Wasserstrahlen beim Rain Man sind halb so wild.

Halte Augen und Mund geschlossen, behalte dein bisheriges Tempo bei (nicht schneller werden) und atme einfach ganz normal weiter.

Reine Kopfsache!

Shawshanked

Tough Mudder Hindernis Shawshanked

Für die einen zählt Shawshanked zu den absoluten Fun-Hindernissen, für die anderen ist es die pure Überwindung.

Hier ziehst du dich in einer Röhre schräg an einem Seil hoch und wenn du oben angelangt bist, dann stößt du dich auf Kommando der Volunteers ab und machst einen Rückwärtsköpfer ins Wasser!

Bis zum Ufer sind es dann nur wenige Schwimmzüge.

Tipps für Shawshanked

Der Hindernisaufbau variiert zum Teil ein wenig, aber Shawshanked kann mitunter schon eine beachtliche Höhe erreichen.

Dass der Köpfer ins Wasser dennoch weit weniger dramatisch ist als befürchtet, kannst du uns entweder einfach glauben oder musst es – falls du trotzdem Panik haben solltest – selbst herausfinden.

Am besten überlegst du gar nicht lange, sondern machst kurzen Prozess.

Strecke deine Arme einfach voll nach hinten, denn dann fällst du nicht nur automatisch herunter, sondern tauchst auch schön ein, ohne unsanft auf dem Rücken zu landen.

Wir können dir aus eigener Erfahrung sagen, dass sämtliche Angsthasenaktionen (Vorwärtsköpfer, rausklettern, etc.) definitiv unangenehmer sind, versuche es also gar nicht erst!

Stage 5 Clinger

Tough Mudder Hindernis Stage 5 Clinger

Während sich die Firsttimer mit dem vergleichsweise einfachen The Reach Around auseinandersetzen, bekommen es die Legionäre mit einer ungleich schwierigeren Aufgabe zu tun.

Auf sie wartet nämlich der Stage 5 Clinger.

Während das Hangeln von Stange zu Stange für die meisten noch gut machbar sein sollte, hat es vor allem der letzte Teil in sich.

Quasi an einer Klimmzugstange hängend, musst du irgendwie die über dir befindliche Plattform erreichen.

Die Technik ist dabei dir überlassen, aber es ist vor allen Dingen Kraft gefragt.

Tipps für den Stage 5 Clinger

Besitzt du Kraft im Überfluss, so kannst du durch eine kleine Pendelbewegung etwas Schwung holen und dann ähnlich wie bei einem Muscle-up aufschwingen.

Hierzu musst du jedoch – zumindest in Europa – blitzartig an die obere Stange umgreifen, was das Ganze zusätzlich erschwert.

Alternativ kannst du einen Fuß rüberschwingen und dich dann hochziehen oder notfalls die Seitenkonstruktion mitbenutzen.

Wenn du unsicher sein solltest, dann sollte am besten jemand unten stehen, der dich ähnlich wie beim Bouldern absichert.

Absichern heißt in dem Fall, dass man jemanden im Falle eines Sturzes versucht abzufangen (nicht aufzufangen).

Hier meistert Michael „leicht“ poserhaft die US-Version:

Im Gegensatz hierzu siehst du hier die Europa-Version:

The Block Ness Monster

Tough Mudder Hindernis The Block Ness Monster

Also selbst wenn Wasser nicht unbedingt zu deinen Lieblingselementen gehören sollte – dieses Hindernis macht definitiv Spaß!

Das Block Ness Monster kommt in Form von zwei riesigen Quadern im Wasser daher, die dich an der Beckendurchquerung hindern wollen.

Alleine kannst du es nur bezwingen, wenn Klimmzüge zu deinen Stärken zählen und weil das bei nicht vielen der Fall ist, ist hier jede Menge Teamwork gefragt.

The Block Ness Monster wurde 2016 zum Hindernis des Jahres gewählt und wer einmal das Vergnügen hatte, der weiß auch warum.

Ein Klassiker!

Tipps für The Block Ness Monster

Um das Monster in Bewegung zu bringen, muss von der einen Seite gedrückt und von der anderen Seite gezogen werden was das Zeug hält.

Ein bis zwei Mudder (nicht mehr!) können sich dann immer an der Kante festhalten, um durch die Rotation auf die andere Seite befördert zu werden.

Hänge dich nicht starr dran, sondern ziehe dich so schnell wie möglich rüber, um mit der und nicht gegen die Rotation zu arbeiten.

Wichtig ist, dass von unten durchgehend gedrückt wird und zwar ohne Pause!

Wer über Power verfügt, der kann sich auch am Mudder Guide Shuffle versuchen.

Hierbei bleibst du so viele Runden wie möglich auf dem Block und ziehst dich immer wieder nach – das Monster bekommt dann fast einen Drehwurm!

Erst wenn alle drüber sind, geht es weiter!

Hier siehst du den weltbekannten Mudder Guide Shuffle in Aktion:

The Hangover (Skidmarked)

Tough Mudder Hindernis The Hangover

Nicht ganz so hoch und anspruchsvoll wie die Berlin Walls, aber definitiv auch kein Zuckerschlecken sind die Wände beim Hindernis The Hangover (im UK heißt das Ganze „Skidmarked“)!

Auch hier gilt es wieder mehrere Wände zu überwinden, aber das Tückische ist hier, dass diese schräg verlaufen!

Durch deinen Körperschwerpunkt zieht es dich automatisch mit den Füßen Richtung Wand und dann kippst du oben weg.

Die meisten Teilnehmer müssen deshalb auch bei diesem Hindernis auf die Hilfe der anderen Mudder setzen!

Tipps für The Hangover

Das Geheimnis liegt hier in einer explosionsartigen Bewegung, da du bei einer zu langsamen automatisch wieder in Richtung Wand kippst.

Du musst dich also so schnell wie möglich aufstützen oder es zumindest schaffen eines deiner Beine über die Kante zu werfen!

Wer groß ist, ist definitiv im Vorteil, aber auch wenn du eher klein gewachsen bist, ist The Hangover mit Kraft und der richtigen Technik alleine zu bezwingen.

Wenn es mit den Muckis nicht ganz so weit her ist, dann sind natürlich die einfache Räuberleiter (ein Mudder) oder die doppelte Räuberleiter (zwei Mudder) erste Wahl.

Wenn alle Stricke reißen, dann kannst du natürlich auch an der Seite hochklettern – das sollte aber wirklich die absolute Notfallvariante sein!

Als Michael seinen 50. Tough Mudder blind gelaufen ist, haben wir seine Spezialtechnik mal aufgenommen:

The Liberator

Tough Mudder Hindernis The Liberator

Bei The Liberator musst du mit Hilfe von zwei Holzstäben eine leicht schräg verlaufende Wand erklimmen.

Die Holzstäbe passen genau in die Löcher in der Wand, sodass du dich Stück für Stück nach oben kämpfen kannst.

Je nach Event unterscheidet sich die konkrete Ausgestaltung des Hindernisses leicht, sodass du deine Füße mal mehr und mal weniger unterstützend zum Einsatz bringen kannst.

Zumeist gibt es vor Ort normale Bahnen mit kleinen Hilfestellungen und Bahnen für Fortgeschrittene.

Letztere sind komplett glatt und müssen im Prinzip mit reiner Zugkraft passiert werden.

Tipps für The Liberator

Wenn du in der Vorbereitung genügend Klimmzüge gemacht hast, dann kannst du dich voll und ganz auf deine Arme verlassen.

Presse deinen Körper fest an den Untergrund, mache einen Klimmzug und arbeite dich dann ein Loch nach oben.

Dies machst du wieder und wieder, bis du das Ende erreicht hast.

Du kannst natürlich auch deine Füße einsetzen, aber damit bewegst du dich automatisch ein Stück von der Wand weg.

Die Gefahr ist dann groß, dass du mit den Holzstäben aus den Löchern rutschst und nach unten schlidderst!

Wenn du nicht so viel Power in den Armen haben solltest, keine Panik – von unten wird gedrückt und von oben gezogen was das Zeug hält!

The Reach Around

Tough Mudder Hindernis The Reach Around

Während die Legionäre versuchen den Stage 5 Clinger zu bezwingen, bekommen es die Firsttimer mit dem deutlich einfacheren Hindernis The Reach Around zu tun.

Ziel ist es hier, die obere Plattform zu erreichen, indem du ein schräg nach oben verlaufendes Holzgerüst hochkletterst.

Etwas schwierig ist dabei das letzte Stück, da du hier den Übergang von der Schrägen in die Gerade vollziehen musst.

Wenn du Glück hast, erwartet dich jedoch von oben Hilfe.

Tipps für The Reach Around

Achte beim Hochklettern darauf, dass sich deine Hüfte immer nah am Holzgerüst befindet.

Je weiter du dich nämlich entfernst, desto stärker verlagert sich dein Körperschwerpunkt nach unten.

In der Folge vergeudest du unnötig Kraft.

Bist du mit dem Oberkörper oben angelangt und nicht stark genug dich hochzuwuchten, so kannst du versuchen ein Bein nach oben zu werfen und dich dann schrittweise hochzuziehen.

Ab diesem Punkt ist es außerdem auch gut möglich, sich von anderen Muddern helfen zu lassen. Solange diese irgendein Körperteil zum Ziehen finden, ist der Rest nur noch Formsache.

Wer beim Klettern unsicher ist, der sollte sich von unten am besten absichern lassen, d.h. ähnlich wie beim Bouldern sollte jemand unten stehen, der die fallende Person notfalls abfangen kann.